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Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 22 Jan 2013, 07:51
von domizil
ZUR ERINNERUNG

TREFFEN DEUTSCH-SPRACHIGER

in

KALININGRAD - KÖNIGSBERG
Ausrichterstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2018

Nutzen Sie die Möglichkeit zu neuen privaten oder geschäftlichen Kontakten in zwangloser Atmosphäre

am: Mittwoch, den 23.01.2013 ab 19.00 Uhr
im Restaurant Zötler, Leninski-Prospekt 3, Kaliningrad - http://www.zoetler.ru

Das Treffen findet jede Woche statt und ist mit keinerlei Verpflichtungen verbunden.
Für eine direkte Einladung übersenden Sie uns bitte Ihre email-Adresse, die wir auf Ihre Bitte auch wieder aus unserer Datenbank entfernen. Ihre email-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht benutzt zum versenden anderer Informationen oder Werbung.

Ab sofort haben wir ein eigenes Forum für Trefftischteilnehmer und Kaliningrad-Interessierte eingerichtet. Nehmen Sie teil an unserem Leben in der westlichsten Stadt Russlands, der Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018 unter: https://www.xing.com/net/trefftisch

Weiterhin gibt der Trefftisch seit Anfang des Jahres eine eigene kleine Zeitung heraus. Kommen Sie, infomieren Sie sich.

Wir freuen uns auf Sie.

Wolfgang Sauer ( j2000wolfgang(ad)hotmail.com )
Uwe Niemeier ( office(sabaka)kaliningrad-domizil.ru )

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 22 Jan 2013, 21:06
von umergel
Ihrem- Euren Treffen am 23.01. wünsche ich Freude, Spannung, die gute Laune und das aktive Mitmachen aller Beteiligten, bringen Sie sich ein mit Ihren Stärken, Kompetenzen, Kenntnissen und Fähigkeiten, nur gemeinsam ist man eigentlich stark. Das Reden und der lockere Austausch miteinander ist eigentlich Teil des Lebenslangen Lernens, da spielt das Alter keine Rolle. Machen Sie in Kaliningrad Ihren Stammtisch- Ihr Treffen noch bekannter, auch als möglichen Treff von verschiedenen Generationen deutschsprechender Menschen und Familien. Bauen Sie mit Ihrem Treff bei Interesse gerne menschliche Brücken nach Deutschland, gerne auch von Mensch zu Mensch oder Familie zu Familie, das ist nebenbei auch ein Teil des Völkerverständigungsgedankens und der Öffnung der Türen im Haus Europa. Ich und meine Familie ist aus etwas Ferne gerne dabei, möchte das gerne anregen. Ihnen Alles Gute.

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 24 Jan 2013, 08:14
von domizil
23.01. 2013 KALININGRAD - TREFFTISCH DEUTSCH-SPRACHIGER - Nachlese

Wolfgang Sauer, Organisator des Trefftisches Deutschsprachiger in Kaliningrad konnte gestern, gemeinsam mit Uwe Niemeier zehn Teilnehmer des traditionell jede Woche stattfindenden Trefftisches Deutschsprachiger im Restaurant "Zötler" begrüßen. Wie schon gewohnt, traf das Restaurant unsere Gäste mit großer Aufmerksamkeit und einer Überraschung: Verkostung eines neuen Menüs im Restaurant: "Königsberger Klopse". Und es waren wirklich, nach Meinung aller, Königsberger Klopse, so wie sie in Oma´s Kochbuch stehen. Also ab sofort und nur dort die "Echten Königsberger Klopse". Wer mehr über dieses Restaurant und das neue Gericht wissen will: Schalten Sie am 27.01.2013 um 10:25 Uhr Kaliningrader Zeit den Sender "NTW" ein.
Ansonsten hatten wir wieder viele Gespräche "über Gott und die Welt", es wurde viel gelacht, wir fühlten uns alle wieder rundum wohl.
Kommen Sie zu uns, auch ohne Einladung. Wir sind eine unkomplizierte gesellige Runde. Wer regelmäßig informiert werden möchte kann sich hier bei XING https://www.xing.com/net/trefftisch oder direkt bei den Organisatoren anmelden. Name, Vorname, email - mehr brauchen wir nicht.
Also bis demnächst, jedoch bis spätestens nächste Woche in unserem königlichen Kaliningrad.
Wolfgang Sauer
Uwe Niemeier

