Gunnar hat geschrieben:Es gibt keine "BRD Agenten" die irgendwelche Bürger bespitzeln, so quasi als Hobby oder im Nebenberuf. Es gibt den Verfassungsschutz und die allseits bekannten V-Leute, das war's.
Das stimmt so nicht.
Wenn man als V-Leute die bezeichnet, die sozusagen Hauptamtliche Angestellte beim VS sind, dann gibts noch die Anderen.
Es gibt angeworbene Informanten die gezielt ausgesucht werden. Von Drogenabhängigen über Menschen mit persönlichen Problemen oder labilen Personen, Knackis, wo man den Eindruck hat, die würden so etwas mitmachen.
Die werden dann als Informanten angeworben und wenn sie aussteigen wollen, auch unter Druck gesetzt. Das sind keine festangestellten V-Leute, sondern Menschen wie du und ich, die eben das Pech hatten für den Verfassungsschutz interessant zu sein.
Es gibt und gab auch Firmen die dem VS gehörten, wo solche Menschen zur Tarnung ihren Lebensunterhalt verdienten.
Ich empfehle, sich mal mehr mit der Geschichte der BRD zu befassen. ( Schmücker-Mord )
Gunnar hat geschrieben:Auch diese Stasispitzelei war übrigens ein ziemlich faschistoides Element. Alle Andersdenkenden mussten enttarnt und neutralisiert werden, koste es was es wolle und wenn es die eigene Unschuld war...
Vielleicht sollte man sich mal grundsätzlich darauf besinnen, was Faschismus, bzw. der in Deutschland praktizierte Nationalsozialismus war.
Von der Idiologie her war das menschenverachtend. Es gab Untermenschen, die wenn nicht zum Ausrotten bestimmt, für Arbeitslager bestimmt waren.
Das nur als das herausragenste Beispiel.
Die Idiologie des Sozialismus bzw. Kommunismus ist nicht menschenverachtend.
Darum kann man aus meiner Sicht die beiden Idiologien nicht gleichsetzen.
Was daraus gemacht wurde, Spitzelstaat DDR, unmenschliche Haftbedingungen etc. etc. hat mit der Idiologie erstmal nichts zu tun. Der Faschismus ist vom Grundwesen schon so schlecht, dass es unvergleichbar ist. Er ist eine Idiologie, aus der man auch mit viel guten Willen keine menschenfreundliche Gesellschaft aufbauen kann.
Aus einer sozialistischen Idiologie wäre das möglich.
Jugendorganisationen wie HJ oder FDJ sind nicht deswegen gleichzusetzen, weil man bei der Einen den Hitlergruß macht und bei der anderen die Faust reckt. Die norwegischen Sonnenwendfeiern, die ich gerne mitmache, sind ja auch nicht faschistisch, bloß weil die Nazis die übernommen haben.
Jugendorganisationen hat es schon lange vor der HJ und FDJ gegeben. Auch da empfehle ich mal eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.