Seite 3 von 10

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 08:30
von m1009
Ich will nicht 5h lang Auto fahren müssen, wenn ich nen neuen Kühlschrank kaufen will.
Alternative: Wohnort waehlen, wo kein Kuehlschrak benoetigt wird.

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 08:32
von m1009
Du wirst dich umgucken:
Hat er schon. Im Nachbarforum. Da beraten "echte" Spezialisten.

Also, hab ein bisschen Nachsicht.... :D

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 10:21
von Alfred
bella_b33 hat geschrieben:Herzlich Willkommen! Wohnortempfehlungen kann ich nicht aussprechen...Städte: da fände ich Novorossiysk oder Petrozavodsk irgendwie schön....Kazan war auch nett.
Liegt alles in Europa, was ich vorerst mal ausgeschlossen habe. Ich denke, ich werde in Sibirien schon was Passendes finden.
bella_b33 hat geschrieben:Ich mag Dorf, aber ne Stadt sollte schon in der Nähe sein. So richtig Arsch der Welt 4ever ist nicht mein Ding. Ich will nicht 5h lang Auto fahren müssen, wenn ich nen neuen Kühlschrank kaufen will.
So geht es mir auch. Ich bin ein Grossstadtkind, mir geht aber dieses einfallslose, kalte Glas+Stahl+Beton ziemlich auf den Zeiger. Deshalb wohne ich in Dtl. auch auf dem Dorf (eigentlich eine Kleinstadt, aber fuer einen Grossstaedter ist das eher ein Dorf). Da kann man dann einen Teil der Lebensmittel auch frisch vom Bauern holen bzw. er bringt es sogar vorbei.
Insofern will ich auch nicht direkt in einer grossen Stadt wohnen, aber so nah dran, dass man die Infrastruktur nutzen kann. So im 50km-Umkreis.
Polizeiliches FZ bringt man sich doch gleich aus DE mit, wenn man auswandert und fertig
Soweit ich das verstanden habe, sind da maechtig Zoll faellig.
Das duerfte den Wert meiner Moehre weit uebersteigen.
Ich dachte eher daran, vor Ort einen fahrtuechtigen Niva zu kaufen. Reisen werde ich sowieso eher mit Bahn und Flugzeug.
Ich mag das Autofahren nicht mehr so. Zug ist viel bequemer.
Alfred hat geschrieben: Hintergrund: Ich persoenlich gehe davon aus, dass es einen weiteren grossen Krieg geben wird. Und dann waere ich gern ausserhalb von Europa.
Wenn an dem Krieg Russland und Deutschland beteiligt sind, wirst du als Deutscher aus Russland sowieso deportiert oder interniert werden. Außerden könnte China in dem Fall die Situation nutzen und ein Stück Sibirien abbeißen wollen. Darüber hinaus sind alle großen sibirischen Städte wichtig für die Rüstungs- und Waffenindustrie und Rohstoffversorgung, blieben also kaum verschont.
Das wird man dann sehen, wie sich das entwickelt. Evtl. bin ich ja auch durch meine Ausbildung und Erfahrung interessant.
Und ggf. koennte ich noch nach UA, was ja wieder Europa ist, dort habe ich eine Aufenthaltsrecht auf Lebenszeit. Ich gehe allerdings davon aus, dass die dann schon aufgeteilt ist oder ganz zu Russland gehoert. Und wer weiss, was dann ist.
Am Ende koennte es dann tatsaechlich wieder Dtl. sein, meinen Wohnsitz werde ich ja nicht aufgeben, es muss nur noch was uebrig sein zum Wohnen ...
Alfred hat geschrieben: Da wuerde mich interessieren, was die Gruende waren, die fuer Tomsk sprachen.
Gemütliche Studentenstadt (jeder 7. Einwohner ist Student) mit historischem Stadtkern und vielen Universitäten (ich bin Wissenschaftler), schön gelegen am Steilufer des Tom. Aber nebenan ist die geschlossene Stadt Sewersk (mal bei Wikipedia eingeben), wo man im Falle eines Konfliktes nicht wohnen möchte. Solche geschlossenen/geheimen Satellitenstädte, wo wichtige und saugefährliche Sachen produziert werden, allerdings viele sibirische Städte.
Interessant. Wertvolle Informationen, die man hier bekommt. Das muesste ich mir sonst erst aufwaendig anlesen.
Alfred hat geschrieben: Nein, habe ich nicht. Und da ich meinen dt. Pass behalten werde, wird es auf eine Aufenthaltsgenehmigung hinauslaufen, die man regelmaessig verlaengern muss. Was mit einem festen Wohnsitz in Russland kein Problem sein sollte.
Du wirst dich umgucken: dazu braucht es ein Examen über Sprache, Geschichte und Recht, verschiedene medizinische Untersuchungen (HIV, TBC, Drogenabhängigkeit, Psychologe, Geschlechtskrankheiten). Die Bearbeitungsdauer des Antrages ist minimum 6 Monate, während es Visa i.d.R. nur für 3 Monate gibt. Mit Aufenthaltsgenehmigung wirst du dann auch den russischen Führerschein machen müssen, der deutsche ist dann nicht mehr gültig.
Das soll wohl nicht ganz so schlimm sein. Sprache komme ich schon durch. Den Test zur Geschichte habe ich mir mal angeschaut, da sehe ich keinen Stich, aber da muss man dann mal lernen. Ich denke, so ist das auch gedacht, dass man jedes Aussengelaender dazu zwingt, sich wenigstens 1x grundsaetzlich mit der Geschichte Russlands zu beschaeftigen.
Und als Visum kann man sich ja ein Business-Visum besorgen, so dass man lange genug da bleiben kann. Das wuerde ich dann sowieso erst in 2019 angehen. Dieses Jahr fahren wir erstmal mit einem ganz normalen Touri-Visum.
m1009 hat geschrieben:
Du wirst dich umgucken:
Hat er schon. Im Nachbarforum. Da beraten "echte" Spezialisten.
Also, hab ein bisschen Nachsicht.... :D
Ich nehme an, Du willst andeuten, dass da Ekschpertn unterwegs sind.
Dort ist es wesentlich ruhiger als hier und einige Wenige bekriegen sich da auch sofort, wenn man mal nicht einer Meinung ist.
Zum anderen ist mir auch die Anmeldeadresse des Chefs da ein wenig suspekt ...

