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Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 14:16
von Wladimir30
Leute, lasst das nicht ausarten in eine Diskussion, die aus dem Hörensagen und "ich hqb mal irgendwann irgendwo irgendwas gehört", vermengt mit Beleidungen ausarten, sonst wird das gleich gesperrt!

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 15:04
von Norbert
Kolot hat geschrieben: 17 Sep 2024, 13:48 Es wurden Zahlen von 50 Mrd. € genannt, die die gesamte Migratioskrise jährlich kostet. Darin sind nicht nur die 410 € Asylantengeld beinhaltet, sondern vieles mehr, wie:

- Anmieten von Immobilien incl. ganzer Hotels
- Integrations- und Deutschkurse
- medizin. Betreuung [ "meine" Krankenkasse hat jetzt den Beitrag wieder mal erhöht !!!]
- Bürgergeldzahlungen [ 50 % der 4 Mio. Bürgergeldempfänger sind Migranten !!! ]
- enormer Aufwand an Sicherheitsleistungen = private Sicherheitsunternehmen florieren durch Job-Konjunktur für die Flüchtlings-
unterkünfte . . .

und, und, und . . .

[...]

Aber natürlich ist mir vollkommen klar, daß Leute, die der links-grün versifften Fraktion angehören, diese Zahlen bestreiten oder wenigstens noch schön reden wollen.
Also ich gehöre dieser angeblich versifften Fraktion durchaus an, und ich bezweifle diese Zahlen auch nicht. Sie machen auch mir Sorgen. Und ja, vor allem macht mir Sorgen, dass dies zu wenig thematisiert wird. Da gebe ich Dir völlig Recht. Vor allem brauchen wir endlich ein Verständnis, dass der Topf eben keinen Deckel hat, wenn wir weiter verfahren wie bisher. Und das mag lange vernünftig funktioniert haben, nun funktioniert es noch irgendwie, aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann es eben ganz sicher nicht mehr funktioniert. Weil der Nachschub an Flüchtlingen ist noch lange garantiert. Warum das von vielen gutmütigen Menschen, welche nur "die armen Flüchtlinge" sehen, die sich "ihre Situation bestimmt nicht herausgesucht haben", nicht gesehen werden will, ist mir auch als links sozialisiertem Menschen unklar. Ein soziales System funktioniert nur so lange, wie mehr einzahlen als profitieren.

Dennoch ein paar Gegenargumente, die ich nicht zwingend teile:
* Im Freundeskreis hörte ich letztens die steile These, dass die volkswirtschaftlichen Verluste durch Steuerhinterziehung ein Vielfaches wären. (Mich würden entsprechende Statistiken interessieren.)
* Das o.g. Geld für die "Nebenkosten" ist nicht weg. Der Wachschutz zahlt Steuern, die Mitarbeiter konsumieren. Das Geld rotiert dadurch nur schneller und trägt ebenso zum Wohlstand der Gesellschaft bei.

Auch ich bitte aber zwingend darum, auf Begriffe wie "versifft" abseits der Selbstkritik zu verzichten.

