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Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 23 Jan 2012, 17:18
von Kultgrieche
Dietrich hat geschrieben:Wo ist mein Danke für heute? Das fehlt noch! ;-)
Dietrich, DANKE für den Hinweis. (P.S. Admin: Bitte verbuchen!)
Dein DANKE konnte heute noch nicht wegen SAP-Buchungsstopp verbucht werden. Wird bestimmt auf deinem DANKE-Sparkonto bald nachgetragen. :D

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 18:04
von Jurij
Axel Henrich hat geschrieben:
Jurij hat geschrieben:Es gibt mehrere Ursachen. Manche sind Nachkommen von Nazi-Kollaborateuren.
In Tallin fand ich das bei Treffen, oder auch in Gaststaetten, wenn du dich als Deutscher zu erkennen gibst, sehr befremdlich, wenn Sie dir unbedingt Ihre Begeisterung ueber die damalige Zeit mitteilen und dir das Deustchlandlied singen ...

Schoenes Bild vom jungen Gagarin. ;)

-ah-
Danke.

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 18:12
von Jurij
J.Eckel hat geschrieben:
Jurij hat geschrieben:Es gibt mehrere Ursachen. Manche sind Nachkommen von Nazi-Kollaborateuren.

Wer war den Kind von Nazi Kollaborateuren???? und wurde in der UdSSR geboren? ...
Die russische Vasallenarmee der Nazis (Wlassow-Armee) bestand aus über 100 000 Soldaten. Die werden sicherlich so einige Nachkommen gehabt haben. Und die Weissgardisten standen den Nazis ideologisch doch ziemlich nahe. Im russischen Bürgerkrieg waren es doch die Weißgardisten die Tausende unschuldige Juden abgeschlachtet haben. Und zu behaupten, dass die Weißgardisten nur alte russische Bräuche pflegten ist doch die reinste Verharmlosung. In den sowjetischen Veteranenvereinen wurden auch alte russische Bräuche geplegt.

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 18:19
von Jurij
J.Eckel hat geschrieben: ... Übrigens sind die Esten auch keine Nazis, auch nicht die Kerle die in der SS kämpften, die waren in der SS um gegen die UdSSR zu kämpfen, genau wie sie 1918-1921 mit der Ente gegen sie gekämpft hat, übrigens auch gegen die Deutschen, die im Slang auch Kreuzritter genannt wurden.
So ist es mit den Vorurteilen im Baltikum, jede zwei Jahrzehnte gibts ne neue Musik.
Natürlich alles nur harmlose Befreiungskämpfer und keine Nazis. Die Vasallenstaaten der Nazis in Frankreich und Rumänien waren natürlich auch alles andere als faschistisch.
Zu Tausenden halfen Balten den Nazis beim Mord an Juden. Gegen die Rehabilitierung litauischer Kriegsverbrecher regt sich Protest.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491107.html

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 20:39
von GIN
In den sowjetischen Veteranenvereinen wurden auch alte russische Bräuche geplegt.

das hast Du natürlich aus deinen Erzählungen aus der SU, sind genau so ubjektiv wie meine Erzählungen. Ich aber hab diese alten Kerlchen im Westen erlebt, von vollen Nazismen habe ich nichts gemerkt, von Vorurteilen gegen Juden natürlich sehr viele, genau wie in der UdSSR und mit Bräuchen meine ich mit Gabel und Messer essen oder andere petersburger Bräuche vor dem roten Kulturschock. Ausserdem bin ich mir nicht sicher ob ich mich in den 80ern an Veteranen erinnern kann die in Moskau jeden So in die Kirche gingen oder orthodoxe Feiertage pflegten, irgendwie war für mich es ein Kulturschock, wenn für eine Kopeke ein Saft in einer schönen Kirche trinken durfte, respektive Schweine durch Kirchen rumliefen oder "Butterbrot e" ohne Butter angeboten wurden für Massen an Touristen

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 20:49
von GIN
Jurij hat geschrieben:Natürlich alles nur harmlose Befreiungskämpfer und keine Nazis. Die Vasallenstaaten der Nazis in Frankreich und Rumänien waren natürlich auch alles andere als faschistisch.
Genau, ein Nazi konnten die Franzosen, Balten und Rumänen auch nicht sein, höchstens rechtsgerichtete Drecksäcke, respektive im NaziWortschaftz "Hilfsvolk".
Um ein Nazi zu sein musstest Du erst einmal ein Arier sein und da fielen die Balten schon einmal aus dem Profil raus. Der typische Lette, vom Litauer oder Esten rede ich nicht, wollte erst einmal sein Land gegen die Roten verteidigen, den der Präsident Lettlands starb nicht in Berlin im Kerker, sondern verdurstete in Turkmenistan in einem NKVD-Sanatorium.


zu deinem Spo
Viktor Arajs wurde 1979 von einem Hamburger Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Wie die allermeisten baltischen Kollaborateure - insgesamt 235 000 - hatten ihn die 1944 zum Rückzug gezwungenen Deutschen evakuiert. Von insgesamt einer Viertelmillion Juden, die 1939 im Baltikum lebten, davon allein in Litauen 155 000, wurden 80 Prozent umgebracht. Wiesenthal-Mitarbeiter spürten beim Durchkämmen der Listen von Exilbalten laut Zuroff "in den letzten fünf Jahren 1000 des Judenmordes Verdächtigte" auf. Großbritannien, Kanada, Australien und die USA haben ihre Justizbehörden angewiesen, bei genügend Beweisen Anklage zu erheben. Zuroff wünscht sich ein ähnliches Verfahren auch in Litauen.

