http://spon.de/vfzYt20.08.2013 - Die Freuden- und Zuneigungsbekundung der beiden Athletinnen Xenija Ryschowa und Julia Guschina nach ihrem Triumph bei der 4x400 Meter-Staffel bei der Leichtathletik-WM in Moskau hat für Furore gesorgt. Könnte es da etwa um ein Signal des Protests gegen die Gesetzgebung in Sachen homosexuelle Propaganda gegangen sein?
SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinder.."
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
http://de.rian.ru/society/20130820/266698539.html
Die russischen Staffelläuferinnen Xenia Ryschowa und Julia Guschtschina, deren Kuss nach dem Sieg im 4x400-Meter-Lauf bei der Leichtathletik-WM in Moskau westliche Journalisten als Protest gegen das "Homo-Propaganda"-Gesetz interpretiert hatten, sind über diese Deutung tief gekränkt.
„Gestern habe ich Anrufe von wahrscheinlich 20 verschiedenen Medien bekommen. Statt uns zur Goldmedaille zu gratulieren, beleidigten sie Julia und mich und den gesamten Sportverband“, sagte Ryschkowa auf einer Pressekonferenz. Guschtschina und sie sind beide verheiratet, unterstrich die Sportlerin, daher könne es „keine persönlichen Beziehungen geben“. Mit der langjährigen Trainingspartnerin verbinde sie eine „gute, echte Freundschaft“. „Acht Jahre lang haben wir kein WM-Gold gewonnen, Sie können sich nicht vorstellen, was wir gefühlt haben. Wenn wir einander während der Gratulation mit den Lippen berührt haben und jemand dies als Anlass nimmt, Phantasien aufzubauen, ist das sehr beleidigend für mich“, fügte sie hinzu.
„Das ist die kranke Phantasie des Fotografen, der uns eingefangen hat“, stimmte Guschtschina ein. Sie verstehe nicht, warum derartiges Verhalten „nur gegenüber unserem Team“ vorkomme. „Wenn ich der Britin Christine Ohuruogu gratuliert hätte, hätten sie auch gesagt, dass wir etwas miteinander haben?“, empörte sich die Läuferin. „Ich verstehe nicht, wie man so etwas denken kann. Ich war schockiert, als mir Xenia diese Message gezeigt hat. Das hat uns sehr gekränkt.“
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Russen sollten von den Chinesen lernen. Die Chinesen wissen um die Bedeutung internationaler Investitionen und um ihre eigene weltweite Macht durch clevere chinesische Wirtschaftspolitik. Politisch würden sie nie solch ein Aufsehen (wie dieses russ. PropagandaGesetz) erregen, indem sie eine Minderheit vor der gesamten Weltöffentlichkeit durchs Dorf jagen. Dort wird die Meinungsfreiheit massiv unterdrückt, Kritiker verfolgt und mundtot gemacht, usw. - das ist alles bekannt, aber niemand hat je einen Boykott chinesischer Waren oder gar der vergangenen Grossveranstaltungen wie Olympia, Weltausstellung oder Formel1 gefordert. Derweil rüsten die LGBT-Organisationen weltweit auf und der Protest weitet sich aus: https://www.facebook.com/ToRussiaWithLove2013/info Da bei den westlichen Medien auch häufig Schwule arbeiten, wird diese Anti-Russia-Propaganda sicherlich auch weiterhin fortgesetzt werden. Doch braucht Russland mit seiner totalen Abhängigkeit von Rohstoffen bei einen schwachen Wirtschaftswachstum und massiver Inflation (insbes bei staatlich kontrollierten Preisen wie Komunalabgaben) dringend Auslandsinvestitionen. Aber die großen internationalen Investoren und Fonds ziehen sich seit 2009 permanent zurück, die Kapitalflucht der Russen ins Ausland hat schwindelerregende Höhen erreicht und ist auch durch strengere Gesetze kaum eindemmbar (Offshore). All zu lange wird das Geld wohl nicht mehr reichen für die Vergoldung aller orthoxen Kirchen dieses schönen Landes...
