manuchka hat geschrieben:Naja, bisher sieht es für mich leider so aus, als wüchse in Ägypten nach dem Sturz von Mubarak aus dem arabisch-frühlingshaften Chaos nun nur noch mehr Chaos hervor...
Das wird sich zeigen.
Aber wieso sollen die Ägypter diese Erfahrung nicht selbst machen? Die Islamofaschisten (O-Ton Ivan) verfügen über einen nicht kleinen Rückhalt in der Gesellschaft. Da ist es möglicherweise wichtig, dass einem großten Teil dieser Anhänger erst noch die Augen geöffnet werden. Das geht nun mal nur durch dieses Chaos. Das Faschistische in ihrem Islamofaschismus muss vielen Anhängern erst noch bewusst werden, sonst werden die sich nicht von denen abwenden.
In Deutschland musste mit dem zweiten Weltkrieg auch erst eine Katastrophe über die Menschen hereinbrechen, damit auch wirklich die Mehrheit der Menschen kapiert hat, was der braune Faschismus wirklich bedeutet. In Russland schiebt man die Katastrophe der 1990er leider mehrheitlich "den Demokraten" in die Schuhe und nicht den eigentlich schuldigen, die das Land vorher Jahrzehnte in den Ruin gewirtschaftet hatten. Während der Terror nur mit sehr gebremstem Schaum aufgearbeitet wird und dann auch gerne einzelnen in die Schuhe geschoben wird. Aus diesem Grund haben die Kommunisten immer noch jede Menge Sympatisanten, wenn auch glücklicherweise nicht die Mehrheit.
Und in der ehemaligen DDR kann man das, wenn auch in sehr abgeschwächter Form, ebenfalls beobachten. Das viele Betriebe Pleite gingen war NATÜRLICH nicht die Schuld der DDR, die in 4-5 Jahrzehnten das Land heruntergewirtschaftet hat, sondern der bösen Kapitalisten, die die Betriebe dann als Konsequenz eben teilweise schließen mussten, falls sie trotz intensivem Einsatz von Know-How und Kapital trotzdem nicht zu retten waren.
Ich bin der Überzeugung, dass dieses Chaos wichtig ist. Wichtig für die einzelnen Länder, damit sich genug Menschen mit Überzeugung gegen den Islamofaschismus stellen können. Und wichtig für den Rest der Welt, damit auch die letzten "der Islam ist die Religion des Friedens", "der Islam gehört zu Deutschland"-Träumer aufwachen und zumindest dieser einen faschistischen Ausprägung des Islam (*) ohne Verklärung in die Augen sehen. Und wenn es nicht anders geht - durch die Kameras einer Drohne oder eines Zielerfassungsgeräts.
(*) Damit es klar wird: Es ist weder der Islam an sich, noch der ganze Islam, sondern ein besonders extremistischer Teil der Menschen, die sich dem islamischen Glauben zugehörig fühlen. Wobei leider festzustellen ist, dass sich der "restliche Islam" zu einem großen Teil nicht von diesen Spinnern distanziert. Was sich durch dieses Chaos hoffentlich auch irgendwann ändert.