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 15:33
von Okonjima
Was mir extrem auffällt ist das Thema Toleranz und Umgang miteinander. In einem Land das das Thema Toleranz quasi jeden Tag als "Monstranz"
vor sich her trägt ist genau diese Toleranz im Alltag sogut wie nicht vorhanden. Und da rede ich jetzt nicht von Medien und Politik, von dieser
Seite ist ja schon aus Gründen der Machterhaltung bzw. der Sicherung der Position im System keine Tolerierung einer anderen Meinung zu erwarten.
Was ich meine ist der Umgang der normalen Bevölkerung untereinander. Hier wurde es in den letzten Jahren geschafft ein gewisses Angstpotential
zu erzeugen wenn es um das Thema Politik geht. Also ein Großteil der Bevölkerung sagt sich "bevor ich irgendwo anecke, rede ich lieber übers Wetter"
...also so in etwa. Irgendwie hört auch keiner mehr richtig zu, es kommt schon gar kein Gespräch mehr zustande.Wenn ich mich erinnere, speziell
in der Wendezeit wurden Gespräche unter Menschen geführt die eigentlich völlig verschiedene Interessen hatten, aber jeder hat dem anderen mit
Interesse zugehört. Das ist irgendwie völlig weg. Heute merkt man richtig wie förmlich der innere Schalter aus geht, wenn ein Thema nicht
interessant ist oder eben eine von der eigenen Meinung abweichende das Gesprächsthema ist.
Nun ist natürlich klar das dies eine völlig andere Zeit war...ohne Handy und Internet. Trotzdem...ich find das sehr schade.
Und das macht die Kluft natürlich immer größer.
Ich hab es ja schon ein paarmal geschrieben,ich bin 54 und war noch nie in meinem Leben wählen. Anfangs war es Zufall, mittlerweile aus innerer
Überzeugung. Deutschland war einmal ein Land in dem man ohne politische Bekenntnis zu irgendeiner Partei ganz gut leben konnte. Man wurde
kaum bevormundet noch wurde versucht den Bürger politisch zu erziehen. So habe ich zumindestens die 90er und frühen 2000er Jahre in Erinnerung.
Das fand ich gut, Politik sollte kein alltagsbeherrschendes Thema sein. Wenn das so ist, dann funktioniert eine Gesellschaft. Politik sollte nur
die Rahmenbedingungen für einen angenehmen Alltag schaffen...Punkt aus.
Heute habe ich das Gefühl, da ich mich pausenlos zu irgendetwas bekennen soll, was ich nicht will. Zumindestens nehme ich das so war.
Und ich glaube so geht es vielen im Osten.
Wenn man aber immer nur mit der Nazikeule in Bezug auf die AfD kommt, dann verkauft man erstens die Wähler für dumm und fördert dadurch
erst recht die Position des Widerstands. Das ist simple Psychologie...mit Verboten ezieht man keine bockigen Kinder!!
Aber gut...was will man erwarten, Bildung ist gerade ein sehr rares Gut in der deutschen Politik! :lol:

Zum Schluß noch etwas "Populismus" von mir...das Grundübel aktuell in Deutschland sind zuerst die hohen Energiekosten.
Die deutsche Wirtschaft würde mit russischem Gas anders dastehen, das ist meine feste Überzeugung.
Wer hat nochmal Nordstream "beseitigt"? Und wieviel Geld fließt nach "Neupolen" für Waffen und Demokratie? [schaf]

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 15:46
von keksonline
Okonjima hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:33 Zum Schluß noch etwas "Populismus" von mir...das Grundübel aktuell in Deutschland sind zuerst die hohen Energiekosten.
Die deutsche Wirtschaft würde mit russischem Gas anders dastehen, das ist meine feste Überzeugung.
Im Vergleich zu was oder zu wann? Die Preise für Benzin, Gas und Strom liegen derzeit wieder auf dem Niveau des Jahres 2021.

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 15:59
von Okonjima
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:46
Okonjima hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:33 Zum Schluß noch etwas "Populismus" von mir...das Grundübel aktuell in Deutschland sind zuerst die hohen Energiekosten.
Die deutsche Wirtschaft würde mit russischem Gas anders dastehen, das ist meine feste Überzeugung.
Im Vergleich zu was oder zu wann? Die Preise für Benzin, Gas und Strom liegen derzeit wieder auf dem Niveau des Jahres 2021.
Super...das heisst wir löschen die letzten 2-3 Jahre einfach und betrachten sie als nicht mehr vorhanden?

