Wassermangel auf der Krim

Die Krim hat eine Fläche von 26.844 Quadratkilometern und 2.353.100 Einwohner (2014) und wird laut Putin ab sofort zum russischen Staatsgebiet dazugerechnet. Aber vielleicht sieht das ja irgendjemand ganz anders ...
Axel

Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Axel »

Mit touristisch wenig entschlossen meine ich vor allem dass die dortigen Hotelketten nicht mit denen aus dem Westen vergleichbar sind, da die Krim auch vorwiegend von Russen besucht wird und auf diese Gruppe dortige Hotelketten aufbauen. Mein Erfahrungsbericht ist natürlich von 2012, aber mein bekannter Informant meinte dass Service, Verpflegung und Zimmerausstattung dort schlechter als in der Türkei seien. Vielleicht hat sich das seitdem geändert, aber da der Besucherstrom seit 2014 auf der Krim sowieso stockt glaube ich das eher weniger. Ach ja, und auf Kreta gibt es keine Flüchtlinge.
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Tonicek
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Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Tonicek »

Axel hat geschrieben: . . . Ach ja, und auf Kreta gibt es keine Flüchtlinge.
Noch nicht! Warte mal ab, die werden schon noch kommen . . . !
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Tonicek
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Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Tonicek »

Axel hat geschrieben:. . . Mein Erfahrungsbericht ist natürlich von 2012, aber mein bekannter Informant meinte dass Service, Verpflegung und Zimmerausstattung dort schlechter als in der Türkei seien. Vielleicht hat sich das seitdem geändert, aber da der Besucherstrom seit 2014 auf der Krim sowieso stockt glaube ich das eher weniger.
Man möge hier betr. der Türkei bedenken, wie lange sie dort westlichen Tourismus haben, von dem man in der UA [ auch auf der Krim] nicht sprechen konnte.-
Und daß der Besucherstrom dort stockt? Glaube ich eher nicht, die neue Brücke ist gut befahren, war zu meiner Zeit auch noch mautfrei, und die Seepromenaden Richtung Alushta / Yalta waren auch gut besucht.
Und, ja, zwischen 2012 und heute liegen sicherlich Welten . . .
Auf gar keinen Fall glaube ich, daß der UA - Krim - Tourismus sich hinter dem griechischen verstecken muß. Was natürlich nicht für solche Gegenden wie Charkow, Poltawa, Zaporoshia zutrifft, da ist touristisch gesehen, die Welt zu Ende und Daddeldu . . .

Aus Sochi / Adler kommend, nächtigte ich an diesem schönen Restaurant, mitten in der UA-Provinz. Gut, daß ich nicht VOR dem Essen die Toilette besuchte; es ist eine entsetzliche Katastrophe, wenn man das so sieht . . .

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AnuLeB
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von AnuLeB »

Tonicek hat geschrieben: 13 Apr 2021, 17:18 .....
Und daß der Besucherstrom dort stockt? Glaube ich eher nicht, die neue Brücke ist gut befahren, war zu meiner Zeit auch noch mautfrei, und die Seepromenaden Richtung Alushta / Yalta waren auch gut besucht.
Und, ja, zwischen 2012 und heute liegen sicherlich Welten . . .
.....
In der Zeit war ich auch auf der Krim. Yalta und Sewastopol waren unsere Domizile. In Sewastopol waren wir im Hotel Sewastopol, in Yalta hatten wir uns von einer der "Domo-Frauen" eine Ferienwohnung gemietet. Freie Zimmer im Hotel waren einfach unbezahlbar. Gerne denke ich noch an die Strandpromenade in Yalta, mit einem prosperierenden, beinahe mediterranen Leben mit Gauklern, Live-Musikern und vielen glücklichen Menschen. Dazu dann noch das in der Nähe gelegene Schwalbennest, jenes Minischloß, welches ein Verliebter für seine Angebetene gebaut hatte. Sewastopol war ebenfalls sehr schön, konnte aber Yalta nicht ganz das Wasser reichen. In Erinnerung blieb das Delfinarium und die in der Nähe geleben Ruine Hersoness, wo sich damals sowas wie eine Hippykommune eingerichtet hatte, und ebenfalls Livemusik anbot.

