AfD u. DIE Russlanddeutschen

Für alle die nicht in Russland leben. Hier können Susi und Klaus über die weißen Nächte in Petersburg sinnen, die russische Seele aus der Ferne transzendieren oder die nächste Russendisko in Sindelfingen planen.
willi
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von willi »

bella_b33 hat geschrieben: 17 Jan 2025, 09:48
Wladimir30 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 20:30 Sind sie einfach von der Propaganda geblendet und sind zu dumm, um sich eine eigene, unabhängige Meinung zu bilden?
Oder mögen sie Ihr Leben und Ihr Umfeld einfach und sind damit zufrieden ;)
Nun ja, bin auch Wessi und Russland hat mich schon zu Schulzeiten interessiert. Das riesige Land auf der Karte über das man wenig weis und eigentlich auch nichts wissen muss, da man sowieso nie im Leben dorthin reisen wird, - so die damalige Denke. 2004 bekam ich das Angebot für ein Jahr bei ZMZ in der Giesserei zu arbeiten, die Firma, die Motoren für GAZ und UAZ geliefert hat, konnte ich natürlich nicht Nein sagen.
Wenn man sich ansieht wie sich Russland seither entwickelt hat, darf man durchaus drauf stolz sein, - auf ein prosperierendes Land, das Heimatland.
Hatte früher auch ein wenig Nationalstolz. Komme aus einfachen Verhältnissen, beide Elternteile Flüchtlinge, unser erstes Haus auf dem Level wie hier alten Einfamilienhäuser aus Sowjetzeiten, Küche beheizt, der Rest nicht, ... Die Flüchtlinge haben zusammengehalten, sich gegenseitig beim Hausbau unterstützt und es so doch relativ schnell zu etwas gebracht. Das war es worauf ich stolz war, Deutscher im Allgemeinen ja, aber lokal waren wir die Flüchtlinge. Sogar in der Grundschule hatte wir noch 2 Klassen, die Einheimischen und die Zugezogenen. Dieser Stolz ein Deutscher zu sein ist mir dann mit dem Reisen und den Auslandsaufenthalten zunehmend verloren gegangen. Heute wüsste ich nicht, worauf ich als Deutscher stolz sein sollte. Speziell wenn man sich die Leitmedien ansieht und feststellt, dass wir nicht besser informiert oder gebildeter sind als andere Länder und unsere vielgelobte Demokratie und Freiheit in einer Schuhschachtel Platz findet.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von HJ52 »

Axel Henrich hat geschrieben: 17 Jan 2025, 13:18 und jetzt kommt von einem übermoralisierten Deutschen ein solcher Spruch ... :roll:
Nun. Den USAler*innen steht das auch zu. Es ist die grossartigste Nation der Welt. ;)
Je stärker die Nato, desto sicherer der Weltfrieden.
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Axel Henrich »

HJ52 hat geschrieben: 17 Jan 2025, 14:19Den USAler*innen steht das auch zu. Es ist die grossartigste Nation der Welt. ;)
... und sogar gegendert. :shock: ;) Als Arzt, oder Apotheker würde ich mal ne kleine Pause der Wertemedien empfehlen. Wir hier in D, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, benutzen gerne noch das generische Maskulinum ... ;)

Apropos Avatar, ingwie war das Verteidgungsministerium immer problematisch besetzt ... ok, es war aber schon viel schlimmer ...
Eigentlich hätte da jetzt mal ein Kubicki den Ehrenplatz einnehmen müssen, mit seiner klaren Ansage an Habeck: "Rooobeeert, du verstehst es nicht ...." [genau]

-ah-
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Axel Henrich
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Axel Henrich »

willi hat geschrieben: 17 Jan 2025, 13:38Wenn man sich ansieht wie sich Russland seither entwickelt hat, darf man durchaus drauf stolz darauf sein
Molodjez!