Kollaborateure? :lol: als ob sie ein freiwilliger Teil der Su waren :lol: richtiger Spon, wahrscheinlich der Schreiberling so ein 1991 noch etwas jüngerer Alt 68er

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 01 Feb 2012, 22:17
von manuchka
J.Eckel hat geschrieben:Um ein Nazi zu sein musstest Du erst einmal ein Arier sein ...
Das ist ja Quatsch. Das eine ist eine politische Richtung, das andere eine Frage der "Abstammung" oder "Volkszugehörigkeit" (ich setze das bewusst in Anführungszeichen). Selbst ein Jude kann theoretisch ein Nazi sein, wenn er das gleiche Gedankengut vertritt - nur wird sich seine "Endlösung" natürlich nicht gegen Juden richten.

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 02 Feb 2012, 08:25
von Apollo
J.Eckel hat geschrieben: Um ein Nazi zu sein musstest Du erst einmal ein Arier sein und da fielen die Balten schon einmal aus dem Profil raus. Der typische Lette, vom Litauer oder Esten rede ich nicht, wollte erst einmal sein Land gegen die Roten verteidigen, den der Präsident Lettlands starb nicht in Berlin im Kerker, sondern verdurstete in Turkmenistan in einem NKVD-Sanatorium.
Es würde Sinn machen sich einmal mit Alfred Rosenberg zu beschäftigen. Der war Reichsminister für die besetzten Ostgebiete.
Dazu Empfehle ich Andreas Zellhuber, "Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu - Das RMfdbO und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion"

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 02 Feb 2012, 09:27
von GIN
manuchka hat geschrieben:
J.Eckel hat geschrieben:Um ein Nazi zu sein musstest Du erst einmal ein Arier sein ...
Das ist ja Quatsch. Das eine ist eine politische Richtung, das andere eine Frage der "Abstammung" oder "Volkszugehörigkeit" (ich setze das bewusst in Anführungszeichen). Selbst ein Jude kann theoretisch ein Nazi sein, wenn er das gleiche Gedankengut vertritt - nur wird sich seine "Endlösung" natürlich nicht gegen Juden richten.
Ich denke wir d inieren das Wort Nazi etwas anders.

Für mich, ein Nazi ist das Kürzel eines Nationalsozialisten und versuche mich in die Köpfe der 40er Jahre zu versetzen. Die SS Angehörigen, ihr Stab an Offizieren waren in Ordensschulen trainiert, die SS Angehörigen der Esten und Letten (Litauer gabs fast nicht) waren es nicht. In Ordensschulen wurde eine Ideologie ausgebildet, diese kann man auch unter Google Books noch einmal finden. Letten und Esten, genau wie Franzosen und Rumänen usw waren in ihren Köpfen, also den Köpfen des NS Staates "Hilfsvölker" und keine gleichberechtigten "Ariervölker", wenn ihr aber natürlich den Begriff aus einer andere Wortkiste nimmt, dann steht natürlich "Nazi" für alle Kerle, die einfach Antisem`s sind usw.. ich nehme das aber genau und unterscheide zwischen Nazis und Neo-Nazis, zwischen Faschisten und Neofaschisten

Re: Russland: Braune Revolution

Verfasst: 02 Feb 2012, 09:55
von GIN
Apollo hat geschrieben:
J.Eckel hat geschrieben: Um ein Nazi zu sein musstest Du erst einmal ein Arier sein und da fielen die Balten schon einmal aus dem Profil raus. Der typische Lette, vom Litauer oder Esten rede ich nicht, wollte erst einmal sein Land gegen die Roten verteidigen, den der Präsident Lettlands starb nicht in Berlin im Kerker, sondern verdurstete in Turkmenistan in einem NKVD-Sanatorium.
Es würde Sinn machen sich einmal mit Alfred Rosenberg zu beschäftigen. Der war Reichsminister für die besetzten Ostgebiete.
Dazu Empfehle ich Andreas Zellhuber, "Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu - Das RMfdbO und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion"
Rosenberg und die paar Werke die ich da kenne sind natürlich.. ekelig, nicht einmal Interessant. Andrea Zellhuber sagt mir jetzt nichts...werd es mal bei Zeiten "Googln", Danke
Hier Rosenberg....
http://www.youtube.com/watch?v=vPFz0RlxDV4


merke.. wie er über Reval (Tallin) redet, nicht einmal erwähnte das dort zu seiner Schulzeit schon 80% Esten lebten.. er bezeichnete sie als "Russen" die sich dem "Deutschen" fügten. 1905 war er Angehöriger der Landeswehr und schoss bei mehreren Gelegenheiten revoltierende Letten nieder, sein Vater und seine Unternehmung wurde von Esten 1905 geplündert und seine geschiedene Frau in Petersburg (Orthodox und Muttersprache Russisch) starb in den 1920er Jahren in verarmten Umständen in einem Fürsorgekrankenhaus in der Schweiz. Ihr Grab war ein Fürsorgegrab der Gemeinde, nicht einmal Kohle aus der NS Kasse konnte er aus München senden für eine Beerdigung seiner russischsprachigen Ex-Frau. Wahrscheinlich hätte es aber seinen Freund Adolf überfordert, wenn Rosenberg ihm hätte erklären müssen das seine Frau mit starkem russischen Akzent Deutsch sprach und in der Schweiz beerdigt werden sollte.
Ich finde es sowieso geil, das die meisten NeoNazis in Deutschland nicht einmal wissen, das die wichtgsten 3 Figuren in der frühen NS Zeit einen Migrationshintergrund hatten :lol: