Re: Wie soll die Krim versorgt werden?
Verfasst: 01 Apr 2014, 18:06
Na aber, das will ich meinen. Da gibt es auf beiden Seiten Supermänner- und Frauen. Ich habe aber den Eindruck, dass denen teilweise das Leben versauert wird. Da fehlt die Richtung, die Orientierung.Dietrich hat geschrieben:Es gibt auch in Russland nicht nur Luschen.
Das es in Russland gut ausgebildete Spezialisten gab und auch noch gibt bestreitet ja auch niemand.
Früher, im staatlich reglementierten System war es sicherlich nicht so einfach, aber man kannte die Regeln und wenn man sich selbst den Regeln unterwarf, funktionierte das ja auch ganz gut. Jetzt ist alles etwas "Wild West" geworden und es zählt, wer schneller zieht und schießt (im übertragenen Sinne). Ich kenne einige, die zwar super sind, aber von einen Frust in den anderen fallen und quasi ausgebremst werden.
Dazu kommt, dass die da (die Bekannten) den Eindruck haben, dass die Besten einfach abwandern und bei uns auftauchen. Manchmal geht das gut, aber oft auch deprimierend, weil hier die Fähigkeiten nicht akzeptiert oder nicht gebraucht werden.
Eine gute Freundin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, hat es hier versuchen wollen. Zwecklos! Immerhin hat sie hier 6 Wochen als Putze gearbeitet und im Vergleich zur Heimat üppig verdient. Aber dafür studiert man nicht.
Ich kann nur das wiedergeben, was ich hörte und gelegentlich selbst mitbekommen habe, denn da fehlen mir einfach die profunden Erfahrungen für ein ausgewogenes Urteil. Zwei die ich kenne, arbeiten bei deutschen Firmen und sind happy, denn da gibt es Regeln, auf die man sich verlassen kann und Aufgaben, die motivieren. Eigentlich hasse ich den Spruch, aber die haben mich daran erinnert: "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen."
Ich habe den Eindruck, das das verbogene und korrupte System mit viel Eifer sich alle Chancen selbst zerstört.