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 16:05
von Bluewolf
Kolot hat geschrieben: 17 Sep 2024, 13:48 Aber natürlich ist mir vollkommen klar, daß Leute, die der links-grün versifften Fraktion angehören, diese Zahlen bestreiten oder wenigstens noch schön reden wollen.
Tjaa.
Statt dessen die Sozialleistungen für illegal eingereiste "Flüchtlinge" um die Hälfte kürzen.
Hättest Du deine Zahlen bereits eingangs mit der Liste erklärt, hätte ich genauso wie Norbert zugestimmt. Aber "Sozialleistungen" ist so ein geiles Schlagwort, gelle?

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 16:12
von Bluewolf
Okonjima hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:59
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:46
Okonjima hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:33 Zum Schluß noch etwas "Populismus" von mir...das Grundübel aktuell in Deutschland sind zuerst die hohen Energiekosten.
Die deutsche Wirtschaft würde mit russischem Gas anders dastehen, das ist meine feste Überzeugung.
Im Vergleich zu was oder zu wann? Die Preise für Benzin, Gas und Strom liegen derzeit wieder auf dem Niveau des Jahres 2021.
Super...das heisst wir löschen die letzten 2-3 Jahre einfach und betrachten sie als nicht mehr vorhanden?
Natürlich nicht, aber das zahlt ja auch auf die von dir angesprochene Thematik ein.
Es gab alleine in meiner Lebensspanne so viele Krisen, und komischerweise ging es vielen Menschen danach meist besser. Ölkrise, Waldsterben, Weltuntergang ;) Ist doch jetzt das Gleiche. Der Unterschied ist, dass die jetzigen Krisen ziemlich kompakt auftreten und viele Menschen eben nicht resilient sind.

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 17:55
von keksonline
Um den Bezug zu Russland wiederherzustellen, möchte ich meine Gedanken und Beobachtungen zu einigen Punkten teilen, die im Wahlkampf oft thematisiert wurden. Ich finde, es lohnt sich immer, einen Vergleich mit anderen Ländern anzustellen und zu sehen, wie dort mit diesen Themen umgegangen wird.

Digitalisierung:
In Russland gibt es mit Gosuslugi ein Portal, das ich mir in Deutschland in ähnlicher Form wünschen würde. Viele Behördengänge lassen sich dadurch vermeiden oder zumindest verkürzen. Zusammen mit den MFCs empfinde ich im Vergleich zu Deutschland einen deutlichen Komfortgewinn. Dies mag bei speziellen Fällen anders aussehen, aber es ließen sich sicherlich einige Verwaltungsausgaben durch ein ähnliches System einsparen. Generell habe ich das Gefühl, dass man in Russland technischen Entwicklungen gegenüber offener ist. Ein weiteres gutes Beispiel ist YandexGo. In Deutschland wird immer wieder über die Deregulierung des Taximarktes gestritten, jedoch konnte sich die Taxilobby bislang immer durchsetzen. Die Beförderungspflicht spielt dabei mit Sicherheit eine Rolle, aber auch für abgelegene Regionen wird sich eine Lösung finden lassen.

Zahlungssysteme:
Kartenzahlung wird mittlerweile fast überall akzeptiert und sogar bevorzugt. Ich habe sogar Situationen erlebt, in denen Barzahlung aufgrund fehlenden Wechselgeldes nicht möglich war. Umsatzbuchungen und Überweisungen erfolgen in Echtzeit, und die Apps der Banken sind überwiegend nutzerfreundlich. Die Mitarbeiter arbeiten sehr serviceorientiert. Das ist ein großer Unterschied zu Deutschland mit seinem nationalen Girocard-System. Warum halten in Deutschland so viele am Bargeld fest?

