willi hat geschrieben: 22 Feb 2025, 21:19Wenn man dann noch die Entwicklung der beiden Staaten in den letzten 30 Jahren anschaut, sollten zumindest die Plätze vertauscht sein.
Mindestens! Es passiert zwar immer noch genug, gerade wenn man heute die Nachrichten gesehen hat ... Da wird bei den Küchen beim Material gemogelt, Autos mehrfach verkauft und der Wohnungsmarkt ist mindestens wöchentlich in den Nachrichten.
Aber bei der Verkehrskontrolle z.B. mal eben paar Scheine mit in den Paß schieben, ist auch nach den Berichten hier im Forum lange vorbei.
Meine persönlichen Erfahrungen liegen schon weiter zurück, aber ähnlich wie bei dir. Russland bisschen und UA eigentlich ziemlich ruhig. Selbst als in UA plötzlich überall auf den Straßenschildern, Vorwegweisern etc. die Buchstaben o gegen i getauscht wurden - statt Most hieß die Brücke eben Mist

- als in UA überall an den "Grenzen" Container aufgestellt wurden, Schlagbäume mit Schild "Zoll / Duane" installiert wurden und ich wie üblich durchgefahren bin, ohne anzuhalten, wurde ich am nächsten Schlagbaum gestoppt und darüber informiert, dass das jetzt eine offizielle Grenze ist und ich mich gefälligst an die entsprechenden Gesetze zu halten hätte. Kurze Diskussion mit Schulterzucken, типо: такова жизнь, будущее создаётся тобой, но не для тебя ...

keine Strafe, nix, gar nix ...
Gute Weiterfahrt und achte auf die Beschilderung ...
In Russland wurden mir, die paar wenige Male, die Nummernschilder abgeschraubt, die mir dann nach Bezahlung der Strafe und unter Vorlage der Quittung, wieder ausgehändigt wurden.
Selbst bei (m)einem unverschuldeten Verkehrsunfall mit Todesfolge wurde ich absolut korrekt behandelt. Ich wurde z.B. bei Gericht hinten aus dem Gebäude durch eine Gartenanlage rein- und raus geführt, damit kein Kontakt mit den Angehörigen zustande kommt und die dann vlt. ingwelche Forderungen stellen.
Naja und die Tafel Schokolade, oder Pralinen beim паспортний стол, водо канал, oder beim Postamt hat man zu der Zeit i.d.T. nicht als Bestechung angesehen ...
Obwohl beim Postamt .... da habe ich ca. '94 für einen 220V Haarschneideapparat (hatte sich bei einem privaten Gespräch ergeben

) einen Telefon Festnetzanschluss bekommen. Um den Graben und die Kabelverlegung musste ich mich allerdings selber kümmern, den Anschluß im Haus und an die Verteilerdose hat die Post übernommen. Haus wäre kein Problem gewesen, aber bei dem Kabelsalat an der Verteilerdose wäre ich wohl im weißen Haus gelandet ...
-ah-