Tschaikowski wird nun auch noch mit eingespannt: http://www.welt.de/kultur/buehne-konzer ... enrot.html auch die Russen berichten darüber http://en.ria.ru/world/20130821/1828775 ... rgiev.html
Tschaikowski wird nun auch noch mit eingespannt: http://www.welt.de/kultur/buehne-konzer ... enrot.html auch die Russen berichten darüber http://en.ria.ru/world/20130821/1828775 ... rgiev.html
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Ich kann nicht beurteilen, ob dieses Gesetz national zum orthodoxen Stimmenfang für ER taugt ...
oder ob die Russen wirklich glauben, Homosexuelle sind Schuld an demographischen Problemen,
international ist es jedenfalls definitiv ein grosses Eigentor, dass die Menschen auch emotional gegen RUS aufbringt.
Es war jedenfalls letzte Woche schwer, während der WM gegen das allgemeine RUS-Bashing anzukommen,
letztendlich wurde fast überall ein Haßbild von bösen, garstigen Russen an die Wand gemalt, gestützt auf dieses unsäglich dumme Gesetz.
oder ob die Russen wirklich glauben, Homosexuelle sind Schuld an demographischen Problemen,
international ist es jedenfalls definitiv ein grosses Eigentor, dass die Menschen auch emotional gegen RUS aufbringt.
Es war jedenfalls letzte Woche schwer, während der WM gegen das allgemeine RUS-Bashing anzukommen,
letztendlich wurde fast überall ein Haßbild von bösen, garstigen Russen an die Wand gemalt, gestützt auf dieses unsäglich dumme Gesetz.
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Wäre es nicht dieses Gesetz wäre es etwas anderes, Magnitzki, Korruption, Aufrüstung (eigentlich Umrüstung) ....
- Norbert
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Wenn ich mit Russen als Ausländer (der viele deutsche wie russische schwule Freunde hat) über Homosexualität spreche, so fällt es mir stets schwer, die Diskussion über das Adoptionsrecht positiv zu bewerten. Ich bin an dieser Stelle der Meinung, dass man es nicht übertreiben sollte.
Gleichberechtigung ja, am Ende auch steuerlich - ich sehe schlicht keinen Unterschied zwischen dem verheirateten aber kinderlosen Hetero-Paar und dem verpartnerten Homo-Paar. Wenn, dann Steuervorteile für alle oder für niemanden. Oder nur für jene mit Kindern. (Wenn ein Hetero-Pärchen keine Kinder bekommen kann, ist das sicher tragisch - aber die Idee ist nun mal nicht den Kinderwunsch steuertechnisch zu honorieren sondern die gesellschaftliche Leistung des Großziehen eines Kindes.)
Ich finde es wichtig und gut, wenn sich der neue gleichgeschlechtliche Partner eines natürlichen Elternteils zum Kind seines Lebenspartners bekennt (eine solche Adoption ist ja auch schon erlaubt).
Wenn ein schwules Pärchen ein vollkommen fremdes Kind aus dem Kinderheim adoptiert, so kann ich mich Dietrich anschließen, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit besser ist, als ein Aufwachsen im Heim. Immerhin werden adoptionswillige Eltern ausführlich geprüft.
Aber, und nun kommt der Punkt, die Wahrnehmung in der Gesellschaft ist halt eine andere. Und da frage ich mich: Muss man wirklich alles überstürzen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Gesellschaft ein wenig Zeit zum Durchatmen bekäme? Wenn in 20 Jahren schwule und lesbische Eltern auf natürlichem Wege gezeigt haben, dass dies keine Gefahr für die Kinder ist, so wäre doch die Akzeptanz deutlich höher.
Dass Russland Auslandsadoptionen an Homosexuelle verbietet, finde ich nicht verwerflich. Grundsätzlich finde ich Auslandsadoptionen eigenartig, aber wenn schon, so muss die Gesellschaft dahinter stehen. Dies wäre hier nicht der Fall.
Sicher ist die Kombination aus Mutter und Vater optimal - allein zum Erlernen und Erkennung kultureller Maßstäbe, zwischengeschlechtlicher Interaktionen, etc. Ich kenne aber genug Beispiele, wo auch in der klassischen Familie ein Elternteil keinerlei Vorbild war. Und dann wären zwei vorbildliche gleichgeschlechtliche Eltern, welche ihre Besonderheit dem Kind gut erläutern, um ein Vielfaches besser.