Elektromobilität:
Die Zahl der in Russland zugelassenen E-Autos ist zwar relativ niedrig, dennoch steigen die Zulassungszahlen (https://economy.gov.ru/material/news/ko ... na_27.html). Es gibt auch Förderprogramme. Ich war selbst erstaunt, als ich mitten in einer Kleinstadt in Tatarstan (einem Zentrum der Ölproduktion) eine Schnellladestation entdeckt habe. Selbst in einem Land, in dem das Öl sprichwörtlich aus dem Boden sprudelt, scheint es also einen wachsenden Markt für Elektromobilität zu geben. Dies hängt vermutlich auch mit den Preisverhältnissen zusammen: Zwar ist Sprit in Russland günstiger als in Deutschland, aber Strom ist noch deutlich günstiger. Dieses Preisverhältnis würde ich mir auch in Deutschland wünschen. Die jüngste Krise von Volkswagen lässt sich zum Teil darauf zurückführen, dass man auf dem absatzstärksten Markt (China) keine konkurrenzfähigen E-Autos anbieten kann. Teilweise wurden Entwicklungen verschlafen und auf das falsche Pferd gesetzt. Nicht (nur) die Politik ist schuld an den wirtschaftlichen Problemen. Übrigens gehört auch das Brennstoffzellenauto zur Elektromobilität :D

Wohnungsbau, Heizung und Sanierung:
In vielen russischen Städten schießen Hochhäuser aus dem Boden. Historisch bedingt steht man dieser Form des Wohnens hier offener gegenüber. Im Gegensatz zu Deutschland sind die russischen Dörfer allerdings überwiegend rückständig. Ich denke, auch in Deutschland werden wir uns damit abfinden müssen, dass günstiger Wohnraum nur im Rahmen von großen Mehrfamilienhäusern geschaffen werden kann. Die Art, wie wir wohnen, wird sich in den nächsten Jahren stark verändern müssen. Diesen Trend beobachtet man eigentlich in allen wachsenden Volkswirtschaften. In russischen Städten ist Fernwärme weit verbreitet, und ich beobachte zudem immer häufiger, dass Eigentümer in die Dämmung ihrer Wohnungen investieren. Manchmal sieht das gewöhnungsbedürftig aus, wenn nur einige wenige Wohnungen eines mehrstöckigen Gebäudes saniert werden. Ich glaube kaum, dass dies allein aus Klimaschutzgründen geschieht – vermutlich spielen Komfort und Kosteneinsparungen eine größere Rolle. Auch an Klimaanlagen werden wir uns in Deutschland gewöhnen müssen. Hoffentlich führt dies nicht zu denselben Auswüchsen wie in Russland, wo die Schläuche oft auf dem kürzesten Weg verlegt werden.

Migration:
Auch in Russland gibt es legale und illegale Migration, die mal mehr, mal weniger erfolgreich bekämpft wird. Dabei darf man nicht übersehen, dass Migranten in einigen Bereichen (z. B. Baugewerbe) zu enorm niedrigen Löhnen arbeiten und so zum Wirtschaftswachstum beitragen. Generell habe ich das Gefühl, dass es in Deutschland einen gewissen Protektionismus gegenüber Arbeitern ohne Ausbildungsabschluss gibt, was dazu beiträgt, die Preise für Handwerksleistungen hoch zu halten. Zum Teil tragen auch lange Verfahrenszeiten dazu bei, dass Menschen nicht auf den Arbeitsmarkt kommen. Russland leidet inzwischen ebenfalls unter einem Fachkräftemangel, der durch die Abwanderung der letzten zwei Jahre und den steigenden Bedarf an Soldaten verstärkt wird. Aus diesem Grund steigen derzeit die Löhne. Ich kenne einige Fälle, in denen Personen nach Russland zurückgekehrt sind. Finanzielle Überlegungen haben bei dieser Entscheidung sicher eine Rolle gespielt. Allerdings wird dies wohl nicht ausreichen, um den Arbeitskräftemangel zu beheben. Ich bin gespannt, wie man diesen Problemen begegnen möchte.

