Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora
Verfasst: 05 Sep 2025, 03:39
Ich füge mal meinen Erfahrungsbericht ein, ist vielleicht für andere Reisende interessant.
Ich habe in der Nacht vom 25. auf den 26. August die estnisch-russische Grenze in Luhamaa/Schumilkino überquert, per Reisebus von Riga aus.
Die estnischen Zöllner haben bei allen Buspassagieren das Gepäck kontrolliert, d.h. durch den Scanner gejagt und manche Koffer/Taschen mußten geöffnet werden. Ich hatte eine Kamera, ein professionelles Objektiv, einen Laptop dabei - aber das war okay, sie haben sich nur die Kamera zeigen lassen und gesehen, daß sie nicht neu war. Was ihnen nicht gefallen hat, war, daß ich eine externe Festplatte hatte. Beim nächsten Mal ginge das nicht (auch sie ist nicht neu, sondern mit meinen persönlichen Daten gefüllt). Eine Flasche Wein war ok (Geschenke im Wert von bis zu 300 Euro sind möglich, sagte man mir). Sie haben nach Euro gefragt, ich hatte noch ein paar Münzen, die nicht beanstandet wurden.
Auf der russischen Seite wurden 15 Passagiere, darunter auch ich, ca. zweieinhalb Stunden aufgehalten. Es waren wohl fast alle Ausländer und Doppelstaatler. Wir wurden nicht verhört, aber mussten einen Antrag ausfüllen (ich hätte auf die entsprechende Frage vielleicht nicht sagen sollen, daß ich Russisch spreche. lese und schreibe, denn ein Mann aus Singapur, der nur Englisch sprach, wurde so durchgelassen). In den Antrag musste man z.B. den Zweck der Reise, die Adresse am Zielort, die Identifikationsnummer des Mobiltelefons eintragen. Unsere Pässe verschwanden in einem Hinterzimmer (vermutlich zum Ablgeich mit einer Datenbank). Schließlich wurden alle nacheinander aufgerufen, mußten den Antrag abgegeben (den niemand auch nur anschaute), bekamen den Paß zurück und durften einreisen. Die Zollkontrolle war harmlos, Scanner und die Frage, was man an Bargeld dabei habe.
Insgesamt dauerte der Grenzübertritt 4,5 Stunden.
Ich bin sonst immer über Narva gereist, aber wegen der ewig langen Schlangen dort habe ich diesen anderen Weg gewählt, obwohl ich immer wieder von den Verhören auf russischer Seite in Schumilkino und Kunitschina Gora gehört habe.
Auf dem Rückweg habe ich meine Standartroute über Ivangorod/Narva genommen und beide Grenzen innerhalb von 30 Minuten überquert (in Russland gab es etwas Wartezeit, weil der Bus voll war und entsprechend viele Leute gleichzeitig ankamen).
Grundsätzlich kann ich mich nicht beschweren, sowohl die estnischen als auch die russischen Grenzbeamten und Zöllner haben sich mir gegenüber immer korrekt verhalten. Ein FSB-Verhör mit Telefonkontrolle hatte ich nur ein einziges Mal im Mai 2022 bei der Einreise über Moskau Scheremetjevo.
Ich habe in der Nacht vom 25. auf den 26. August die estnisch-russische Grenze in Luhamaa/Schumilkino überquert, per Reisebus von Riga aus.
Die estnischen Zöllner haben bei allen Buspassagieren das Gepäck kontrolliert, d.h. durch den Scanner gejagt und manche Koffer/Taschen mußten geöffnet werden. Ich hatte eine Kamera, ein professionelles Objektiv, einen Laptop dabei - aber das war okay, sie haben sich nur die Kamera zeigen lassen und gesehen, daß sie nicht neu war. Was ihnen nicht gefallen hat, war, daß ich eine externe Festplatte hatte. Beim nächsten Mal ginge das nicht (auch sie ist nicht neu, sondern mit meinen persönlichen Daten gefüllt). Eine Flasche Wein war ok (Geschenke im Wert von bis zu 300 Euro sind möglich, sagte man mir). Sie haben nach Euro gefragt, ich hatte noch ein paar Münzen, die nicht beanstandet wurden.
Auf der russischen Seite wurden 15 Passagiere, darunter auch ich, ca. zweieinhalb Stunden aufgehalten. Es waren wohl fast alle Ausländer und Doppelstaatler. Wir wurden nicht verhört, aber mussten einen Antrag ausfüllen (ich hätte auf die entsprechende Frage vielleicht nicht sagen sollen, daß ich Russisch spreche. lese und schreibe, denn ein Mann aus Singapur, der nur Englisch sprach, wurde so durchgelassen). In den Antrag musste man z.B. den Zweck der Reise, die Adresse am Zielort, die Identifikationsnummer des Mobiltelefons eintragen. Unsere Pässe verschwanden in einem Hinterzimmer (vermutlich zum Ablgeich mit einer Datenbank). Schließlich wurden alle nacheinander aufgerufen, mußten den Antrag abgegeben (den niemand auch nur anschaute), bekamen den Paß zurück und durften einreisen. Die Zollkontrolle war harmlos, Scanner und die Frage, was man an Bargeld dabei habe.
Insgesamt dauerte der Grenzübertritt 4,5 Stunden.
Ich bin sonst immer über Narva gereist, aber wegen der ewig langen Schlangen dort habe ich diesen anderen Weg gewählt, obwohl ich immer wieder von den Verhören auf russischer Seite in Schumilkino und Kunitschina Gora gehört habe.
Auf dem Rückweg habe ich meine Standartroute über Ivangorod/Narva genommen und beide Grenzen innerhalb von 30 Minuten überquert (in Russland gab es etwas Wartezeit, weil der Bus voll war und entsprechend viele Leute gleichzeitig ankamen).
Grundsätzlich kann ich mich nicht beschweren, sowohl die estnischen als auch die russischen Grenzbeamten und Zöllner haben sich mir gegenüber immer korrekt verhalten. Ein FSB-Verhör mit Telefonkontrolle hatte ich nur ein einziges Mal im Mai 2022 bei der Einreise über Moskau Scheremetjevo.