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Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 04 Apr 2011, 16:13
von Carsten
7punkt hat geschrieben:
Carsten hat geschrieben:..Die Eheurkunde hier übersetzen lassen, vom übergeordneten Amt hier eine Apostille auf das Orginal holen. Dann nach München, das ganze nochmal beglaubigen lassen. Dann in Omsk nochmal vom Notar übersetzen lassen, bzw. die vom Konsulat beglaubigte Übersetzung zusammen mit dem apostillierten Orginal mitbringen und neuen Inlandspass beantragen....
1. Apostille auf die Eheurkunde. Macht man über Standesamt, wo man die Ehe geschlossen hat.
2. Nach Omsk fliegen. Dort vor Ort übersetzen und begläubigen lassen. Inlandpass beantragen.
3. Zurück nach DE fliegen. Im Konsulat den Reisepass beantragen.

So soll es wohl sein....

@Norbert: bei der Eheschliessung in DE kriegste Eheurkunde, Beschluss über Eheschliessung und Auszug aus dem Heiratsregister. Apostilliert wird alles über Standesamt.

LG,
7punkt

Danke für die Zusammenfassung.
Unglaublich aber ich konnte gerade am Nachmittag jemand im Standesamt erreichen. In der Tat ist es so, dass die Apostille auf das Orginal von der Regierung von Oberfranken hier gemacht wird. Gut, alles am Ort, also unproblematisch.

Die Frage stellt sich nun nur noch, ob eine Beglaubigung vom Konsulat München erforderlich ist oder man direkt mit dem apostillierten Orginal nach RUS fliegen kann.

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 04 Apr 2011, 16:26
von Dietrich
Das mit der internationalen Heiratsurkunde ist natürlich mal wieder typisch russich, denn Russland ist an dieser Art von Urkunde überhaupt nicht beteiligt:

http://www.eschwege.de/city_info/displa ... 1&id=13252
Deutschland hat mit vielen Ländern ein Übereinkommen geschlossen, dass mehrsprachig ausgestellte Urkunden sowohl von Deutschland als auch allen anderen Vertragsländern ohne weitere Formalitäten (Legalisations- oder Apostillevermerke) anerkannt werden.
Es handelt sich um die Länder:
Belgien, Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Italien, Serbien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Slowenien, Spanien, Türkei.
Da die Urkunde also scheinbar keinen russischen Text enthält, werdet ihr um eine Übersetzung nicht herumkommen. Und wenn ihr dann trotzdem eine Apostille braucht, dann könnt ihr auch genauso gut eine "normale" Heiratsurkunde nehmen....

Aber wie einem google zeigt, fordert z.B. auch Kolumbien eine "internationale Heiratsurkunde mit Apostille".......
http://www.botschaft-kolumbien.de/pagin ... tenido.htm

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 04 Apr 2011, 16:42
von lixil
Carsten hat geschrieben: Die Frage stellt sich nun nur noch, ob eine Beglaubigung vom Konsulat München erforderlich ist oder man direkt mit dem apostillierten Orginal nach RUS fliegen kann.

Ich kenne auch Fälle wo das nicht erforderlich war. Aber willst du das riskieren? Ich würde auf nummer sicher gehen, und das im Konsulat beglaubigen lassen. Vor allem wo es um Omsk und nicht um St.P. oder Moskau geht, wo man mal eben hinfliegen kann.

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 04 Apr 2011, 16:56
von Carsten
jep. schätze das sollten wir in Kauf nehmen. Besser so als nachher auf der Behörde in Omsk abgewiesen zu werden.

Danke Leute für die vielen Antworten. Werde euch da mal auf dem Laufenden halten. Kann auch für andere in der selben Situation von Nutzen sein.

Grüße,
Carsten

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 07:51
von Norbert
Die Beglaubigung im Konsulat ersetzt (!) meiner Meinung nach die notarielle Übersetzung der apostillierten Urkunde. Beides zu machen bringt also nichts.

Ganz sicher funktioniert der Weg, den ich und 7punkt beschrieben haben. Alle meine deutschen Dokumente mit Apostille und notariell beglaubigter russischer Übersetzung wurden in Russland akzeptiert, wirklich alle. Russland hat das Abkommen zu Apostillen ratifiziert und muss (!) solche Dokumente daher anerkennen.

(Ein einziges Mal hatte ich Probleme mit einer Übersetzung ohne Apostille: Übersetzungen deutscher Dokumente ohne Stempel (beispielsweise auf kopiergeschütztem Papier) können von russischen Notaren nicht bestätigt werden - auch wenn das unlogisch ist. Aber durch die Apostille ist ja in jedem Fall schon ein Stempel vorhanden.)
wolk0815 hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:Und danach lässt man dann den Reisepass neu ausstellen, entweder auch wieder in Omsk (dauert natürlich), oder über das Konsulat (kostet deutlich mehr).
Hatte ich da was verpasst? (kann ja sein) Dachte immer die Änderung des Inlandspasses ginge bei noch bestehender Meldung in Russland nur in Russland. Nur was den Reisepass angeht, sind sie hier seit einigen Jahren entgegenkommender geworden. Aber es wäre natürlich für alle Betroffenen toll, wenn das mit dem Inlandspass nun auch geht. Aber wie gesagt, vielleicht hinkt einfach mein Wissensstand hinterher.
Ich schreibe ja genau deswegen: Inlandspass in Omsk, Reisepass in Omsk oder im Konsulat! (So ist es mir bekannt, vielleicht hinke ich ebenso wie Du hinterher.)