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 17 Sep 2024, 21:23
von Wladimir30
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 17:55 Digitalisierung:
In Russland gibt es mit Gosuslugi ein Portal, das ich mir in Deutschland in ähnlicher Form wünschen würde. Viele Behördengänge lassen sich dadurch vermeiden oder zumindest verkürzen. Zusammen mit den MFCs empfinde ich im Vergleich zu Deutschland einen deutlichen Komfortgewinn.
Absolut richtig, und es gibt da noch mehr Beispiele. Der Austausch mit dem Finanzamt zum Beispiel hat sich stark vereinfacht. Mischustin leistet hier sehr viel, er ist die treibende Kraft dahinter, er kennt sich hier wirklich gut aus und hat den Nutzen dieser Entwicklung für die Wirtschaft deutlich erkannt.
Zahlungssysteme:
Kartenzahlung wird mittlerweile fast überall akzeptiert und sogar bevorzugt. Ich habe sogar Situationen erlebt, in denen Barzahlung aufgrund fehlenden Wechselgeldes nicht möglich war. Umsatzbuchungen und Überweisungen erfolgen in Echtzeit, und die Apps der Banken sind überwiegend nutzerfreundlich.
Auch hier richtig! Bargeldlose Zahlungen sind die Regel, ob im Geschäft, im Bus oder sonstwo. Die Apps sind in der Tat meist übersichtlich und einfach zu handhaben.
Wohnungsbau, Heizung und Sanierung:
Im Gegensatz zu Deutschland sind die russischen Dörfer allerdings überwiegend rückständig.
Hier wird einiges getan. Seitdem wir selber im Dorf wohnen und mit unserem Allradfahrfahrzeug auch entlegene Gegenden erkunden, sind wir erstaunt, was hier vorangeht. Immer mehr Dörfer sind gasifiziert, auch in kleinen Dörfer wird Glasfaser verlegt für ein schnelles Internet, auch in entlegenen Dörfern! Die Struktur der Bevölkerung in den Dörfern ändert sich, es ziehen immer mehr Leute aus dem Mittelstand in die Dörfer, es ist nicht mehr ein Hort der alten Omas und Opas, die dort vor sich hin darben. Die Straßen werden immer häufiger auf kommunale Kosten renoviert, es wird immer angenehmer im Dorf zu wohnen. Damit meine ich ausdrücklich richtige Dörfer, in der Pampa, nicht an eine Stadt direkt angebunden.
In russischen Städten ist Fernwärme weit verbreitet,
Nun, ob das ein Vorteil ist, möchte ich mal dahin gestellt sein lassen.
...Immer häufiger, dass Eigentümer in die Dämmung ihrer Wohnungen investieren.
Eine Kostenfrage, aber als Tatsache bleibt es sicherlich als Pluspunkt zu verzeichnen.
Migration:
Auch in Russland gibt es legale und illegale Migration, die mal mehr, mal weniger erfolgreich bekämpft wird. Dabei darf man nicht übersehen, dass Migranten in einigen Bereichen (z. B. Baugewerbe) zu enorm niedrigen Löhnen arbeiten und so zum Wirtschaftswachstum beitragen.

Diese Migration gibt es seit langem, eigentlich seit dem Zerfall der Sowjetunion. Allerdings nimmt sie in letzter Zeit überhand und führt zu Exzessen, die nicht mehr schön sind. Hier gibt es regional starke Unterschiede, und wollen wir mal hoffen, dass es sich wieder einpendelt.
Generell habe ich das Gefühl, dass es in Deutschland einen gewissen Protektionismus gegenüber Arbeitern ohne Ausbildungsabschluss gibt, was dazu beiträgt, die Preise für Handwerksleistungen hoch zu halten.
Sicherlich, wobei die Qualität der Arbeiten in Deutschland ja auch in der Tat eindeutig höher ist. Aber hier liegt sicherlich ein Mentalitätsunterschied vor. Es ist aber auch eine Kostenfrage, die russischen Handwerker sind doch deutlich billiger zu haben als in Deutschland.
Ich bin gespannt, wie man diesen Problemen begegnen möchte.
Tja, das sind wir alle.