Disclaimer: Ich hatte vor einem Jahr schwule Freunde zu Besuch. Ich war selbst gespannt, wie ich reagieren werde, wenn mein 2,5-jähriger Sohn mit ihnen "rumtollen" möchte. Er wollte und ich war erstaunt, wie entspannt ich dies wahrgenommen habe. Denn zu keiner Sekunde hatte ich den gefühlten Eindruck, dass diese Freunde auch nur ansatzweise pädophile Hintergedanken hatten. (Und bei aller Toleranz, auch ich kann mich von Vorurteilen nicht ganz befreien.)
Gleichberechtigung ja, am Ende auch steuerlich - ich sehe schlicht keinen Unterschied zwischen dem verheirateten aber kinderlosen Hetero-Paar und dem verpartnerten Homo-Paar. Wenn, dann Steuervorteile für alle oder für niemanden. Oder nur für jene mit Kindern. (Wenn ein Hetero-Pärchen keine Kinder bekommen kann, ist das sicher tragisch - aber die Idee ist nun mal nicht den Kinderwunsch steuertechnisch zu honorieren sondern die gesellschaftliche Leistung des Großziehen eines Kindes.)
Ich finde es wichtig und gut, wenn sich der neue gleichgeschlechtliche Partner eines natürlichen Elternteils zum Kind seines Lebenspartners bekennt (eine solche Adoption ist ja auch schon erlaubt).
Wenn ein schwules Pärchen ein vollkommen fremdes Kind aus dem Kinderheim adoptiert, so kann ich mich Dietrich anschließen, dass dies mit hoher Wahrscheinlichkeit besser ist, als ein Aufwachsen im Heim. Immerhin werden adoptionswillige Eltern ausführlich geprüft.
Aber, und nun kommt der Punkt, die Wahrnehmung in der Gesellschaft ist halt eine andere. Und da frage ich mich: Muss man wirklich alles überstürzen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Gesellschaft ein wenig Zeit zum Durchatmen bekäme? Wenn in 20 Jahren schwule und lesbische Eltern auf natürlichem Wege gezeigt haben, dass dies keine Gefahr für die Kinder ist, so wäre doch die Akzeptanz deutlich höher.
Dass Russland Auslandsadoptionen an Homosexuelle verbietet, finde ich nicht verwerflich. Grundsätzlich finde ich Auslandsadoptionen eigenartig, aber wenn schon, so muss die Gesellschaft dahinter stehen. Dies wäre hier nicht der Fall.
Absolut!harald63 hat geschrieben:Wenn der implizite Vorwurf in dem Gesetz stimmen würde, dürfte es bei der pausenlosen heterosexuellen Propaganda, der wir ausgesetzt sind, eigentlich keine keine Homosexualität geben.
Moment, wir sprechen ja nicht davon, Kinder aus bestehenden Beziehungen herauszureißen um sie an Schwule zu übergeben! Sondern es geht um die Adoption von Heimkindern, die weder Mutter noch Vater haben. Keinerlei Bezugsperson.Jochen hat geschrieben:Ein Kind braucht Mutter und Vater und nicht Mutter/Mutter oder Vater/Vater. Wie oft sehnen sich Scheidungskinder nach ihren Müttern/Vätern? Alles wird begründet mit: das ist jetzt normal so!
Sicher ist die Kombination aus Mutter und Vater optimal - allein zum Erlernen und Erkennung kultureller Maßstäbe, zwischengeschlechtlicher Interaktionen, etc. Ich kenne aber genug Beispiele, wo auch in der klassischen Familie ein Elternteil keinerlei Vorbild war. Und dann wären zwei vorbildliche gleichgeschlechtliche Eltern, welche ihre Besonderheit dem Kind gut erläutern, um ein Vielfaches besser.
