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Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 10:46
von Alex KA
Und meine zweite Frage: Wie kann ich den Flugschreiber nach London geben, wenn ich eine unabhängge Untersuchung erwarte? Die haben doch kene eigene Politik, da hätte ich's glei nach Washington geben können. Hätte der nicht nach Malaysia gehört, immerhin war es deren Flugzeug?
Das waren vermutlich Malaysische Eigentümer selbst die Flugschreibern nach England schichten.. Möglicherweise man hatte Sie ausdrücklich darum gebieten..
Und wie oft gesagt wird - diese Fluggesellschaft steckt finanziell im Schwierigkeiten, also Druckmittel gibt genug um die zu dazu bringen etwas zu tun was die nicht wirklich wollen..
Fazit- man darf mit solchen Fluggesellschaften nicht fliegen, sonst kann man Opfer von amerikanische Politik werden..

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 12:21
von weltenbummler
Der Punkt ist doch folgender:

Der Flugzeugabsturz wurde von der Ukraine als Vorwand genommen, erneut massivst militärisch gegen die Separatisten (und gleichzeitig die dort lebende Zivilbevölkerung) vorzugehen.

Des weiteren wurde er als Vorwand genommen, um die Sanktionen gegen Russland deutlich auszuweiten, und die Ukraine bei Ihrer aggressiven Politik gegen die Separatisten und Russland zu unterstützen.

Hierdurch haben sich die Beziehungen zu Russland noch einmal sehr deutlich verschlechtert.

Ich bin kein Experte für Flugsicherheit. Aber normalerweise sollte es sich doch bei dem Flugschreiber um eine Art Kassettenrekorder handeln, der die Gespräche und Geräusche im Cockpit aufzeichnet. Man drückt auf "Play" und hört, was in den letzten Minuten vor dem Absturz in der Kabine geschen ist.

Man hört die Anweisungen der Lotsen,
Man hört, ob die Piloten ein Kampfflugzeug wahrgenommen haben,
Man hört die Einschüsse durch ein Bordgeschütz
Man hört ob es vor dem Absturz andere Probleme gab, das Flugzeug also aus technischen Gründen abstürzte.
Man hört ob das Flugzeug ohne Vorwarnung plötzlich explodiert ist (das würde dann für eine Bodenluftrakete sprechen)

So eine Analyse dauert, meiner Meinung nach, 10 Minuten. Wenn in so einer politischen Situation die Ergebnisse Wochenlang zurückgehalten werden, spricht das in meinen Augen für eine Manipulation. Und dafür ist nicht die russische Regierung verantwortlich, sondern die Regierung, die im Besitz des Flugschreibers ist.

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 14:14
von Axel Henrich
Sachse007 hat geschrieben:Wie kann ich den Flugschreiber nach London geben, wenn ich eine unabhängge Untersuchung erwarte?
Naja es waren mehrheitlich Hollaender, so dass UA die Leitung der Untersuchung den Niederlaendern uebergeben hat, die wiederum die Englaender um Hilfe gebeten haben die Daten der Flugschreiber zu sichern. Die Daten selber sind im Prinzip schnell gesichert und die Untersuchung wird von der ICAO uebernommen, einer UNO Organisation, in der neben den anderen Betroffenen natürlich auch UA und Ru Mitglied sind. Laut Regeln der ICAO sollte innerhalb eines Monats der vorläufige Abschlussbericht veröffentlicht werden. Unfall war am 17.7. ..., AFAIR am 22.7. über geben, am 24.7. waren vermutlich die Daten gesichert, Übergabe an ICAO ..., man ist mit Anfang September doch halbwegs im Plan, zumal die Frist hier verlängert wurde, weil der Zugang zur Unglücksstelle verweht war.
Also sollte schon alles im gruenen Bereich sein ... Irgend Jemandem muss man doch trauen!

-ah-

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 15:12
von Axel Henrich
weltenbummler hat geschrieben:So eine Analyse dauert, meiner Meinung nach, 10 Minuten. Wenn in so einer politischen Situation die Ergebnisse Wochenlang zurückgehalten werden [...]
;)
Fuer die Unfalluntersuchung werden ja nicht nur die Flugschreiber herangezogen, es geht ja weiter mit den Daten der Flugsicherung, Auswertung und Zuordnung von Satelliten- und Radaraufnahmen durch Spezialisten, von denen auch welche das Wrack und die Absturzstelle unter die Lupe nehmen. Das dauert schon ne Weile, alleine dann nochmal für den Bericht himself, der ja in einer verständlichen Form ausformuliert sein möchte.
Btw wie aus dem Umfeld der Untersuchungskommission kuerzlich zu hören war, habe die Untersuchung der Flugschreiber keinen wesentlichen Erkenntnisgewinn gebracht.
Ein Stimmrecorder z.B wird wohl beim Einschlag einer Rakete bis dato nix auffälliges aufzeichnen und danach wird in der Hoehe und dem ploetzlichen Druckabfall Niemand mehr in der Lage sein sich zu artikulieren ...

