Frauen in Russland

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Alex KA
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Alex KA »

Wenn n Russland eine Frau in Vorstand eine Firma sitzt bedeutet noch nicht dass sie auch wirklich Eigentümerin ist, auch wenn es auf Papier so geschrieben steht, in Hintergrund es gibt sehr oft auch ein Mann.. Gute Beispiel ist ehemalige Bürgermeister von Moskau Luschkow und seine Frau, sie war sehr erfolgreiche Geschäftsfrau zu Zeiten als Luschkow noch Bürgermeister war. Aber nun ist sie nicht mehr so erfolgreich.
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Simone
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Simone »

Alex KA hat geschrieben:Wenn n Russland eine Frau in Vorstand eine Firma sitzt bedeutet noch nicht dass sie auch wirklich Eigentümerin ist, auch wenn es auf Papier so geschrieben steht, in Hintergrund es gibt sehr oft auch ein Mann.. Gute Beispiel ist ehemalige Bürgermeister von Moskau Luschkow und seine Frau, sie war sehr erfolgreiche Geschäftsfrau zu Zeiten als Luschkow noch Bürgermeister war. Aber nun ist sie nicht mehr so erfolgreich.
Der Kommentar hat genauso wenig mit dem Thema zu tun, wie wenn beispielsweise darauf geantwortet würde: Bei BMW ist der Vorstand MÄNNLICH, aber der Hauptaktionär = Eigentümer ist eine Frau (Klatten).

Die Rede war von börsennotierten Firmen. Der Vorstand einer Aktiengesellschaft besteht nicht nur aus dem CEO...
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Norbert
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Norbert »

http://www.kommersant.ru/doc/2815378 - danach ist die Quote von Frauen in den Vorständen russischer Topunternehmen ganze 5,7 Prozent.

Und wie gesagt, das entspricht auch meiner Wahrnehmung:

Wie viele weibliche Minister hat Russland und wie viele davon fallen unter den Ausdruck "Gedöns", den Gerhard Schröder geprägt hat?

Welche weibliche Führungskraft aus Russland fällt einem spontan ein? Also mir fallen einige männliche Kollegen ein aber nur eine einzige Frau - die einstige Chefin von Transaero.

Auf Veranstaltungen aller Art sehe ich fast ausschließlich Männer, aber kaum Frauen. Die wenigen Ausnahmen sind auch noch oft die Assistentin oder Ehefrau eines Gastes.


Aber ich würde deswegen nicht sagen, dass Frauen in Russland keine Macht haben. Sie erreichen dies jedoch auch ohne einen offiziellen Posten in der ersten Reihe.
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Dietrich
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Dietrich »

Oder wie groß ist wohl die Chance, dass nach Putin eine Frau an der Spitze des Staates stehen wird?
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Norbert
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Norbert »

Dietrich, ich denke ähnlich hoch wie eine ostdeutsche Bundeskanzlerin. Hätte vor der Spendenaffäre in der CDU auch nie jemand für realistisch gehalten.

In Russland ebenso: Besinnen sich plötzlich jene Kreise, die einst Putin aus dem Hut gezaubert haben, darauf, dass eine taffe Russin zur Präsidentin wird, so wird sie es. Das Land wäre nicht dagegen!
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Bluewolf
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Bluewolf »

Hmm ich sehe den Grund der Diskussion nicht wirklich. Abgesehen vom Einwand nur in Moskau und Piter interviewt zu haben, könnte es was die Auswahl angeht auch in jeder deutschen Grossstadt gemacht worden sein. Die Damen haben doch im Kontext durchaus vernünftige Ansichten. Was ist schlecht daran wenn ein Mädel sagt nur Hausfrau sein ist nicht genug? Das hat ja nicht wirklich was mit Feminismus zu tun.
Und das mit dem frühen Kinder bekommen kenne ich genau so, allerdings in einem Umfeld wo junge schöne Russinnen gerne mal in die gehobene Mittelschicht einheiraten. Da hilft so was sehr bei der Altersvorsorge ;)
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Wladimir30
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Wladimir30 »

Norbert hat geschrieben:Dietrich, ich denke ähnlich hoch wie eine ostdeutsche Bundeskanzlerin. Hätte vor der Spendenaffäre in der CDU auch nie jemand für realistisch gehalten.
Halte ich aus dieser Argumentation heraus nicht für ganz vergleichbar. Ein ostdeutscher Bundeskanzler hatte einen politischen Signalwert an sich, ganz platt gesagt ein Zeichen von good will an den Osten, der sich verschaukelt und hintergangen fühlte nach der Wende (ich hoffe, dass ich als Wessi das richtig ausgedrückt habe). Dass es darüber hinaus eine Frau war, war einfach ein sehr clever gemacht, um der in der Gesellschaft brodelnden Tendenz einen Ausdruck zu verleihen. Die Summe beider Faktoren war dann wirklich einfach ein sehr guter Schachzug.