Disclaimer: Ich hatte vor einem Jahr schwule Freunde zu Besuch. Ich war selbst gespannt, wie ich reagieren werde, wenn mein 2,5-jähriger Sohn mit ihnen "rumtollen" möchte. Er wollte und ich war erstaunt, wie entspannt ich dies wahrgenommen habe. Denn zu keiner Sekunde hatte ich den gefühlten Eindruck, dass diese Freunde auch nur ansatzweise pädophile Hintergedanken hatten. (Und bei aller Toleranz, auch ich kann mich von Vorurteilen nicht ganz befreien.)
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Sehr guter Beitrag, Nobert!
Das Thema wird auch in Deutschland noch immer kontrovers diskutiert, deshalb kommen immer wieder Beiträge in den Medien über das Leben der Kinder homosexueller Eltern.
http://www.youtube.com/watch?v=fOyUt31peTE
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39323
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie ... genfamilie
**** Kinder sind für schwul-lesbische Paare nie zufällig. Ihr Nachwuchs ist immer unbedingt gewollt. Das kann von Vorteil sein. ****
Darüberhinaus verdienen Homeosexualle in Deutschland gemäß statistischen Erhebungen überdurchschnittlich. Somit können sie ihren Kindern oft einen höheren Lebensstandard bieten.
Das Thema wird auch in Deutschland noch immer kontrovers diskutiert, deshalb kommen immer wieder Beiträge in den Medien über das Leben der Kinder homosexueller Eltern.
http://www.youtube.com/watch?v=fOyUt31peTE
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39323
http://www.zeit.de/gesellschaft/familie ... genfamilie
**** Kinder sind für schwul-lesbische Paare nie zufällig. Ihr Nachwuchs ist immer unbedingt gewollt. Das kann von Vorteil sein. ****
Darüberhinaus verdienen Homeosexualle in Deutschland gemäß statistischen Erhebungen überdurchschnittlich. Somit können sie ihren Kindern oft einen höheren Lebensstandard bieten.
Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
http://youtu.be/MEV9O_O7EB8
Gay Reporter Kicked Off Kremlin Network After Protesting Anti-Gay Law
http://www.nydailynews.com/news/world/g ... -1.1432889

Gay Reporter Kicked Off Kremlin Network After Protesting Anti-Gay Law
http://www.nydailynews.com/news/world/g ... -1.1432889

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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Naja ..., auch so eine verbreitete Meinung in der Gesellschaft, die mit der Realitaet nicht viel gemein hat.Norbert hat geschrieben:Wenn ein schwules Pärchen ein vollkommen fremdes Kind aus dem Kinderheim adoptiert, [...] dies mit hoher Wahrscheinlichkeit besser ist, als ein Aufwachsen im Heim.
"zum Erlernen und Erkennung kultureller Maßstäbe, zwischengeschlechtlicher Interaktionen, etc." taugt ein Heim natuerlich genau so gut. Als Alternative fuer ein zu Hause ist es ja genau dafuer gedacht. Problemkind wird man ja nicht im-, oder durch das Heim ...
Die Kinder bekommen alles mit auf den Weg und oftmals mehr, als in einer kaputten Familie. Neben dem von dir schon gesagten vor allem auch Zeit(!), Zuhoerer(!) und einen geregelten Lebensablauf!
Spinne diesen Gedanken mal weiter ... du haettest eine Tochter und Freunde (Heteros) waeren bei dir zu Gast und deine Tochter wuerde mit Ihnen "rumtollen" ...Norbert hat geschrieben:Disclaimer: Ich hatte vor einem Jahr schwule Freunde zu Besuch. Ich war selbst gespannt, wie ich reagieren werde, wenn mein 2,5-jähriger Sohn mit ihnen "rumtollen" möchte. Er wollte und ich war erstaunt, wie entspannt ich dies wahrgenommen habe. Denn zu keiner Sekunde hatte ich den gefühlten Eindruck, dass diese Freunde auch nur ansatzweise pädophile Hintergedanken hatten.
Weia!
Was haben Schwule/Lesben bitte mit Paedophilie zu tun?
Aubacke, lass das ja nicht deine Freunde hoeren ...
-ah-
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde
Genau das habe ich mich auch gefragt.Axel Henrich hat geschrieben:Was haben Schwule/Lesben bitte mit Paedophilie zu tun?![]()
