Re: Wie gelangt man heutzutage auf die Krim?
Verfasst: 27 Mär 2015, 15:50
Berechtigte Frage. Nun, ich habe mein Geld nicht mit Individualreisenden gemacht. Die echten Reisenden (Abenteurer) machen viel Arbeit und bringen wenig ein.Jenenser hat geschrieben:Jetzt bin ich aber enttäuscht. Spricht hier ein Pauschalurlauber und Anhänger des Massentourismus?
Der Chauffeur sorgt auch in der Bahn vorne für Dampf und hinten plaudere ich. Das geht in der Bahn fantastisch -- besser als in Bus, Flieger oder Auto. Wer robust genug ist, wird bei Platzkartny am glücklichsten reisen.So eine lange Strecke, da gehen Dir mit dem Chauffeur bald die Themen aus...![]()
Mein Russisch ist praktisch 0,1; bei Ukrainisch wurschtele ich mich mit Tschechisch, Kroatisch etc. durch. Irgendwie klappt es auch mit Händen und Füßen und wer es will, versteht mich auch -- und umgekehrt. Oft findet sich dann aber auch ein/e Dolmetscher/in unter den Mitreisenden, der gerne seine Kenntnisse demonstrieren will. Sprachlos war ich noch nie.In Russland (und der Ukraine) setzt das aber ein wenig Sprachkenntnisse voraus. Und keine Angst vor dem Thema Politik!![]()
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Wirklich schade, denn diese Leckereien am Wegesrand (Pardon Gleisrand) machen eigentlich enorm Spaß und vermitteln einen fantastischen Einblick in die einheimische Küche -- mal abgesehen von der Schonung des Verpflegungsbudgets.Die Babuschkas werden von Jahr zu Jahr weniger.Tja, die RZD setzt eben auch ihr Hausrecht um, betreibt selbst Kioske auf dem Bahnsteig und schützt, so offiziell einmal vermeldet, die Reisenden vor unbekannten Risiken bei den angebotenen Speisen. Und nicht zu vergessen ist der Steuerfaktor...
Aber verhungern würde ich sicher ohne die Babuschkas auch nicht, denn bisher war nicht nur ich mit Proviant ausgestattet -- auf mancher Rückreise gaben mir die Freunde Verpflegung mit, die bis nach New York gereicht hätte. Logisch, fast alle hatten vorgesorgt und dann begann das gegenseitige Anbieten. Damit wurde das Ernährungs- und Genussspektrum drastisch erweitert. Vielleicht hat man es da als Mann einfacher, denn für Russinnen scheint das Füttern eine besondere Leidenschaft zu sein. Irgendwie fühlte ich mich immer als Fürsorgefall. In einigen Fällen schloss sich sogar die ernsthafte Einladung an, die häusliche Küche der Dame zu inspizieren.
Ohne Schwindel, aber bei mancher Fahrt hatte ich Schwierigkeiten, mich am Zielbahnhof aus dem Zug zu quetschen und nach Rückkehr waren erst mal paar Wochen strammste Diät angesagt. Einige dieser Spuren konnte ich bis heute nicht loswerden.

