http://de.rbth.com/gesellschaft/2015/06 ... 33897.htmlWenn man es bislang nicht mal schaffte, Ruslan Geremjew zu befragen ... Er scheint ja die Vermittlerrolle zwischen den Hintermännern und den Auftragskillern übernommen zu haben. Geremjew hält sich in Tschetschenien auf und entzieht sich dem Zugriff der Ermittler. Am meisten deutet aber die Tatsache, dass der Hauptermittler ausgewechselt wurde, darauf, dass man sich mit den Vollstreckern zufriedengibt, der Strippenzieher aber unbehelligt bleibt. Sein Vorgänger Igor Krasnow hat anhand früherer Fälle bewiesen, dass er ein Meister seines Faches ist und frei von politischen Überlegungen agieren kann. Also wurde er durch Nikolai Tutewitsch ersetzt, der seinen Vorgesetzten hörig ist. Ich denke, das ist ein sehr schlechtes Zeichen.
Dieses "Russia beyond headlines" ist ein staatliches Pressorgan und schreibt doch erstaunlich offen und frei. Diese Art der diversifizierten Betrachtung müsste es in Mainstreamkanäle zu guten Sendezeiten schaffen. Aber davon kann man nur träumen.
Auch dazu sagt sie was:
Nein, das zentrale Problem ist, dass die Opposition mit Bedingungen konfrontiert wird, unter denen sie nicht handeln kann. Ihre Anführer lässt man nicht ins Fernsehen. Doch unser modernes Leben ist nun mal so geschaffen, dass ein Mensch scheinbar gar nicht existiert, wenn es ihn im Fernsehen nicht gibt. Oder jetzt spekuliert man darüber, die Parlamentswahlen von Dezember auf September 2016 zu verlegen. Dabei ist doch klar, warum es September sein soll: Der ganze Wahlkampf läuft dann im Sommer, wenn die Menschen weg sind, und die Wahlbeteiligung fällt niedrig aus.