-ah-

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 17:31
von Sachse007
Also sollte schon alles im gruenen Bereich sein ... Irgend Jemandem muss man doch trauen!

Ich glaube, diese Zeiten sind vorbei...

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 30 Aug 2014, 19:06
von Dietrich
weltenbummler hat geschrieben:So eine Analyse dauert, meiner Meinung nach, 10 Minuten. Wenn in so einer politischen Situation die Ergebnisse Wochenlang zurückgehalten werden, spricht das in meinen Augen für eine Manipulation. Und dafür ist nicht die russische Regierung verantwortlich, sondern die Regierung, die im Besitz des Flugschreibers ist.
Wenn man die Daten manipulieren würde, dann würde das auch nur 1-2 Tage dauern.
An einer derartigen Untersuchung sind mehrere Länder und ein ganzer Haufen Experten beteiligt.

Schau dir zum Beispiel das Unglück mit dem Superjet 100 in Indonesien an. Unglück geschah am 10.05. Der Flugschreiber wurde am 30.05. gefunden.
Der Abschlussbericht wurde im Dezember veröffentlicht! Mehr als ein halbes Jahr später.

Das in so einem brisanten Fall wie dem von MH17 peinlichst darauf geachtet wird, dass so wenig wie möglich vorher an die Öffentlichkeit dringt und das der abschließende Bericht dann auch wirklich "wasserdicht" ist, das leuchtet doch jedem einigermaßen technisch interessierten Menschen ein.

...unabhängig, welche Ergebnisse dann am Ende dabei rauskommen. Wobei auch hier nochmal darauf hingewiesen werden muss, dass die Untersuchung nur herausfinden soll, WAS mit dem Flugzeug passiert ist und nicht DURCH WEN.

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 31 Aug 2014, 21:33
von weltenbummler
Dietrich hat geschrieben:...unabhängig, welche Ergebnisse dann am Ende dabei rauskommen. Wobei auch hier nochmal darauf hingewiesen werden muss, dass die Untersuchung nur herausfinden soll, WAS mit dem Flugzeug passiert ist und nicht DURCH WEN.
Wenn das Flugzeug nicht durch eine Flugabwehrrakete abgeschossen wurde, sondern durch ein Bordgeschütz grenzt das den Kreis der Verdächtigen schon sehr ein.

Wenn das Flugzeug durch einen technischen Defekt abgestürzt ist, gab es keinen Grund für eine Verschärfung der Sanktionen.

In beiden Fällen müssten die europäischen und amerikanischen Politiker, die behauptet haben, die Seperatisten bzw. die Russen hätten das Flugzeug abgeschossen, erklären, warum sie ohne Beweise Sanktionen gegen Russland eingeführt haben, und die politische Situation damit eskaliert haben.

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 31 Aug 2014, 21:36
von weltenbummler
Es ist auch eine Manipulation, wenn man Informationen so lange zurückhält, bis politisch Fakten geschaffen wurden. (z.B. ein Konflikt eskaliert)

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 31 Aug 2014, 22:08
von Dietrich
weltenbummler hat geschrieben:Es ist auch eine Manipulation, wenn man Informationen so lange zurückhält, bis politisch Fakten geschaffen wurden. (z.B. ein Konflikt eskaliert)
Deshalb habe ich ja auch das Beispiel mit dem Superjet 100 gebracht. Da hat es ein halbes Jahr gedauert.
Also wenn hier das halbe Jahr rum ist und der Bericht ist immer noch nicht veröffentlicht... dann komm nochmal wieder mit deinem Einwand.

Einen technischen Defekt kann man bei dem Streuradius der Trümmer wohl so ziemlich ausschließen. Auch die diversen Beschädigungen (Spiltter oder Einschüsse) sprechen da eine ganz klare Sprache dagegen.....
Bleibt also eigentlich nur Rakete (irgendeiner Art) oder Bordgeschütze....

Re: Passagierflugzeug stürzt in der Ukraine ab

Verfasst: 31 Aug 2014, 22:23
von weltenbummler
Dietrich hat geschrieben: Deshalb habe ich ja auch das Beispiel mit dem Superjet 100 gebracht. Da hat es ein halbes Jahr gedauert.
Wenn die Geräusche im Cockpit aufgezeichnet werden, sollte sich sehr leicht ermitteln lassen, ob das Flugzeug durch eine Rakete (also eine plötzliche Explosion), durch mehrere Einschüsse (Bordgeschütz) oder durch einen Technischen Defekt (dann hätten die Piloten in irgendeiner Form reagiert) abgestürzt ist.

Diese Aussage ist für die Politische Situation im Moment sehr wichtig.

Herauszufinden, durch welchen Technischen Defekt das Flugzeug abgestürzt ist, dauert selbstverständlich länger. Diese Information ist in der momentanen Politischen Situation aber nicht von Bedeutung.