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 24 Jan 2013, 10:27
von umergel
Das ist doch was, richtige Königsberger Klopse mundeten den Treff- Stammtischgästen in KK (Königsberg- Kaliningrad), es ist Wahrheit, es gibt wirklich diese Königsberger Klopse und das in allen Gesellschaftsordnungen. Warum betone ich das, es gibt ja Wiener Würstchen, Frankfurter Würstchen, aber in den Orten selber dort haben die andere Namen oder es gibt sie nicht. Viele andere Produkte haben andere Namen, u.a. auch Pfannkuchen, der heisst auch Berliner, oder Bouletten, Klopse, Frikadellen, anders immer der Region oder Muindart angepasst, a b e r nicht bitte bei Königsberger Klopsen. Somit verbanden und verbinden Königsberger Klopse Menschen ganz unterschiedlicher politischer Richtungen durch Namen und Produkt doch kulinarisch ungewollt miteinander. Der Name Königsberg hat da nie zur Diskussion gestanden, ob nun Kaliningrad angeblich geschlossen- gesperrt oder eben in Wirklichkeit doch zumindest ein Stück offen war. Das finde ich einfach Spitze, herrlich, darauf können und sollten die Menschen dort, alsi Ihr dort heute besonders stolz sein, macht das Beste daraus.
Wohlfühlen beim Treff, Reden, Lachen miteinander, sich austauschen, das hält gesund, verlängert das Leben, ja, Lachen ist genauso wichtig selbst in trüben Zeiten wie Sport, das entspannt und entkrampft. Das geht mir hier bei der schwierigen Arbeit und den Rahmenbedingungen auch so, man muss sich Zeit nehmen, mal zu lachen und das für einige Minuten immer mal. Ob nun mehr oder weniger Leute kommen zum Treff, dran bleiben ist wichtig, das Wollen miteinander im Gespräch und Kontakt zu bleiben, menschliche- familiäre Kontakte zu wollen, zu haben oder zu bekommen. Man bekommt leider heute oft eher Kontakte, wenn es um Geschäft oder Geld geht, also ökonomisch- wirtschaftliche Interessen da sind, aber einfache Kontakte zwischen Menschen und Familien sind immer schwerer zu bekommen, schade eigentlich.

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 25 Jan 2013, 10:05
von GastroService
umergel hat geschrieben:Das ist doch was, richtige Königsberger Klopse ....
Hallo Umengel,
Du schreibst "Königsberger Klopse seien überall Königsberger Klopse", das ist so, ja. Doch werden überall wo, Königsberger Klopse draufsteht auch das Orginalrezept verwendet?!? Ich denke nicht, denn wer weiss denn schon was ORGINAL ist, das ist wie beim "Leipziger Allerlei", (Leipziger Allerlei ist ein Gemüsegericht, das auch als Beilage serviert wird. Es besteht aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln (ursprünglich Lorcheln). Häufig werden Grüne Bohnen, Blumenkohl oder Kohlrabi hinzugefügt. Zum klassischen Leipziger Allerlei gehören auch Flusskrebse, Krebsbutter und Semmelklößchen. http://de.wikipedia.org/wiki/Leipziger_Allerlei
Königsberger Klopse.Sie werden aus Hackfleisch vom Kalb oder von Rind und Schwein mit gehacktem Salzhering oder Sardellen, Zwiebeln, eingeweichtem Weißbrot, Ei und Gewürzen zubereitet. Die zu Bällchen geformte Masse wird in Salzwasser (eventuell mit Essig oder Weißwein) mit Zwiebeln, Pfefferkörnern, Piment und Lorbeer gegart, die gesiebte Kochbrühe anschließend mit etwas heller Mehlschwitze, Sahne und Eigelb gebunden und mit Zitronensaft und Kapern ergänzt. Als Beilage werden Salzkartoffeln oder Reis gereicht, zusätzlich ist eingelegte Rote Bete üblich.
Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts in Deutschland haben Königsberger Klopse mit 93 Prozent den größten Bekanntheitsgrad unter den regionalen Gerichten.
http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsberger_Klopse
Ganz nebenbei, man darf nicht Kartoffeln mit Öpfeln vergleichen, wenn auch in manchen Gegenden Kartoffeln (Erd-) Aepfel genannt werden :lol:
"Buletten" "Fleischplanzerln" oder Fleischkuechlein, ist eine allgemeine Broduktbezeichnung ohne eine naehere Bezeichnung bezuglich der Eigenart. Wenn man "Buletten oder Frikadellen a la´Mayer" bekommt, so ist der Name mit einer bestimmten Herstellung und Zusammenstellung verbunden. Der Zusatz "a la´Mayer" besagt, dass ein Spiegelei auf der Bulette (Frikadelle) ist. Die geschützten Namen von Speisen kann man nachlesen, zu Beispiel im "Hering", nein nicht dem Fisch, sondern Herings Lexikon der Küche, es gehört zu den Standardwerken der Kochliteratur.
Guten Appetit bei Königsberger Klopsen, Leipziger Allerlei oder Gaisburger Marsch, aber auch mit Schnitzel Cordon bleu :roll:

