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Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 30 Apr 2016, 22:37
von bella_b33
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Mittlerweile sind die Banken nicht mehr so schnell dabei, unerwünschte Buchungen zurückzubuchen und sie fangen jetzt an nach Gründen zu fragen, angeblich zwischen Kunde und dem Händler zu vermitteln.
Ja, das war bei mir(lass es 2009 oder 2010 gewesen sein) schon so. Da sagte die Bank, daß die zuerst den Händler anschreiben und wenn Der sich nicht meldet oder keine vernünftige Erklärung kommt, das Geld dann umgehend zurückgebucht wird.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 01 Mai 2016, 10:20
von Admix
Das Zurückbuchen (unter Vorbehalt) ging bei mir nach einem schriftlich eingereichten Antrag recht fix.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 01 Mai 2016, 12:34
von bella_b33
in der Hinsicht mag ich russische Kreditkarten, da bekomm ich direkt ne SMS bei jeder Kontobewegung.....ich schau normalerweise nicht alle Nase lang ins Onlinebanking.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 02 Mai 2016, 01:09
von saransk
zimdriver hat geschrieben:... Sind die beiden Opfer der russischen Post, der aus der Eishölle und der TO mit dem Blutrausch, nur Ausnahmen? Ich kann es eigentlich nicht glauben. Ein Besuch in meinem zuständigen Postamt in Moskau erinnert mich immer an meine Kindheit, wo das Spannendste im Postamt die neuen Sondermarken waren. Den Geruch des Schalter -Raums vergesse ich nie, die feuchten Stempelkissen auf den Stehpults für zu Klebendes.
Die eingenähten Sendungen bei der Почта passen in dieses Bild, ebenso die handschriftlichen oder gestempelten Vermerke, wann ein Umschlag aus dem Ausland Russland erreichte.
In Russland ist es halt noch eine richtige Behördenpost. Fühle mich auch immer um mindestens zwanzig Jahre zurückversetzt. Überall gab es damals diese kleinen Poststellen, wo im Hinterzimmer auch die Briefträger mit Bier und Zigaretten saßen (in Westdeutschland in den achtzigern noch so gewesen), und am Monatsersten gab es immer viel zu tun, nicht nur wegen der Sondermarken, sondern auch wegen der Rentenzahlungen etc.
Momentan scheint aber gar nichts mehr zu gehen. Nachbar wollte zwei Briefe verschicken. Einen nach Kasachstan und einen in die Region Jekatarinenburg. Wurde am Schalter abgewiesen, weil momentan keine Briefe in diese Länder mehr angenommen würden. Bei Paketen nur noch unter Vorbehalt.
Grund soll die russische Post sein.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 02 Mai 2016, 21:26
von Magdeburg-Moskva
saransk hat geschrieben:
In Russland ist es halt noch eine richtige Behördenpost. Fühle mich auch immer um mindestens zwanzig Jahre zurückversetzt. Überall gab es damals diese kleinen Poststellen, wo im Hinterzimmer auch die Briefträger mit Bier und Zigaretten saßen (in Westdeutschland in den achtzigern noch so gewesen), und am Monatsersten gab es immer viel zu tun, nicht nur wegen der Sondermarken, sondern auch wegen der Rentenzahlungen etc.
Und bisweilen war da mehr Service. Und wer nur Briefmarken wollte, dem wurde kein Handyvertrag oder Sparkonto an die Backe gelabert.
saransk hat geschrieben:Momentan scheint aber gar nichts mehr zu gehen. Nachbar wollte zwei Briefe verschicken. Einen nach Kasachstan und einen in die Region Jekatarinenburg. Wurde am Schalter abgewiesen, weil momentan keine Briefe in diese Länder mehr angenommen würden. Bei Paketen nur noch unter Vorbehalt.
Grund soll die russische Post sein.
Ähm, aus Deutschland? Weiß man da nähere Umstände. Ich weiß auch nicht vom Bearbeitungsstau beim Import, wie er Anfang 2013 (oder 2012) aktuell war.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 02 Mai 2016, 22:27
von saransk
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Und bisweilen war da mehr Service. Und wer nur Briefmarken wollte, dem wurde kein Handyvertrag oder Sparkonto an die Backe gelabert.
Die armen Schweine leben doch teilweise von der Provision. das was die Post bezahlt, wenn diese keine Beamte sind, ist doch hart an der unteren Grenze. Kapitalismus in (fast) Reinform.
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:
Ähm, aus Deutschland? Weiß man da nähere Umstände.
