Re: 8min Ukraine Wahrheiten im Deutschen Fernsehen
Verfasst: 26 Sep 2014, 11:09
Jenenser, wenn ich russisches Fernsehen schaue, so empfinde ich es schon so, dass im russischen Fernsehen über die Ukraine sehr tendenziell berichtet wird.
Ich nehme ein willkürliches Beispiel, welches bewusst von einem russischen Medium thematisiert wurde: Эхо Москвы hatte einen sehr ausführlichen Bericht über die 30 toten russischen Kämpfer, welche nach den ersten "echten" Kampfhandlungen vom Flughafen Donetsk nach Krasnodar gefahren wurden. Dort wird offen dargestellt, dass der Первый канал vor Ort war, aber später nie darüber berichtet wurde. Zu dieser Zeit wurde noch überall abgestritten, dass es überhaupt russische Söldner gibt. Stattdessen gab es im TV - übertrieben gesagt - Nazi-Angriffe auf friedliche Donetsker.
Im Radio wurde drei Wochen nach der Rede von Sarah Wagenknecht im Bundestag noch berichtet: "Auch in Deutschland regt sich jetzt Widerstand gegen Kanzlerin Merkel." - mit Originalzitat von Wagenknecht, als wäre sie am Vortag aufgetreten. Mich hat wirklich ein Nachbar gefragt, wie beliebt denn Sarah Wagenknecht jetzt in Deutschland wäre, wo sie doch so eine große Rolle einnimmt.
Die Überzeugung (!) in Russland, dass die ganze Ukraine nur noch Faschisten wären, kommt doch nicht aus heiterem Himmel. Wo kommt denn dieser Begriff her, wenn nicht aus den Medien? (Denn Faschisten kann ich in der Ukraine bis heute nirgends entdecken, ehrlich. Nationalisten, Demagogen - keine Frage.)
Und das ist es, was ich auch kritisiere. Auf beiden Seiten wird die Presse dazu missbraucht, zwei friedliche Völker aus geopolitischen Gründen aufeinanderzuhetzen. Traurig, traurig.
Ich nehme ein willkürliches Beispiel, welches bewusst von einem russischen Medium thematisiert wurde: Эхо Москвы hatte einen sehr ausführlichen Bericht über die 30 toten russischen Kämpfer, welche nach den ersten "echten" Kampfhandlungen vom Flughafen Donetsk nach Krasnodar gefahren wurden. Dort wird offen dargestellt, dass der Первый канал vor Ort war, aber später nie darüber berichtet wurde. Zu dieser Zeit wurde noch überall abgestritten, dass es überhaupt russische Söldner gibt. Stattdessen gab es im TV - übertrieben gesagt - Nazi-Angriffe auf friedliche Donetsker.
Im Radio wurde drei Wochen nach der Rede von Sarah Wagenknecht im Bundestag noch berichtet: "Auch in Deutschland regt sich jetzt Widerstand gegen Kanzlerin Merkel." - mit Originalzitat von Wagenknecht, als wäre sie am Vortag aufgetreten. Mich hat wirklich ein Nachbar gefragt, wie beliebt denn Sarah Wagenknecht jetzt in Deutschland wäre, wo sie doch so eine große Rolle einnimmt.
Die Überzeugung (!) in Russland, dass die ganze Ukraine nur noch Faschisten wären, kommt doch nicht aus heiterem Himmel. Wo kommt denn dieser Begriff her, wenn nicht aus den Medien? (Denn Faschisten kann ich in der Ukraine bis heute nirgends entdecken, ehrlich. Nationalisten, Demagogen - keine Frage.)
Und das ist es, was ich auch kritisiere. Auf beiden Seiten wird die Presse dazu missbraucht, zwei friedliche Völker aus geopolitischen Gründen aufeinanderzuhetzen. Traurig, traurig.