Re: Wahlen in Brandenburg

Verfasst: 18 Sep 2024, 07:31
von bella_b33
Moin,
Wladimir30 hat geschrieben: 17 Sep 2024, 21:23 Bargeldlose Zahlungen sind die Regel
Klammer da aber den Süden ein wenig aus. Ich bin auch seit 2 Jahren nur noch mit so nem Kartenhalter-Dingen unterwegs. Novorossiysk, Anapa und Konsorten gehen da noch halbwegs. Wenn Du in den Stavropolskiy Krai nach Kislovodsk, Jelesnovodsk usw. kommst, wirds mit Plaste-Geld ganz schwer.
Wladimir30 hat geschrieben: 17 Sep 2024, 21:23 Immer mehr Dörfer sind gasifiziert, auch in kleinen Dörfer wird Glasfaser verlegt für ein schnelles Internet, auch in entlegenen Dörfern!
Das fand ich in Mordowien vom ersten Moment an beeindruckend. Ich bin seit Mitte der 2000er dort, wenn Du durch die Dörfer gefahren bist, hast Du eigentlich keinen Ort, wo es keine gelben Leitungen gibt und ja, der Glasfaserausbau in Russland generell ist unglaublich voran gegangen. Im Frühjahr 2013 standen sie bei uns auf dem Dorf vor der Tür und ich bekam meine Glasfaserleitung welche 120Mbit Up- und Download macht.
Die neue Wohnung im Süden: Samstag Anruf, Sonntag morgen kommt der freundliche Beeline-Techniker und legt Dir die Glasfaser....100Mbit gibt es gar nicht mehr bei Beeline, 200, 500 und glaube sogar 700 kannst wählen.
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 17:55 In russischen Städten ist Fernwärme weit verbreitet, und ich beobachte zudem immer häufiger, dass Eigentümer in die Dämmung ihrer Wohnungen investieren. Manchmal sieht das gewöhnungsbedürftig aus, wenn nur einige wenige Wohnungen eines mehrstöckigen Gebäudes saniert werden.
Ehm ja, das liegt daran, weil es sonst nicht warm wird in der Hütte. Kostentechnisch gibt es meist keinerlei Vorteile. Wärmezähler gibt es fast nirgendwo, Du zahlst nach m² Deine Pauschale. Wir hatten selber bis vor kurzen nen 2015 errichteten Neubau in Saransk, mit Heizkörpern und Stellventilen usw.. Da kannst die Heizung aufdrehen wie Du willst, es reicht im Winter kaum für 20°C.

In unserer anderen Wohnung(Altbau, Stadzentrum) war es komplett das Gegenteil, da war die Heizung teils jenseits der 80°C und man hatte 28°C in der Wohnung. Zum Glück hatte ich die neu verbauten Heizkörper mit Hähnen versehen und konnte so ein wenig einregeln.
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 17:55 Es gibt auch Förderprogramme
Hau raus, ich bin ganz Ohr. Das einzige was ich kenne, daß Moskauer und Petersburger wohl keine Steuern auf Elektroautos zahlen müssen. Ansonsten würd ich fürs Stadtleben nämlich auch gern mit nem E-Mobil liebäugeln(im Moment fahren wir in der Stadt nen Hybrid).
keksonline hat geschrieben: 17 Sep 2024, 17:55 Hoffentlich führt dies nicht zu denselben Auswüchsen wie in Russland, wo die Schläuche oft auf dem kürzesten Weg verlegt werden.
Okay, an einigen Altbauten sind die tatsächlich sehr interessant verlegt. An einigen Neubauten ist das aus der Ferne aber zB kaum wahrnehmbar, da die Klimageräte in so kleinen Nischen sitzen, welche optisch ein wenig abgeschottet sind. Ich hab mittlerweile an Haus und Wohnung knapp 10 Klimageräte verbauen lassen und keine ist so verbaut, daß ich die Hände überm Kopf zusammenschlagen würde.