Es soll angeblich Probleme im Verteilzentrum in Moskau geben. War ja heute selbst noch auf der Post, weil ich meiner Frau noch etwas nachschicken wollte. Die Mitarbeiterin meinte nur, sie hätten eine Anweisung erhalten, nichts mehr für Russland oder andere GUS-Staaten anzunehmen, hat mir auch ein Schreiben gezeigt, lesen durfte ich es aber nicht, da es intern wäre.
Habe dann einen Freund angerufen, der auch am Schalter arbeitet (aber bei der Postbank). Dieser hat mir auch bestätigt, das es da etwas gebe. Er meinte, bereits eingelieferte Briefe würden erst einmal gelagert.
Aber genaues weiß ich immer noch nicht.
Ergänzung von heute: Besagter Freund teilte mir heute mit, dass dies von der russischen Post ausgehe, da diese im Rahmen einer Umstrukturierung die entsprechende Kontaktstelle für Auslandpost in Moskau geschlossen hat

, und somit keine Übergabemöglichkeit dort mehr bestehen würde.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob dies absichtlich geschah, oder jemand ohne Kompetenz mal Natschalnik spielen wollte.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 03 Mai 2016, 19:25
von Magdeburg-Moskva
Das Gebaren der deutschen Post ist nicht nachvollziehbar. Die russische Post hat tatsächlich Ende März einige IMPC - International mail processing centers umstrukturiert. Vieles geschlossen, vieles mit neuen Funktionen am selben Ort wieder eröffnet. Es wurden Struktureinheiten an einem Ort zusammengefügt, laut IMPC-Liste des Weltpostvereins. Also, Blödsinn, was DHL/Post erzählt.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 03 Mai 2016, 22:34
von Magdeburg-Moskva
saransk hat geschrieben:Ergänzung von heute: Besagter Freund teilte mir heute mit, dass dies von der russischen Post ausgehe, da diese im Rahmen einer Umstrukturierung die entsprechende Kontaktstelle für Auslandpost in Moskau geschlossen hat

, und somit keine Übergabemöglichkeit dort mehr bestehen würde.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob dies absichtlich geschah, oder jemand ohne Kompetenz mal Natschalnik spielen wollte.
Die Russische Post hat sich in den letzten Jahren merklich gebessert. Schicke Website. Filialen renoviert. Vor allem wurden mehr automatisierte Verteilzentren eröffnet.
Die russische Post hat einige alte IMPC geschlossen und gleich wiedereröffnet, z. B. VKO 1 - Paket und VKO 2 - Brief udn Päckchen geschlossen und VKO alles daraus gemacht.
Sicherlich ist der Postverkehr zw. Deutschland und Russland dank Krise gesunken, jedoch ist das kein Grund IMPC ersatzlos wegfallen zu lassen.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 03 Mai 2016, 22:53
von saransk
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:Die Russische Post hat sich in den letzten Jahren merklich gebessert. Schicke Website. Filialen renoviert.
Hab ich auch schon gemerkt. Baulich tut sich einiges.
Magdeburg-Moskva hat geschrieben: Also, Blödsinn, was DHL/Post erzählt.
Fakt ist aber, das keine Sendungen angenommen werden, bzw der Kunde darauf hingewiesen wird, das kein Postverkehr stattfindet. Die Gründe interessieren wohl nur die wenigsten welche am Schalter stehen, und nichts einliefern können. Und auch wenn von Seiten der russischen Post umorganisiert wird, und alles bereitsteht bringt es nichts, wenn die Systeme nicht kompatibel sind, die Zusammenarbeit verweigert oder aus sonstigen Gründen eingeschränkt wird.
Das selbst die Begründung oder Verhaltensanweisung für die eigenen Mitarbeiter nicht der Wahrheit entsprechen muss oder nicht alles kommuniziert wird (werden kann) und der Öffentlichkeit dann eine dritte Version präsentiert wird ist doch mittlerweile überall auf der Welt gang und gäbe.
Re: Die liebe Post,oder: Wie vermeidet man einen Blutrausch?
Verfasst: 04 Mai 2016, 00:39
von Magdeburg-Moskva
saransk hat geschrieben:
Das selbst die Begründung oder Verhaltensanweisung für die eigenen Mitarbeiter nicht der Wahrheit entsprechen muss oder nicht alles kommuniziert wird (werden kann) und der Öffentlichkeit dann eine dritte Version präsentiert wird ist doch mittlerweile überall auf der Welt gang und gäbe.
Wie wahr, wie wahr. Wie beschämend, wie beschämend.