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Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 08 Nov 2009, 21:05
von Schwabe
Nein, sie ist Russin, spricht sehr gutes Deutsch, und studiert als Undergrad in Russland (-->Hausarbeiten im Fach Deutsch für Russen). Und wie gesagt ihr Lohn ist unterdurchschnittlich. Sie überlegt sich jetzt noch einen zweiten Job dazuzunehmen. Ich sehe es genauso wie Du. Korruption ist eine Plage, die man, wenn einmal etabliert, kaum wegbekommt. Ich denke auch, bei besseren Gehältern würden "normale" Leute weniger Grund für Korruption sehen und diese praktizieren.

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 09 Nov 2009, 00:43
von Axel Henrich
Schwabe hat geschrieben:Ich denke auch, bei besseren Gehältern würden "normale" Leute weniger Grund für Korruption sehen und diese praktizieren.
Es gibt genuegend Beispiele die dagegen sprechen...

-ah-

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 09 Nov 2009, 00:51
von Uwe
Die Korruption in D spielt sich auf anderen Ebenen mit anderen Summen ab.

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 09 Nov 2009, 03:11
von Nikolaus
Eben. Das Maedel foerdert zwar mit seiner Arbeit einen Schwindel, aber das ist doch keine Korruption...

Viel "perfekter" und eintraeglicher machen wir es z.B. in Deutschland, natuerlich auch keine Korruption :) :
"Das Team der Acad Write Group bietet Studentinnen, Studenten und Akademikern seit vielen Jahren individuelle Lösungen für eine akademische Karriere.
Mit mehr als 250 wissenschaftlichen Mitarbeitern - viele davon promoviert und habilitiert - setzte ACAD WRITE in den Geschäftsjahren 2006/2007 rund 1.000 000,- Euro um und konnte ca. 1.500 Kunden bei ihrer akademischen Karriere helfen."

Hausarbeiten - Diplomarbeiten - Dissertationen :)

Aber, wie schon gesagt, auch das sind Kleinigkeiten...

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 09 Nov 2009, 03:53
von Xottabych
Nikolaus hat geschrieben:Das Maedel foerdert zwar mit seiner Arbeit einen Schwindel, aber das ist doch keine Korruption...
Im juristischen Sinne fällt so etwas vielleicht nicht unter Korruption, aber wenn eine Schwindelkultur nicht verdorben sein soll - dann weiß ich nicht was sonst. Und ist das nicht die eigentliche Bedeutung dieses Wortes?

Na ja, Begrifflichkeiten eben. Auch egal.

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 09 Nov 2009, 13:38
von Nikolaus
Selbstverstaendlich ist Schwindel zu verurteilen, aber doch nicht in erster Linie kleine russische Studenten, die versuchen, so ihr geringes Einkommen etwas aufzubessern. Wir Deutschen haetten vielleicht das einfach zum "Nachhilfeunterricht" deklariert, um den Schein zu wahren... Aber auch, wenn dann die "Schuelerin" selbst schreibt, es ist doch nicht die eigene Leistung...
Wenn wir solche Erscheinungen bekaempfen wollen, dann doch vorrangig ihre wachsende Kommerzialisierung (wie durch solche Firmen s.o.).

Und natuerlich echte Korruption und echten Missbrauch von Aemtern und Funktionen...

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 18 Nov 2009, 13:38
von Schwabe

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 18 Nov 2009, 15:11
von Dietrich
Nikolaus hat geschrieben:Viel "perfekter" und eintraeglicher machen wir es z.B. in Deutschland, natuerlich auch keine Korruption :) :
Das ist keine Korruption, sondern schlicht und einfach Betrug. Korruption ist es, wenn der "Entscheider" selbst Profit aus der Sache schlägt, wenn er also seine Stellung ausnutzt.
In diesem Fall ist es aber eindeutig Betrug, da man zumindest bei Diplomarbeiten mit Unterschrift bestätigt, dass man die Sachen selber erstellt hat.

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 18 Nov 2009, 23:22
von Nikolaus
Gewiss. :)

(Korruption s. z.B. Wikipedia)

Re: Akademiker und Universitäten

Verfasst: 25 Nov 2009, 01:19
von Schwabe
Eins interessiert mich aber dennoch:

Auch im Kalten Krieg gab es wissenschaftliche Kooperationsprojekte zwischen Russland und dem Westen - das ist unbestritten. Aber wie sah es dann praktisch aus? Gab es "wissenschaftliche Meinungsfreiheit" für westliche Wissenschaftler auf Konferenzen z.B.? Wurden die Wissenschaftler bespitzelt (sowohl in Russland als auch in ihrem Heimatland)?

Hintergrund: Letzte Woche habe ich einen alten wissenschaftlichen Bericht (auf Englisch) gelesen, der eine "internationale" Konferenz in Novosibirsk im Jahre 1982 kurz zusammenfasst.

Ich weiß, die Fragen sind etwas speziell, aber ich kann mir davon noch nicht ganz ein Bild machen. Ich bin selbst noch zu jung, um die damaligen Ost-West-Beziehungen als Erwachsener miterlebt zu haben und mir davon ein objektives Urteil zu bilden.

Bin gespannt auf Eure Meinungen. :D

Schwabe.