Anelya hat geschrieben:Ein kleiner Bericht aus der Praxis:
Das alles lief - ganz wider erwarten - schnell und routiniert und führte zu keinerlei Problemen.
Hi,
War bei uns nicht anders. Man hat uns vom zentralen UFMS zum FMS für unsere Region weiter geschickt, meine Frau war noch nicht ganz drinnen, da war das quasi fertig(also keine 5min, wenn man an nen leeren Schalter kommt).
Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Anelya hat geschrieben:Ein kleiner Bericht aus der Praxis:
Das alles lief - ganz wider erwarten - schnell und routiniert und führte zu keinerlei Problemen.
Hi,
das kann von meiner Frau auch so fuer Kaliningrad bestaetigt werden. Ging ohne viel Firlefanz.
darf ich mal fragen, was man da alles angeben muss? nur die Tatsache, dass man eine Aufenthaltserlaubnis im Ausland / doppelte StAng hat oder auch genau mit allen Daten und Kopie von AE / Pass?
manuchka hat geschrieben:darf ich mal fragen, was man da alles angeben muss? nur die Tatsache, dass man eine Aufenthaltserlaubnis im Ausland / doppelte StAng hat oder auch genau mit allen Daten und Kopie von AE / Pass?
Aufenthaltsgenehmigungen sind ja keine Staatsbürgerschaften, IMHO muss man da nix angeben. Wir haben nur für unseren Junior den deutschen Pass angegeben. War nicht viel, ich glaub ich habe seinen Pass kopiert und Frauchen hat das Formular ausgefüllt.
Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Meine Erfahrung heute in der Hauptpost in Novosibirsk: Alles ganz problemlos! Zweifaches Formular, Kopie der Geburtsurkunden, der Pässe sowie meines Passes und вид. 700 Rubel gezahlt (250 pro Kind plus Einschreiben für 200). 10 Minuten, fertig. Sehr freundliche und schnelle Abwicklung.
Im Antrag habe ich als Datum und Grundlage für die zweite Staatsbürgerschaft das Geburtsdatum und "Geburt als Kind eines deutschen Staatsbürgers (Gesetzt StAG §4)" hingeschrieben. Als russisches Dokument hatte ich die russische Geburtsurkunde genannt, als deutsches Dokument des Kinderpass. Beigelegt hatte ich aber alle vier Dokumente (beide Geburtsurkunden, beide Pässe). Übersetzungen wurden keine gefordert.
Spannend noch ein Detail: Als ich vor reichlich einem Monat im FMS anfragte, sagte man mir: "Den Antrag muss der gesetzliche Vertreter Ihrer Kinder, also Ihre Ehefrau, einreichen." Ich dachte ich höre nicht richtig und protestierte, dass ich ja wohl ebenso gesetzlicher Vertreter meiner Kinder sein sollte. "Nein, auf dem Territorium der RF kann nur ein Bürger der RF gesetzlicher Vertreter sein." Telefonisch in der höhergestellten Behörde zunächst dieselbe Auskunft. Erst auf schriftliche Anfrage, wieso ich kein gesetzlicher Vertreter sein soll und warum das Vorgehen für ausländische Eltern dann überhaupt in den Regeln definiert ist, bekam ich die Bestätigung: "Вы имеете право подать уведомления в отношении Ваших детей."
Also wirklich grauenvoll, welches Rechtsverständnis diese Behörde hier in Novosibirsk hat. (Nach dieser Logik würden ja russische Kinder während eines Urlaubs in der Türkei gänzlich ohne gesetzlichen Vertreter sein?! Das muss man doch begreifen, dass dies Blödsinn ist.)
Hier der "Erlebnisbericht" meiner Frau am Freitag in Moskau:
Meine Frau ist mit den ausgefüllten Formularen direkt zum Passportni Stol gegangen um sich (Niederlassungserlaubnis in D) und die beiden Kinder (doppelte Staatsbürgerschaft) anzumelden. Nachdem sie erstmal wegen eines Schreibfehlers den ganzen Krams erneut ausfüllen durfte, erklärte ihr der junge Mann, dass sie insgesamt 3000 Rubel Strafe zu zahlen hätte, da die Anmeldung bis zum 04.10. zu erfolgen gehabt hätte.
Der Hinweis meiner Frau, dass dieser Termin nur für in Russland wohnende gilt wurde mit dem Hinweis auf ihre noch vorhandene Anmeldung in Moskau sowie mit dem Kommentar abgetan, dies sei nur eine mündliche Info und stände so nicht im Gesetz.
Als sich meine Frau weiterhin weigerte, die Strafe zu zahlen, wurde ihr nahegelegt, die Anmeldung doch per Post zu schicken.
Sie ist dann zur Post, wo sie die Formulare erneut ausfüllen musste (weil die da jeweils 2 Exemplare benötigen).
Ihr könnt euch vorstellen, wie meine Frau diesen verschwendeten (mehr als) halben Tag am Telefon kommentierte.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)