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 12:54
von lixil
Norbert hat geschrieben:Die Beglaubigung im Konsulat ersetzt (!) meiner Meinung nach die notarielle Übersetzung der apostillierten Urkunde. Beides zu machen bringt also nichts.
Bzw. bestätigt, dass diese richtig ist, also die Übersetzung. Ob die nun vorher notariel beglaubigt wurde oder nicht, ist dem Konsulat recht egal. Zumindest dem Konsulat in Bonn.

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 13:59
von Norbert
lixil hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:Die Beglaubigung im Konsulat ersetzt (!) meiner Meinung nach die notarielle Übersetzung der apostillierten Urkunde. Beides zu machen bringt also nichts.
Bzw. bestätigt, dass diese richtig ist, also die Übersetzung. Ob die nun vorher notariel beglaubigt wurde oder nicht, ist dem Konsulat recht egal. Zumindest dem Konsulat in Bonn.
Also ich weiß einfach wie es anders herum ist: Ich kann ein russisches Dokument sowohl von einem einfachen Übersetzer mit angeschlossenem Notar als auch vom deutschen Konsulat übersetzen lassen - wenn dies einen vereidigten Übersetzer hat. Billiger ist meist die erste Variante, erst recht, wenn man nicht direkt neben dem Konsulat wohnt.

Genauso sollte es in der Gegenrichtung laufen. Beides - einfache Übersetzung mit Notarstempel UND Beglaubigung im Konsulat - ist jedenfalls nicht nötig (Apostille vorausgesetzt).

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 14:10
von lixil
Norbert hat geschrieben: Also ich weiß einfach wie es anders herum ist: Ich kann ein russisches Dokument sowohl von einem einfachen Übersetzer mit angeschlossenem Notar als auch vom deutschen Konsulat übersetzen lassen - wenn dies einen vereidigten Übersetzer hat. Billiger ist meist die erste Variante, erst recht, wenn man nicht direkt neben dem Konsulat wohnt.
Nicht wenn man selber übersetzt und die Frau dazu noch über ein Studententicket verfügt mit dem sie kostenlos zum Konsulat kommt ;)

Die Behörden im Heimatort meiner Frau bestanden auf eine Beglaubigung der Übersetzung durch das russische Konsulat. Alles Andere würden sie nicht akzeptieren, auch keine Beglaubigung von einem in Russland ansässigen Notar. Und von einem Deutschen schon garnicht. Ob dass nun rechtens ist oder nicht, kann ich nicht sagen.

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 15:33
von wolk0815
Norbert hat geschrieben:Und danach lässt man dann den Reisepass neu ausstellen, entweder auch wieder in Omsk (dauert natürlich), oder über das Konsulat (kostet deutlich mehr).
Sorry, Norbert. Hatte den Satz erst quasi als "Und danach lässt man dann den Reisepass neu ausstellen, entweder auch wieder in Omsk oder (auch wieder) über das Konsulat(kostet deutlich mehr)" gelesen.

Re: blick das nicht ganz: neuer Reisepass für meine Frau

Verfasst: 05 Apr 2011, 22:29
von Carsten
Das is schon echt verzwickt die Geschichte. Aber ich bin froh hier eure Meinugnen zu lesen. Geteiltes Leid ist doch bekanntlich immer halbes Leid ;)
Meiner Frau ihre Mom ist eine Spezialärztin im OP für Babys und Kleinkinder im Klinikum Omsk. Ihr Boss ist der Sohn des Bürgermeisters. In RUS helfen Beziehungen über so manches Hindernis ;) aber das wißt ihr ja selber.
Sie wird die Tage mit dem Chef der Behörde in Omsk direkt sprechen und fragen ob eine apostillierte Urkunde genügt oder eine Beglaubigung durch das Konsulat nötig ist. Ü-gens, haben wir bereits von der Behörde in Omsk die Info erhalten, dass der Inlandspass innerhalb von 10 Tagen ausgestellt wird, mit entsprechender "Entlohnung" verkürzt sich die Wartezeit auf wundersame Weise auf 4 Tage. :lol:

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie sich Hindernisse plötzlich selbst aus dem Weg räumen. Hier wirste wegen Beamtenbestechung verklagt, dort ist das nur eine gern gesehene Gehaltsaufbesserung. Solange diese Verhältnisse dort herrschen, wird das wohl nie was mit Visaerleichterung oder gar Wegfall für die EU-Staaten.

Grüße,
Carsten