-ah-
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von paramecium »

Axel Henrich hat geschrieben: 17 Jan 2025, 15:23 Apropos Avatar, ingwie war das Verteidgungsministerium immer problematisch besetzt ... ok, es war aber schon viel schlimmer ...
[genau]
Aber auch viel besser. Gutenberg hat (seine beste Leistung überhaupt) die Wehrpflicht ausgesetzt. Und Struck war damals, als ich Grundwehrdienst leisten musste, auch sehr beliebt. Im Gegensatz zu Jung der danach kam.
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Ente »

saransk hat geschrieben: 15 Jan 2025, 15:14 Ich bin zwar auch Nachkriegsgeneration, aber eine solche Erziehung habe ich weder durch meine Eltern noch durch die Schule erhalten.

Aber Nationalstolz? Brauche ich nicht. Ist nur was für patriotische Psychopaten oder Faschisten.
Ich habe schon in mehreren Ländern gelebt. jedes hat seine Vor- und Nachteile, Jedes hat Dreck am Stecken (aus seiner Geschichte heraus), und auch viele gute und wichtige Errungenschaften hervorgebracht. Und auf was soll man Stolz sein. Auf so ein komisches Stück Stoff in drei Farben?
Ne muß nicht sein.


Auch mir ist Nationalstolz fremd Ich bin Stolz auf meine Familie und sonst auf niemand....
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Ente »

Wladimir30 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 20:30 Irgendwie fehlt mir bei der ganzen Diskussion hier eine Definition der zentralen Begriffe, wie Nationalstolz, Patriotismus usw. Jeder verwendet sie, und der allgemeine Tenor scheint zu sein, dass beides irgendwie abgelehnt wird.

Nun gut. Meine Sicht ist jedenfalls eine andere.

Mir als Wessi wurde jeglicher Stolz darauf, dass ich ein Deutscher bin, im Keime erstickt. Das war für mich einfach so. Der Begriff Patriotismus wurde immer dann hervorgeholt, wenn es um den Dienst in der Bundeswehr oder um internationale Sportereignisse ging. Die deutsche Fussballnationalmannschaft war schon immer etwas, wo ich mitgefiebert habe, weil eben doch Deutsche gegen den Rest der Welt antraten. Das ging gut bis 1974, wo das Spiel BRD gegen die DDR stattfand, auch noch bei einer WM, und dann noch in Hamburg (wenn ich mich recht erinnere). Waren "wir" die guten Deutschen und Sparwasser und Co. nun die schlechten Deutschen? Ein komisches Gefühl, wer soll denn nun gewinnen? Ich glaube, da haben es die Ossis irgendwie einfacher gehabt, wie ich das so empfinde.

Aber Deutshchland ist ja nicht nur Fußball, auch Literatur, Musik, Kunst allgemein, ist auch etwas, was mich mit dem Deutschsein identifizieren lässt.

Dann kamen Fußballer in die Nationalschaft, die nicht unbedingt Deuteche waren, die aber einen deutschen Pass hatten, aber wo die Grenze, ob es nun Deutsche (wie ich eben auch) sind, zu verschwimmen begann. M. Özil hat das sehr spitz und auch provokativ thematisiert. Sind er und E.Can, Gündogan etc. noch Identifikationsfiguren für mich als Deutschen? Zumindest kann man an diesen Fällen seine eigenen Grenzen definieren, und dann eine fundierte Diskussion führen. Ich bin jedenfalls stolz darauf, wenn ich im Ausland lobende Worte über die deutsche Literatur oder Musik höre. Das sehe ich nicht als verwerflich an.

Ich höre schon die Aufschreie, aber ich konnte lange nichts damit anfangen, dass "die Russen" (man verzeihe mir diese Verallgemeinerung) nun wirklich stolz sind auf ihr Land. Ja ja, ich weiß, es gibt viele, die wegfallen, und die werden immer zitiert und als leuchtende Gegenbeispiele angeführt. Aber die vielen stummen Russen, die sich nicht öffentlich äußern (und deshalb auch nicht wahrgenommen werden), die einfach stolz sind auf ihr Land? Brauchen sie das (wie hier geäußert wurde), um sich an etwas festzuklammern, weil sie sonst nichts haben? Eine Erklärung, die meiner Meinung nach viel zu kurz greift. Sind sie einfach von der Propaganda geblendet und sind zu dumm, um sich eine eigene, unabhängige Meinung zu bilden? Weil sie zudem auch keinen Zugang zu objektiven Berichten haben? Oder weil sie nur Angst haben, eine der offiziellen Position widersprechede Meinung zu äußern? Wer so pauschal über die Leute denkt, hat sich nicht eingehend mit ihnen auseinander gesetzt. Mal ernsthaft versucht, ihren Standpunkt zu hinterfragen und zu verstehen (beachtet bitte, dass ich schrieb "zu verstehen" und nicht "zu akzeptieren").

