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Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 15 Mär 2025, 01:18
von Axel Henrich
willi hat geschrieben: 14 Mär 2025, 19:16Theater Mariopol steht da auch mit auf der Liste.
Genau, das war auch so ein Ding ... 300 "Schutzsuchende", die Russen halten angeblich wissentlich trotzdem voll drauf und dann kamen die 1. Bilder vom Inneren ...
-ah-
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 16 Mär 2025, 07:41
von HJ52
Einerseits "fuer Frieden". Anderseits in die europaesche Ruestung investieren. Mit deren Waffen unter Umständen der Sohn des Nachbars getoetet wird. Oder die eigenen Kinder, falls eine Drohne aus europäischer Fertigung vom Himmel faellt.
Interessant.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 16 Mär 2025, 18:26
von Wladimir30
HJ52 hat geschrieben: 16 Mär 2025, 07:41
Einerseits "fuer Frieden". Anderseits in die europaesche Ruestung investieren. Mit deren Waffen unter Umständen der Sohn des Nachbars getoetet wird. Oder die eigenen Kinder, falls eine Drohne aus europäischer Fertigung vom Himmel faellt.
Vergleichbare Gedanken waren mir auch gekommen.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 03:31
von willi
Als Diplomat/:junger Ingenieur hatte ich zweimal mit Handgranatenteilen zu tun und abgelehnt. Nach dem Kuweitkrieg das Gleiche nochmal mit Teilen für Raketen und Panzerminen. Konnte für meine damaligen Firmen die Aufträge kanalisieren.
Danach war Ruhe, wahrscheinlich waren die Zielpreise in Deutschland zu hoch.
Mein Idol war seinerzeit Oriana Fallaci mit ihrer Geschichte über die M16. Pflichtbewusste Leute die ein qualitativ hochwertiges Produkt herstellen möchten aber verkennen dass am Ende davon Leute sterben.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 11:40
von Norbert
HJ52 hat geschrieben: 16 Mär 2025, 07:41
Einerseits "fuer Frieden". Anderseits in die europaesche Ruestung investieren. Mit deren Waffen unter Umständen der Sohn des Nachbars getoetet wird. Oder die eigenen Kinder, falls eine Drohne aus europäischer Fertigung vom Himmel faellt.
Interessant.
Aber damit folgt man ja nur dem großen Idol der orangen Locke: Russland sorgt doch die vergangenen drei Jahre auch nur aktiv für Frieden. Mit Waffen. Nach eigener Sichtweise.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 12:06
von HJ52
Mir ging es eher um das Hoch auf Investments in Europaeische Ruestungsunternehmen. Nicht wer aktiv, ob nun Russland oder die Ukraine, die letzten 3 Jahre auf Friedenverhandlungen pocht.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 13:19
von Axel Henrich
HJ52 hat geschrieben: 17 Mär 2025, 12:06Mir ging es eher um das Hoch auf Investments in Europaeische Ruestungsunternehmen.
Grundsätzlich verstehe ich, daß damit geäusserte Bauchgrummeln, natürlich hat alles auch ne moralische Komponente. "Wieder deutsche Panzer gen Osten" ging ja in die ähnliche Richtung ... Wir hatten die Diskussion über Kriegsgewinnler auf jeder Seite ja gerade erst ...
Der Westen geht da, wie üblich, einen anderen Weg, der verbietet! Aktien von russ. Rüstungsbetrieben, wie OCK, OAK, Almas, KRET, Russian Electronics, United Engine etc., die lassen sich hier gar nicht handeln.
Andererseits bei Rheinmetall, (westl. Doppelmoral) auch wie üblich, drückt man da gerne mal ein Auge zu ...
Der Truppenübungsplatz in Mulino, 70km von dir entfernt, wurde von Rheinmetall gebaut. Nach der Krim musste sich Rheinmetall wohl zurück ziehen, aber der "russische Partner - Oboronservice" und/oder Garnizon, hat ihn mit Einschränkungen (ohne Technik) zu Ende gebaut. Die anderen 8 geplanten Gefechtsübungszentrum zur simulationsgestützten Ausbildung auf russ. Boden wurden dann nicht mehr gebaut. Trotzdem halten sich vehement die Gerüchte, dass Rheinmetall wohl immer noch die Sanktionen unterläuft, auch nach Recherchen von '23 und Ende letzten Jahres, und somit weiter Handel mit Staaten betreibt, die Munition an Russland liefern.
In den Medien liest man davon nix, auch aktuell nix negatives, im Gegentum, gefeiert ob der guten Zahlen, angestrebte Partnerschaft mit VW, Unterstützung von Deutschland/Europa mit Grundstücken und steuerlich wahrscheinlich sowieso ...
Man müsste sich auch beim Handel mit den ganzen Zulieferbetrieben ingwie verweigern, von den ganzen anderen Kriegsgewinnlern ganz zu schweigen. Naher Osten ...
-ah-
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 16:16
von kamensky
Man(n) kann eine solche Kriegssituation herleiten, wie Man(n), will doch das Resultat bleibt sich stets dasselbe, naemlich Krieg hat mindestens 2 Seiten, wenn nicht gar mehr, denn " des einen Leid (direkt und indirekt Betroffene) ist gegenteilig halt des anderen Freud" (Investoren und Lobbysten) !
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 17:35
von Wladimir30
Wenn man mal Mitgefühl und moralische Bedenken beiseite wischt, ist das natürlich absolut richtig. "Des einen Freud des andern Leid". Wenn es per definitionem allerdings um das Leben anderer (vieler anderer) geht, dann ist auch der Begriff Sarkasmus sicherlich angemessen.
Allerdings sollte das Fehlen moralischer Bedenken bei der Bewertung des eigenen Handelns dann auch das Bewerten der Handlungen anderer leiten, ein moralischer erhobener Zeigefinger ist dann natürlich nicht mehr rechtfertigbar. Ansonsten entstünde eine doppelte Moral.
Re: Rumble in the Jungle
Verfasst: 17 Mär 2025, 18:06
von kamensky
Wladimir30 hat geschrieben: 17 Mär 2025, 17:35
Wenn man mal Mitgefühl und moralische Bedenken beiseite wischt, ist das natürlich absolut richtig. "Des einen Freud des andern Leid". Wenn es per definitionem allerdings um das Leben anderer (vieler anderer) geht, dann ist auch der Begriff Sarkasmus sicherlich angemessen.
Allerdings sollte das Fehlen moralischer Bedenken bei der Bewertung des eigenen Handelns dann auch das Bewerten der Handlungen anderer leiten, ein moralischer erhobener Zeigefinger ist dann natürlich nicht mehr rechtfertigbar. Ansonsten entstünde eine doppelte Moral.
Da hast du sicherlich nicht Unrecht, doch nehmen wir ein Bsp. :
Ein kleineres Unternehmen stellt mehrheitlich Teile als Subunternehmen (Halbfabrikate) her, welche letzten Endes und um 7 Ecken eben als Endprodukt fuer die Herstellung von Waffen gebraucht wird und nun, der Eigentuemer des kleinen Unternehmens hat davon indirekte Kenntnisse, doch wie soll er sich seinen MA gegenueber verhalten? Moralisch ist er verpflichtet, seine Leute fuer geleistete Arbeit zu entloehnen und auf die Strasse stellen ist ebenfalls gegen seine Moral. Den Dauerauftrag fuer sein Subunternehmen kuendigen, wuerde seine Firma in die Insolvenz treiben und das waere gegen seine eigene Moral, weil auch er der 1ste Ernaehrer seiner Familie ist. Was nun, weiter produzieren im Wissen der Doppelmoral?