Der Faktor eines sich hintergangen gefühlten beträchtlichen Teil des Landes (der Wählerschaft) spielt in Russland derzeit wohl keine Rolle. Der Faktor, dass es eine Frau sein sollte, na, ich seh es derzeit nicht in Russland.
Besinnen sich plötzlich jene Kreise, die einst Putin aus dem Hut gezaubert haben, darauf, dass eine taffe Russin zur Präsidentin wird, so wird sie es.
Halte ich derzeit für nicht real.
Das Land wäre nicht dagegen!
Dem stimme ich aus meinem rein persönlichen Empfinden heraus eindeutig nicht zu.
Bluewolf hat geschrieben:Abgesehen vom Einwand nur in Moskau und Piter interviewt zu haben, könnte es was die Auswahl angeht auch in jeder deutschen Grossstadt gemacht worden sein.
Das ist sicherlich richtig. Die Bedeutung oder besser die Repräsentanz deutscher Grosstädte im Vergleich oder im Hinblick auf ganz Deutschland kann überhaupt nicht mit der Bedeutung/Repräsentanz Moskaus und St.-Petersburgs für Russland verglichen werden.
Die Damen haben doch im Kontext durchaus vernünftige Ansichten.

Ich denke mal, dass dies auch keiner bestreiten will.
Was ist schlecht daran wenn ein Mädel sagt nur Hausfrau sein ist nicht genug? Das hat ja nicht wirklich was mit Feminismus zu tun.
Ich weiß nicht, wo die Grenze liegt, ab der von Feminismus gesprochen werden kann, ob dieser Aspekt schon reingehört. Für manche fängt es gerade hier vielleicht schon an.
...kenne ich genau so, allerdings in einem Umfeld wo junge schöne Russinnen gerne mal in die gehobene Mittelschicht einheiraten. Da hilft so was sehr bei der Altersvorsorge
Stimmt, das gibt es tendenziell. Aber, meinem Empfinden nach bei weitem nicht mehr so weit verbreitet, wie es vor 10-20 Jahren noch der Fall war.
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saransk
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von saransk »

Bluewolf hat geschrieben:Und das mit dem frühen Kinder bekommen kenne ich genau so, allerdings in einem Umfeld wo junge schöne Russinnen gerne mal in die gehobene Mittelschicht einheiraten. Da hilft so was sehr bei der Altersvorsorge
Und nicht nur die schönen jungen.
Aber erwähne dies mal im Beisein dieser "Damen". Oder das der schicke Benz oder Porsche welchen sie fahren, nicht durch den Lohn der eigenen Arbeit, sondern nur durch entsprechende Dienstleistung gegenüber dem alternden Gockel zustande kommt. (Habe dies mal bei entsprechender Gelegenheit "eheliche Prostitution" genannt. War nicht gerade gesundheitsfördernd)

Ist aber nicht nur in Russland so. Hieß es bis zur Reform des Scheidungsrechtes vor etwa zehn Jahren in D nicht auch "Einmal Arztfrau, immer Arztfrau"
Frag mal in Krankenpflegeschulen, warum die Mädels Krankenschwester werden wollen. Ehrliche Antworten lassen die Kinnlade aufklappen. Und im ärztlichen Bereich gilt es immer noch als Schande, wenn man nach unten heiratet, also Ärztin heiratet Pfleger.

Man kann als Frau also sehr wohl "Karriere" machen, ohne sich anstrengen zu müssen.
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saransk
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von saransk »

Wladimir30 hat geschrieben:Dem stimme ich aus meinem rein persönlichen Empfinden heraus eindeutig nicht zu.
Sehe ich auch so. Gesellschaftlich würde eine Frau in diesem Amt wohl noch nicht akzeptiert werden. Dafür ist die russische Gesellschaft außerhalb der "westlich geprägten" Metropolen doch noch zu konservativ.
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Norbert
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Re: Frauen in Russland

Beitrag von Norbert »

Ich denke die große Masse wäre einfach genug manipulierbar - wenn der richtige Zirkel die Weichen stellen würde, wäre auch ein russische Präsidentin realistisch. Man hat doch nun oft gesehen, wie schnell in den letzten Jahren aus den besten Freunden ganz schnell die größten Feinde wurden - Massenmedien sei dank. Wer kannte den Putin wenige Monate vor seiner Installation? (Und dass Medwedew nie beliebt wurde, lag ja auch vor allem daran, dass Putin dies nicht zugelassen hat.)

Selbst in Brasilien hat es eine Präsidentin - obwohl das Land vermutlich ansonsten auch nicht viel mit Frauenförderung am Hut hat.

Die andere Frage ist natürlich, dass der richtige Zirkel die Weichen aktuell so nicht auf eine Frau stellen würde.
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