Kurzum, ich habe inzwischen den Begriff des Nationalstolzes für mich als etwas Schönes erkannt, wobei ich weit entfernt bin von einem Hurrapatriotismus.

Hugh.
Gut gebrüllt Löwe aber mein Großvater pflegte zu sagen !
triffst du auf einen Menschen der dir vollkommen erscheint so eifere ihn nicht nach, den auch er ist Verbesserungswürdig......
Wie gesagt.....Stolz ist für mich ein Muster ohne wert, da es zu oft Missbraucht wird.....
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Ente »

Axel Henrich hat geschrieben: 17 Jan 2025, 13:18
bella_b33 hat geschrieben: 17 Jan 2025, 09:48Oder mögen sie Ihr Leben und Ihr Umfeld einfach und sind damit zufrieden ;)
Genau so und das, wie auch ich, auch ohne Fahne am Fenster zu Hause, oder mit Elchgeweih am Auto ... ;)
Aber selbst die kann man doch nicht, von der unterirdischen Verrohung der Diskussionskultur dabei mal abgesehen, alle pauschal als psychopathische Faschisten bezeichnen. Man stelle sich mal vor, die Amis stehen bei Sport- oder anderen Veranstaltungen mit der Hand auf der Brust und trällern ihre Nationalhymne und jetzt kommt von einem übermoralisierten Deutschen ein solcher Spruch ... :roll:
Ich verstehe überhaupt nicht, warum hier in Deutschland der Begriff "Nationalstolz" so negativ konnotiert ist?! Zum einen ist der Stolz auf seine Nation kein deutsches Ding, das hat jede Nation mehr, oder weniger ausgeprägt. Das Alleinstellungsmerkmal der Deutschen ist aber vermutlich Ihr Selbsthass.
Hier mal Danke an Wladimir für seinen Beitrag, TOP!
Ich wüsste jetzt auch nicht gleich, wann ich mal so bewusst Nationalstolz empfunden habe. Man lebt in seinem Land, arbeitet, verdient gutes Geld, kann somit anständig leben, engagiert sich bei verschiedenen Themen und gestaltet damit sein Umfeld, seine Stadt (Lokalpatriotismus ;) ) und damit sein Land und ist auch ein bisschen Stolz auf das erreichte. Auch das verbinde ich mit Nationalstolz.
Naja ... und wenn ich dann z.B. so an Eishockey denke, Russen gegen, Tschechen, Amis, oder Canada ... ;) Auch, oder gerade weil solche Sachen damals auch politisch aufgeladen waren, habe ich wohl sowas wie Nationalstolz empfunden, hier ebend für die Russen.

Was aber aufhören sollte, über alles, was sich vom eigenen Standpunkt unterscheidet, wer anders denkt, anders aussieht, what ever, sofort diese braune Brühe zu schütten, als Krank, oder Ossi abzutun!

