Re: Wohneigentum in Moskau, Familienkonflikt durch gerechte Aufteilung.
Verfasst: 18 Jun 2019, 15:47
Absolut, da ich meine Kinder auch so erziehe.DiBo hat geschrieben: 18 Jun 2019, 13:38 Ich hatte hier bereits die Worte „leistungsloses Einkommen“ verwand. Meine Kinder habe ich so erzogen, dass sie eigenverantwortliche Persönlichkeiten geworden sind. [...] Verstehst du, wohin ich will?
Aber ich möchte Deinen Blick dennoch gern etwas öffnen und stelle daher eine ganz ketzerische Frage: War nicht die Wohnung auch für Deine Frau ein "leistungsloses Einkommen" seitens des russischen Staates? Und was war das Ziel dieser Privatisierungen in den 90er Jahren? Ich denke es ging um ein sorgenfreieres Leben russischer Familien. Und nicht darum, dass Deine Frau die Wohnung irgendwann ihren Kindern verkauft und den Verkaufserlös nach Deutschland exportiert.
Ja, das ist so. Aber ich sehe inzwischen auch beim russischen System einige Vorteile: Man ist sein Leben lang füreinander da, nicht nur bis zum Ende des Studiums. Den Kindern wird beim Start ins selbstständige Leben geholfen, den Eltern beim Abschied aus dem selbstständigen Leben. In Deutschland klammert man sich selbst innerhalb der Familie an sein Geld. Wenn die Eltern Glück haben, reicht das Geld für ein gutes Altenheim. Wenn die Kinder Glück haben, ist die Zeit im Altenheim kurz und es springt ein nettes Erbe heraus. In Russland käme niemand auf die Idee eines Altenheims für die Eltern. Solche Einrichtungen gibt es vor allem für Personen ohne Kinder.DiBo hat geschrieben: 18 Jun 2019, 13:38Meine Söhne, die jünger als die Töchter sind, wären niemals auf die Idee gekommen, sich von mir eine Haus oder eine Wohnung schenken zu lassen.
Und wie schon geschrieben: Das letzte Hemd hat sowieso keine Taschen.