Re: Referendum Donezk
Verfasst: 12 Apr 2014, 23:17
gab in der "Freien Presse" auch das Interview mit dem UA-Innenminister ?"Russischen Mob" wie die ARD Tagesschau
Russland-Forum des ehemaligen Portals aktuell.ru
https://www.russland-aktuell.net/
gab in der "Freien Presse" auch das Interview mit dem UA-Innenminister ?"Russischen Mob" wie die ARD Tagesschau
Naja, wenn einige Gewalttäter als Mob bezeichnet werden, kann ich damit leben -Alex KA hat geschrieben: Krim-Krise: Prorussischer Mob jagt Uno-Beobachter durch Simferopol
Da drängt sich die Frage auf, ob Russland schon was an Kiew gezahlt hat. Immerhin ist Russland der größte Außenhandelspartner der Ukraine, da geht viel über die Grenze Richtung Osten._RGP_ hat geschrieben:Und in Kiew hat man angekündigt, kein Geld mehr nach Rußland zu überweisen (haben die eigentlich dieses Jahr überhaupt schon was bezahlt?), nachdem Rußland wegen ausstehender Rechnungen und dem Streit um den aktuellen Gaspreis nun wohl den Gashahn zudrehen wird.
Dass dieser Menschenauflauf prorussisch war, steht doch außer Zweifel. Dass die für russische Interessen eingetreten sind, ist auch kein Zufall. Auch wenn sie für die Ukraine sich stark gemacht hätten, wären sie nationalistisch gewesen. Passt doch gut zum aktuellen Thema Krim und klingt in meinen Ohren nicht negativ. Das diese Gruppen sich im Moment nicht für nationen-/nationalitätenübergreifende Interessen einsetzen, kann wohl kaum bestritten werden.Alex KA hat geschrieben:Ich habe "Prorussischer Mob" gehört.. Es klingt irgendwie nationalistisch.. Als ob Jemand was gegen Russen als Volk hat..
... dann sieht das auch weder nach Folkloreveranstaltung noch nach Heilsarmee aus. In diesem Fall würde ich auch 'Mob' mit gemeines Volk, Pöbel, Plebs, Gesindel, Pulk, Schar oder Bande assoziieren.... Heraus springen Männer der "Samooborona", so nennt sich die prorussische Bürgerwehr. Die Männer tragen Tarnfleck und Schutzwesten, einer hantiert mit einer Kalaschnikow...
Da sehe ich aber schon sehr erhebliche Unterschiede. der Euromaidan begann sehr friedlich, Demos, die Aufsehen erregten, aber keine nennenswerten Schäden anrichteten. Erst im Dezember/Januar tauchten dann militante Gruppen auf, die die friedlichen Demonstranten "verstärkten" und Gewalt in die Veranstaltung brachten. Wer die Radikalen stellte und bewaffnete, ist bisher nicht bewiesen. Rechtsradikale, russische Söldner, bestellte Provokateure der Janukowitsch-Regierung oder sogar alle diese Elemente zusammen füreinander-gegeneinander, dazu die massiven Berkut-Einsätze, das wird bisher verschleiert.weltenbummler hat geschrieben:Meiner Meinung nach unterscheiden sich die Demonstranten in der Ostukraine weder in ihren Methoden, noch in ihrer Bewaffnung und auch nicht in ihrem Auftreten grundsätzlich von den Demonstranten auf dem Maidan.
Auch hier meint jede Demonstration, dass sie die Interessen aller Deutschen vertreten. Eine Legitimation ist ja nicht erforderlich, nur genügend Mitläufer, die an das Ziel glauben. Wenn -- wie damals in der DDR -- "das Volk" meint, dass es im gemeinsamen Interesse liegt, werden es immer mehr. Oft aber verlieren sich die Forderungen im Sande.Beide sind nicht demokratisch legitimiert, beanspruchen aber für sich, die Mehrheit des Volkes zu vertreten.
Bisher ist es nur eine provisorische Übergangsregierung. Frühestens nach dem 25.05. kann man über eine rechtmäßige Regierung nachdenken.Europa hat die Leute vom Maidan als rechtmäßige Regierung anerkannt, ...
... was Russland davon abhält, diese Regierung zu akzeptieren -- und das aus Prinzip. Wenn es aber um Forderungen geht, dann soll diese unrechtmäßig regierende Putschistengruppe dafür einstehen. Ist das nicht paradox?... anerkannt, weil sie die Interessen des Westens vertreten
Reicht es nicht schon?Dann eskaliert die Lage in der Ukraine endgültig.
Bisher droht er nicht den Demonstranten, sondern den militanten Rebellen Gewalt an.Und man kann nur hoffen, dass sich Herr Jazenjuk an das Schicksal von Herrn Janukovic erinnert, bevor er mit Gewalt gegen die Demonstranten in der Ostukraine vorgeht.
Es würde wohl kaum jemand in der Süd- und Ostukraine zu den Waffen greifen und für ein Referendum kämpfen, wenn er wüsste, dass dort die Mehrheit der Bevölkerung ganz was anderes im Sinn hat. Das wäre zumindest für Russland die größte Blamage, wenn dort bei irgendeinem Referendum nicht das gewünschte Ergebnis rauskommen würde. Beim Klub Isborsk hieß es, dass das niedrigste Ergebnis bei einem Referendum für einen Anschluss an Russland bei etwa 60% liegen würde. Die Zahlen schwankten allerdings je nach Region. Im Donbass dürften über 80% rauskommen.weltenbummler hat geschrieben:Meiner Meinung nach unterscheiden sich die Demonstranten in der Ostukraine weder in ihren Methoden, noch in ihrer Bewaffnung und auch nicht in ihrem Auftreten grundsätzlich von den Demonstranten auf dem Maidan. Beide sind nicht demokratisch legitimiert, beanspruchen aber für sich, die Mehrheit des Volkes zu vertreten.
Europa hat die Leute vom Maidan als rechtmäßige Regierung anerkannt, weil sie die Interessen des Westens vertreten. Man kann wirklich nur hoffen, dass sich Russland in dieser Situation nicht genauso verhält. Dann eskaliert die Lage in der Ukraine endgültig.
Und man kann nur hoffen, dass sich Herr Jazenjuk an das Schicksal von Herrn Janukovic erinnert, bevor er mit Gewalt gegen die Demonstranten in der Ostukraine vorgeht.
Da warten wir mal ab. Ich denke, in den nächsten Wochen gibt es eine endgültige EntscheidungJurij hat geschrieben:Im Donbass dürften über 80% rauskommen.
Die Frage ist, wie ob sich das Gebiet abspalten kann, oder? Hilfe von den Russen, wie auf der Krim, wird es diesmal sicher nicht geben....Im Donbass dürften über 80% rauskommen.