-ah-
So könnte man das im großen ganzen sehen oder sagen....leider macht uns aber die Politische " Elite " und gewisse Gesellschaftskreise einen Strich durch die Rechnung....ich für meinen Teil halte nichts von Katzbuckeln.....ich rede immer frei von der Leber runter. :lol:
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

Beitrag von Jenenser »

Wladimir30 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 20:30 Der Begriff Patriotismus wurde immer dann hervorgeholt, wenn es um den Dienst in der Bundeswehr oder um internationale Sportereignisse ging. Die deutsche Fussballnationalmannschaft war schon immer etwas, wo ich mitgefiebert habe, weil eben doch Deutsche gegen den Rest der Welt antraten. Das ging gut bis 1974, wo das Spiel BRD gegen die DDR stattfand, auch noch bei einer WM, und dann noch in Hamburg (wenn ich mich recht erinnere). Waren "wir" die guten Deutschen und Sparwasser und Co. nun die schlechten Deutschen? Ein komisches Gefühl, wer soll denn nun gewinnen? Ich glaube, da haben es die Ossis irgendwie einfacher gehabt, wie ich das so empfinde.
Jeder Fußballinteressierte sah in den 1980er Jahren im Fernsehen und direkt auf dem Platz Lokalfußball der Mannschaft seiner Heimatstadt innerhalb der DDR-Oberliga. Abends fieberte man dann vor der Röhre mit seiner favorisierten Mannschaft der Bundesliga.

Bei Länderturnieren galt als Favorit immer „Deutschland“. Gemeint war jedoch die DFB-Auswahl aus dem Westen, weil es unsere Nationalmannschaft wieder mal nicht geschafft hatte, überhaupt teilzunehmen (das setzte den Schwierigkeiten des Alltags daher noch zusätzlich eins drauf).

1985 weilte Werder Bremen aus der BRD bei uns an der Saale Es ging gegen unseren FCC. Der Rudi, am letzten Wochenende im Westfernsehen noch bewundert, wurde gnadenlos mit uns allen bekannten deutschsprachigen Schimpfwörtern ausgebuht. So ging damals Lokalpatriotismus im Fußball…
Wladimir30 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 20:30 Aber Deutshchland ist ja nicht nur Fußball, auch Literatur, Musik, Kunst allgemein, ist auch etwas, was mich mit dem Deutschsein identifizieren lässt.
Da ergänze ich noch die deutsche Sprache. Und mit Russen kommt man über das Thema „typisch deutsche Küche“ auch sehr schnell ins Gespräch. Darüber hinaus werden neugierige Russen ihre „Deutschen Stereotypen“ bei dir persönlich suchen und dir bei Gelegenheit versteckt mitteilen, ob sie zutreffen…
Wladimir30 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 20:30 Ich höre schon die Aufschreie, aber ich konnte lange nichts damit anfangen, dass "die Russen" (man verzeihe mir diese Verallgemeinerung) nun wirklich stolz sind auf ihr Land...

Da erkenne ich so Gruppen, in denen sich die betroffenen auch wohlfühlen.

Die sogenannten Liberalen, die Staatsstrukturen und Entscheidungen in der Innen- und Außenpolitik kritisieren oder ganz ablehnen und sich bei eintretenden Niederlagen auch bestätigt fühlen. Dass sie Russen sind und bleiben steht nicht zur Diskussion, schließlich beobachten sie auch Neuerungen im Lande und bewerten sie auch positiv. Sind also stolz.

Einige Turbopatrioten möchten um ganz Russland am liebsten eine Mauer bauen und zur Selbstversorgung übergehen.

Mir wurde in den vergangenen Wochen die Liste von Waffen der Bundesregierung für die Ukraine, mit denen Russen umgebracht werden sollen, um die Ohren gehauen. Trotzdem bin ich immer wieder gern gesehen in Russland, als „wahrer“ Freund, der die Russen so akzeptiert, wie sie eben sind...
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Re: AfD u. DIE Russlanddeutschen

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Das " Elenzky aus der Ukraine " hätte mit Russland keinen Krieg anfangen brauchen ....es hatte alle Freiheiten um mit dem Westens Geschäfte zu machen wie die Russen auch...
" Das Elenzky " wollte aber viel mehr...für mich ist dieser Typ der " Wahre " Putin in der Geschichte....
Ich wette mit euch, das wenn er die Chance sieht/hat....Chef von der EU zu werden, sie auch mit allen schmutzigen Trix anstreben wird...
Dann werden wir unter die Knute dieses Mannes zu leiden haben.....ich sage , wehret den Anfängen.....
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