Gruss Alfred

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 11:16
von m5bere2
Alfred hat geschrieben:Das soll wohl nicht ganz so schlimm sein.
In der Theorie ist es nicht schlimm. Die Praxis hängst stark von lokalen Gegebenheiten ab. Nicht wenige verzweifeln an der Praxis und geben auf, wenn sie dann, wie in Nowosibirsk, erstmal morgens 8:00 die Schlange aus 200 Leuten vorm HIV-Zentrum oder Migrationszentrum sehen, wo man sich kaum drehen und wenden kann vor lauter Migranten und wo die Mitarbeiter entsprechend gereizt sein können. Wo dann, wie in Moskau, nach vier Stunden Schlange und zwei Stunden Prüfung die Sachbearbeiter deine Dokumente und Formulare nicht annehmen, weil ein Zeilenumbruch ihnen irgendwo nicht gefällt oder ein Stempel nicht gut genug lesbar ist.

Wie gesagt, das ist regional verschieden. Im Großen und Ganzen bin ich da in Nowosibirsk mittlerweile recht zufrieden, da hat sich in Nowosibirsk die letzten zwei drei Jahre viel getan und es geht bei den Migrationsbehörden recht human zu. Nur das Migrationszentrum vermeide ich...
Und als Visum kann man sich ja ein Business-Visum besorgen, so dass man lange genug da bleiben kann.
Auch ein Mehrjahres-Businessvisum erlaubt es dir nur, 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in Russland zu sein. Mit Business-Visum kannst du also nicht die Entscheidung über die Aufenthaltsgenehmigung in Russland abwarten und musst trotzdem ausreisen.

Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 12:52
von Tonicek
Alfred hat geschrieben:
Polizeiliches FZ bringt man sich doch gleich aus DE mit, wenn man auswandert und fertig
Soweit ich das verstanden habe, sind da maechtig Zoll faellig. Das duerfte den Wert meiner Moehre weit uebersteigen.
Ich dachte eher daran, vor Ort einen fahrtuechtigen Niva zu kaufen. Reisen werde ich sowieso eher mit Bahn und Flugzeug.
Alfred, mit "Polizeiliches FZ" ist ein Führungszeugnis gemeint - hat mit KFZ, z.B. einem Lada Niva nur sehr wenig, eigentlich sogar, gar nix zu tun.