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 26 Jan 2013, 19:14
von umergel
Mir ging es nicht um den Geschmack und das, was vielleicht bei Königsberger Klopsen drin ist oder nicht, das ist mir schon bekannt, dass man nicht immer genau das vorfindet, was dahinter steht. Mir ging es um den Namen Königsberger Klopse im Zeichen von Gesellschaftsordnungen und Systemen, selbst om Ost- West Konflikt und Theaterspiel oft, es gab hier und da der Trennlinie in beiden Gesellschaftssystemen den kulinarischen Begriff Königsberger Klopse, der wurde nicht verändert oder namenlos irgendwie gekocht. Zumindest versteckten sich auch nicht gute Köche hier und da hinter diesen weltbekannten Namen. Guten Appetit natürlich besonders mit den richtigen Königsberger Klopsen in diesem Fall.

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 29 Jan 2013, 09:04
von domizil
ZUR ERINNERUNG

TREFFEN DEUTSCH-SPRACHIGER

in

KALININGRAD - KÖNIGSBERG
Ausrichterstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2018

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am: Mittwoch, den 30.01.2013 ab 19.00 Uhr
im Restaurant Zötler, Leninski-Prospekt 3, Kaliningrad - http://www.zoetler.ru

Das Treffen findet jede Woche statt und ist mit keinerlei Verpflichtungen verbunden.
Für eine direkte Einladung übersenden Sie uns bitte Ihre email-Adresse, die wir auf Ihre Bitte auch wieder aus unserer Datenbank entfernen. Ihre email-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht benutzt zum versenden anderer Informationen oder Werbung.

Ab sofort haben wir ein eigenes Forum für Trefftischteilnehmer und Kaliningrad-Interessierte eingerichtet. Nehmen Sie teil an unserem Leben in der westlichsten Stadt Russlands, der Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018 unter: https://www.xing.com/net/trefftisch

Weiterhin gibt der Trefftisch seit Anfang des Jahres eine eigene kleine Zeitung heraus. Kommen Sie, infomieren Sie sich.

Wir freuen uns auf Sie.

Wolfgang Sauer ( j2000wolfgang(ad)hotmail.com )
Uwe Niemeier ( office(sabaka)kaliningrad-domizil.ru )

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 29 Jan 2013, 16:12
von umergel
Viele Grüße an die Teilnehmer des Trefftisches am 30.01., möge alles gut klappen.

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 30 Jan 2013, 05:18
von Daten-Salat
umergel hat geschrieben:... im Westen die Vertriebenen- Rufe, "wir wollen heim nach......., "
... nur pure Heuchelei ...
..., denn diese Leute haben ja im Westen zumindest oft gute Abfindungen für den "Heimatverlust" bekommen.


In diesem Thema wurde ein paar Mal von Legendenbildung gesprochen. Diese "guten Abfindungen" sind auch solch eine unausrottbare Legende!

