Norbert hat geschrieben:Dietrich, ich denke ähnlich hoch wie eine ostdeutsche Bundeskanzlerin. Hätte vor der Spendenaffäre in der CDU auch nie jemand für realistisch gehalten.
Halte ich aus dieser Argumentation heraus nicht für ganz vergleichbar. Ein ostdeutscher Bundeskanzler hatte einen politischen Signalwert an sich, ganz platt gesagt ein Zeichen von good will an den Osten, der sich verschaukelt und hintergangen fühlte nach der Wende (ich hoffe, dass ich als Wessi das richtig ausgedrückt habe). Dass es darüber hinaus eine Frau war, war einfach ein sehr clever gemacht, um der in der Gesellschaft brodelnden Tendenz einen Ausdruck zu verleihen. Die Summe beider Faktoren war dann wirklich einfach ein sehr guter Schachzug.
Der Faktor eines sich hintergangen gefühlten beträchtlichen Teil des Landes (der Wählerschaft) spielt in Russland derzeit wohl keine Rolle. Der Faktor, dass es eine Frau sein sollte, na, ich seh es derzeit nicht in Russland.
Besinnen sich plötzlich jene Kreise, die einst Putin aus dem Hut gezaubert haben, darauf, dass eine taffe Russin zur Präsidentin wird, so wird sie es.
Halte ich derzeit für nicht real.
Das Land wäre nicht dagegen!
Dem stimme ich aus meinem rein persönlichen Empfinden heraus eindeutig nicht zu.
Bluewolf hat geschrieben:Abgesehen vom Einwand nur in Moskau und Piter interviewt zu haben, könnte es was die Auswahl angeht auch in jeder deutschen Grossstadt gemacht worden sein.
Das ist sicherlich richtig. Die Bedeutung oder besser die Repräsentanz deutscher Grosstädte im Vergleich oder im Hinblick auf ganz Deutschland kann
überhaupt nicht mit der Bedeutung/Repräsentanz Moskaus und St.-Petersburgs für Russland verglichen werden.
Die Damen haben doch im Kontext durchaus vernünftige Ansichten.
Ich denke mal, dass dies auch keiner bestreiten will.
Was ist schlecht daran wenn ein Mädel sagt nur Hausfrau sein ist nicht genug? Das hat ja nicht wirklich was mit Feminismus zu tun.
Ich weiß nicht, wo die Grenze liegt, ab der von Feminismus gesprochen werden kann, ob dieser Aspekt schon reingehört. Für manche fängt es gerade hier vielleicht schon an.
...kenne ich genau so, allerdings in einem Umfeld wo junge schöne Russinnen gerne mal in die gehobene Mittelschicht einheiraten. Da hilft so was sehr bei der Altersvorsorge
Stimmt, das gibt es tendenziell. Aber, meinem Empfinden nach bei weitem nicht mehr so weit verbreitet, wie es vor 10-20 Jahren noch der Fall war.