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 12:57
von Ramenia
m5bere2 hat geschrieben: Mit Aufenthaltsgenehmigung wirst du dann auch den russischen Führerschein machen müssen, der deutsche ist dann nicht mehr gültig.
Moin dann wird das hier seeeehr unterschiedlich gehandhabt. Ich naemlich hier in Khimki bei ner Fahrschule gewesen , eine grosse und serioese und so , grosse Augen und keine Ahnung ))))

Nachdem wir dann Auto gekauft und angemeldet und ich mit in der Versicherung eingetragen bin , ich dann hin zur Fuehrerscheinstelle und gefragt wegen umschreiben , neumachen und wie man das alles benennen moechte.

Klare Antwort von denen , brauch ich NICHT , mein deutscher Fuehrerschein ist weiter gueltig , und auch mit VID brauch ich keinen Russischen machen.... Sie empfehlen aber immer eine beglaubigte Uebersetzung dabei zu haben. Mein Internationaler ist schon lange abgelaufen. Und die letzten zwei Jahre bin ich mit dt. Fueherschein und Uebersetzung nie auf nennenswerte Probleme gestossen.

Sylvio

Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 13:00
von Tonicek
bella_b33 hat geschrieben: ...Ich überlege gerade....durch Zweitpass(welcher ja nur 5 Jahre gültig sein darf, laut der Botschaft, in DE war ers nicht...)o
Silvio, hab' gestern Mail bekommen von meinem Einw.-Meldeamt in DE, mein Zweitpaß ist fertig, ABER: Zweitpässe sind nur 6 Jahre gültig, im Gegensatz zum "normalen" Erstpaß, der 10 Jahre Gültigkeit hat.
Reise eigentlich immer mit zwei Pässen, kann man unterwegs ein wenig jonglieren damit, wenn einer voll wird, oder wie meiner zu viele Stempel von Israel hat, die zwangsläufig Probleme mit arab. Ländern verursachen.

@ Alfred, hast Du terminliche Vorstellungen über den Beginn des nächsten Krieges? Nur mal wegen der Planung der nächsten Monate ...?

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 13:14
von Alfred
Tonicek hat geschrieben:
Alfred hat geschrieben:
Polizeiliches FZ bringt man sich doch gleich aus DE mit, wenn man auswandert und fertig
Soweit ich das verstanden habe, sind da maechtig Zoll faellig. Das duerfte den Wert meiner Moehre weit uebersteigen.
Ich dachte eher daran, vor Ort einen fahrtuechtigen Niva zu kaufen. Reisen werde ich sowieso eher mit Bahn und Flugzeug.
Alfred, mit "Polizeiliches FZ" ist ein Führungszeugnis gemeint - hat mit KFZ, z.B. einem Lada Niva nur sehr wenig, eigentlich sogar, gar nix zu tun.
Ja, das habe ich schon verstanden. Da ist irgendwas beim Zitieren schief gegangen.

Gruss Alfred

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 13:16
von m5bere2
Ramenia hat geschrieben:Moin dann wird das hier seeeehr unterschiedlich gehandhabt.
Gesetzlich gibt es keine Grundlage dafür, deinen deutscher Führerschein zu akzeptieren, wenn du einen Vid hast. Kann sein, dass man regional trotzdem damit durch kommt. Riskant ist es aber auf jeden Fall. Sie können dir dafür völlig rechtmäßig eine Strafe reinwürgen und dich nach zwei Strafen völlig rechtmäßig aus dem Land schmeißen.

Derzeit ist es sogar so, dass es zum Umschreiben des Führerscheines nicht reicht, nochmal eine Theorieprüfung zu machen. Verlangt wird Theorie- und Praxisprüfung (und noch die ganzen Psychotests). Nur das Nehmen von Fahrstunden wird einem also erspart.

Re: Alfred stellt ich vor

Verfasst: 31 Jan 2018, 13:18
von Alfred
m5bere2 hat geschrieben:
Und als Visum kann man sich ja ein Business-Visum besorgen, so dass man lange genug da bleiben kann.
Auch ein Mehrjahres-Businessvisum erlaubt es dir nur, 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in Russland zu sein. Mit Business-Visum kannst du also nicht die Entscheidung über die Aufenthaltsgenehmigung in Russland abwarten und musst trotzdem ausreisen.
90 Tage sollten wohl reichen. Soweit ich das gelesen habe, dauert das Procedere wohl normalerweise 5-6 Wochen.

Gruss Alfred