Re: Koalition der Willigen
Verfasst: 16 Okt 2025, 23:13
Ja, das ist wohl leider so.
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
https://www.russland-aktuell.net/
Ich vernute es handelt sich um das für uns Menschen so typische psychologische Phänomen der Reduktion der kognitiven Dissonanz. Aus dem gleichen Grund hat ab 1945 niemand etwas gewusst oder war im Widerstand - wie 99.9% der NS-Beteiligten. Und ja, in der Ukraine ging es sicher nicht anders. War man wahrscheinlich sogar zu gezwungen. Lebt sich doch gleich besser so.Norbert hat geschrieben: 30 Sep 2025, 10:30 "Wie kommt ihr nur drauf, dass Russland irgendein Interesse an der Ukraine hätte?! Das sind alles Märchen der Amerikaner." Und dieselben Leute erzählen heute, wie selbstverständlich das wäre. Naja.
Her mit den Namen der es hier geschrieben hat!Saboteur hat geschrieben: 17 Okt 2025, 17:21Ich vernute es handelt sich um das für uns Menschen so typische psychologische Phänomen der Reduktion der kognitiven Dissonanz. Aus dem gleichen Grund hat ab 1945 niemand etwas gewusst oder war im Widerstand - wie 99.9% der NS-Beteiligten. Und ja, in der Ukraine ging es sicher nicht anders. War man wahrscheinlich sogar zu gezwungen. Lebt sich doch gleich besser so.Norbert hat geschrieben: 30 Sep 2025, 10:30 "Wie kommt ihr nur drauf, dass Russland irgendein Interesse an der Ukraine hätte?! Das sind alles Märchen der Amerikaner." Und dieselben Leute erzählen heute, wie selbstverständlich das wäre. Naja.![]()
Hab ähnliches erlebt. Gab es bei Dir auch andere Wortmeldungen?Norbert hat geschrieben: 20 Okt 2025, 14:25 Mehrere Personen haben mich mit einer Überzeugung auf das Thema Ukraine angesprochen, die war gespenstisch. Völlig überzeugt, dass der von Russland eingeschlagene Weg alternativlos, fehlerfrei und makellos ist. Also völlig unreflektiert.
In vielen europäischen/westlichen Ländern hat man halt auch die Rüstung über Jahrzehnte vernachlässigt, wurde schmissig Friedensdividende genannt. Daß das gefährlich/unsinnig ist, wenn nicht alle mitmachen, wollte man nicht so ganz wahr haben. Auf dem Motto "wird schon nix passieren" läßt sich aber nicht so gut aufbauen. Und nun sieht man sich einem hochgerüsteten "Gegner" gegenüber, der eben das nicht gemacht hat. Daß man da jetzt in die Puschen kommen und aufholen will, finde ich nichtmal so ungewöhnlich und würde da nicht ans 3. Reich denken.HJ52 hat geschrieben: 16 Okt 2025, 20:58Ich kann mich irgendwie nicht erwehren, mir kommt immer das 3. Reich in den Sinn. Autobahnen, Ruestung als Allheilmittel. Je verzweifelter die Lage, desto großspuriger die Pläne.
Ja klar, um nichts anderes. Immer nur Macht, und Macht hat, wer die finanziellen Resourcen hat. Und das ist in erster Linie die Möglichkeit, Geld zu drucken. Intern ist das immer der jahrhundertealte Kampf, ob die Zentralbank privat oder staatlich ist, extern geht es um die Zugriffsmöglichkeiten auf diese Bank. Die EZB zum Beispiel kann kein Geld einfach so drucken, sie braucht dafür Rückendeckung, die sie über die Kredite der FED (die im übrigen nicht staatlich ist, also nicht den USA "gehört") in den USA bekommmt. Dieses System, dass alle und alles in der Weltwirtschaft letztendlich vom Dollar abhängt, hat seit Mitte des letzten Jahrhunderts funktioniert, alles war stabil, die USA hatte das Heft in der Hand (auch über verschiedene Institute wie IWF usw. usf.), alle waren in diesem System eingebunden und konnten sicch auf den Schutz seitens der USA (die letztendlich nur ihr eigenes System schützten) sicher sein. Nun ist die US Wirtschaft kaum noch in der Lage, selber seine eigene Position zu halten, und schon gehen die Verteilungskämpfe los. Immer mehr Regionen haben die USA in der Industrieproduktion überholt, haben sich eigene Resourcen geschaffen, immer mehr Länder und Verbände treten aus den US bestimmten Organisationen aus (WTO ist ein schönes Beispiel), der Dollar verliert an Macht, und deshalb müssen Anstrengungen unternommen werden, die eigene Position zumindest zu halten. Partner (die immer nur Zweckpartner sind) müssen plötzlich selber sehen, wie sie zurecht kommen, Kriege werden angezettelt, die auf den ersten Blick wenig mit der eigenen Position zu tun haben, die nur dem Ziel dienen, den Gegner abzulenken und zu schwächen.arghmage hat geschrieben: 25 Okt 2025, 16:42 ... es ist eine Geschichte von Kriegen (eigentlich immer ausnahmslos um Macht und Reichtum)
Da versuche ich gerade mir einen Reim drauf zu machen mit Deinen Erläuterungen zur Geschichte von Kriegen. Als Einspruch kommt gleich, dass ich aus einem Land stamme, in dem die USA bis Ende des letzten Jahrhunderts als Gegner bzw. Bedrohung gesehen wurde. Abrechnungen verliefen mit befreundeten Staaten damals vertraglich mit einem Transferrubel, nicht mit dem Dollar. Der Kriegsgrund im so genannten „Kalten Krieg“ bestand also damals in einer Systemkonfrontation. Aber das ist alles schon Geschichte.Wladimir30 hat geschrieben: 25 Okt 2025, 17:07Ja klar, um nichts anderes. Immer nur Macht, und Macht hat, wer die finanziellen Resourcen hat. Und das ist in erster Linie die Möglichkeit, Geld zu drucken... Dieses System, dass alle und alles in der Weltwirtschaft letztendlich vom Dollar abhängt, hat seit Mitte des letzten Jahrhunderts funktioniert, alles war stabil, die USA hatte das Heft in der Hand (auch über verschiedene Institute wie IWF usw. usf.), alle waren in diesem System eingebunden und konnten sicch auf den Schutz seitens der USA (die letztendlich nur ihr eigenes System schützten) sicher sein...arghmage hat geschrieben: 25 Okt 2025, 16:42 ... es ist eine Geschichte von Kriegen (eigentlich immer ausnahmslos um Macht und Reichtum)
Er folgt den Ansichten des deutschen „Mainstream“, dass es zwei Kriegsparteien gibt, die sich an der Front gegenüberstehen. Und große Mächte, na wie die USA eben oder eine „Koalition der Willigen“ (Diskussionsthema), sollten doch jetzt endlich mal im Streit schlichten.Norbert hat geschrieben: 20 Okt 2025, 14:25 ...
Es ist für mich unerwartet, aber man muss Trump ja regelrecht dankbar sein, dass er hier beide Seiten mit seinen irren Methoden aus der Komfortzone dieses Glaubens bringt.
Das ist zu einfach. So geht das nicht. Krieg ist kein Naturgesetz, sondern Menschenwerk. Und Krieg muss immer verhindert werden. Um nahezu jeden Preis. Denn jeder Mensch lebt nur einmal und nur für sich; andere für sich kämpfen und zu sterben zu lassen ist widerlich.arghmage hat geschrieben: 25 Okt 2025, 16:42 ...und es war lange Frieden in Europa, also krachts wiedermal.