Die korrekte amtliche Bezeichnung ist "Lastenausgleich" und funktionierte ab 1952 in den westlichen Besatzungszonen so, dass alle mehr oder weniger schadlos Gebliebenen (z.B. wessen Haus nicht bombardiert worden war) eine Abgabe in Höhe der Hälfte ihres Vermögens in einen staatlichen Fonds zahlen mussten. Schlimmstenfalls mussten sie dafür einen Bankkredit aufnehmen oder einen Vermögenswert verkaufen. Aus diesem Topf bekamen diejenigen, die viel oder alles verloren hatten (nicht nur Heimatvertriebene, sondern auch westliche Bombenopfer) Geldmittel, um die gröbste Not zu lindern. Der Staat selbst hat zwar die Bürokratie organisiert, aber selbst wenig in diesen Topf eingezahlt. Es ist eher eine erzwungene Bürgersolidarität gewesen, um die Lasten des Krieges halbwegs gleichmäßig auf die Bevölkerungsgruppen zu verteilen.

Sowohl die Einzahlungen als auch die Auszahlungen erfolgten nicht einmalig, sondern die Prozedur zog sich ungefähr 30 Jahre hin. Die Vermögenden wurden durch die Ratenzahlungen geschont, und die Anspruchsteller konnten sich von den Jahresbeträgen außer ein paar Möbelkäufen kein Vermögen bilden.

Die Lastenausgleichszahlungen waren nicht als Abfindung für das zerstörte oder unzugängliche Eigentum gedacht (so wie eine Versicherung für ein Unfallauto zahlt), sondern als Entschädigung für die entgangene Fruchtziehung (z.B. entgangene Mieteinnahmen). Mein Großvater hatte in Breslau (Schlesien) eine zentrumsnahe Villa mit 28 privaten und beruflichen Zimmern auf einem großen Grundstück. Aus dem Lastenausgleich hat er ca. 30.000,- DM verteilt auf 20 Jahre erhalten.
Dies als "gute Abfindung" zu bezeichnen ist recht unrealistisch (zurückhaltend formuliert).

Ich habe die Vertriebenen- und Flüchtlingsthematik ab den 1950er Jahren hautnah miterlebt. Der Wunsch, in die alte Heimat zurückzukehren, war in dieser Zeit überhaupt keine "pure Heuchelei". Diese Leute lebten quasi auf reisefertig gepackten Koffern, außér wenn sie in ortsansässige Familien einheiraten konnten. Was sollte sie auch in Westdeutschland halten? Sie wurden von den Einheimischen, denen es ja auch nicht gut ging, als 'Polacken' geschmäht und geschnitten, fanden schwierig Arbeit und Lebensunterhalt. Da viele Wohnungen und Betriebe zerstört waren, hauste die Mehrheit der ca. 14 Millionen Betroffenen in Baracken, Nissenhütten, ehemaligen Bunkern, Scheunen und als Zwangseinweisungen in einzelnen Zimmern und Dachböden der Einheimischen. Die Alliierten haben die Vertriebenen absichtlich übers ganze Land verstreut, um örtliche oder religiöse Zusammenballungen und davon ausgehende 'revolutionäre Auseinandersetzungen' im Keim zu ersticken. Aus heutiger Sicht 'zum Glück' haben wir deshalb keine Verhältnisse wie in Palästina.

Meines Erachtens ist der Rückkehrwille erst in der Zeit von ca. 1956 bis 1966 weitgehend erloschen.

Notabene gilt das Lastenausgleichsgesetz immer noch und regelt nun Ansprüche der Bewohner der sowjetischen Besatzungszone.

Beste Grüße:
Armin

PS:
Königsberger Marzipan nicht zu vergessen!

Re: KALININGRAD - Treffen Deutschsprachiger

Verfasst: 30 Jan 2013, 07:46
von umergel
Egal, wie man es nennt, die Vertriebenen in den damaligen Westzonen hatten es durch die genannten Regelungen weitaus besser als die in der Ostzone, später DDR, erst nach der Einheit hatten einige noch lebende Flüchtlinge Möglichkeiten zur Antragstellung. Leider durfte in der DDR nicht einmal darüber so offen gesprochen werden.