Es war insgesamt ein sehr schöner und emotionaler Urlaub, wo ich, so nebenbei, meine jetzige Frau näher kennenlernen durfte.

Tja, und heutzutage soll es dort neben Wasser auch an Treibstoffen mangeln. Sofern es keine Fakenews sind, eine eigene, traurige Geschichte, welche eher dem ruchlosen Gebaren der neuen Landesherren zuzuordnen ist. Schade.

https://www.youtube.com/watch?v=S6vNW80PN0c
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Norbert
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Norbert »

AnuLeB hat geschrieben: 06 Jun 2026, 13:50Tja, und heutzutage soll es dort neben Wasser auch an Treibstoffen mangeln. Sofern es keine Fakenews sind, eine eigene, traurige Geschichte, welche eher dem ruchlosen Gebaren der neuen Landesherren zuzuordnen ist. Schade.
Das ist Deine Deutung.

Aber wie ich die Leute in Russland und auch in den russisch-kontrollierten Bereichen der Ukraine erlebe, sehen sie die Ursache nicht darin, dass sie zu Russland gehören, sondern darin, dass dies die Ukraine nicht akzeptiert und beispielsweise die Wasser- und Treibstoffversorgung durch Angriffe erschwert. Deine Deutung macht aus Deiner Perspektive völlig Sinn, ob es jedoch der Stimmung vor Ort entspricht, ist offen.

Ich war zwischen 2003 und 2006 zweimal in Jalta und lebte in dieser Zeit in Russland. Während sich Russland in dieser Zeit weiterentwickelt hatte, stagnierte es in der Ukraine. In Russland fuhren neue Busse im öffentlichen Nahverkehr, in der Ukraine fuhren die Busse von 1970. In Sochi konnte ich mir problemlos ein Hotel reservieren, weil viel gebaut wurde. In der Ukraine waren die Hotels Mangelware. Am Ende reichte es für eine wirklich marode Absteige, wo die Putzkräfte die ausländischen Studenten beklauten. Im Zug wurden Plätze auf dem Bahnsteig meistbietend verkauft - in Russland schon längst nicht mehr üblich. Ich könnte die Aufzählung fortsetzen ...

Und nach 2014 ging es auf der Krim zunächst bergauf. Wenn ich bei meinen Beispielen bleibe: Alle Nahverkehrsbetriebe haben nun neue Fahrzeuge, egal in welcher Stadt (bis auf die Mini-Straßenbahn in Malotschnoje) . Und was ich von Freunden, die anschließend dort im Urlaub waren, hörte, war spürbare Zufriedenheit mit den Veränderungen. Nicht alles perfekt, aber besser als vorher.

Und nun will ich nicht sagen: Sehen garantiert alle so. Aber es gibt Menschen, die es so sehen.

Ja, wo ich Dir absolut Recht gebe: Ein Festival wie KaZantip, Hippies am Strand, etc. - das wird es wohl in dieser Form nicht mehr oder wieder geben.
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von AnuLeB »

Ja, definitiv. Die Krim hatte seinerzeits in der Ukraine einen Sonderstatus. Wenn in der Ukraine viel investiert worden ist, dann in der West- und Zentralukraine. Wobei damit primär die Investitionen der Privatwirtschaft gemeint sind. Staatliche Fördergelder sind seinerzeits jedoch weitestgehend in einem Sumpf aus Korruption und Selbstbereicherung versunken. Erst viel später, unter Poroschenko als Präsident, konnte es die Ukraine schaffen, die Korruption und Selbstbereicherung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, sodass die Fördergelder eine Chance hatte, ihr Ziel zu erreichen. Selbst der Neubau der Dniprbrücke von Zyporizhzhya nach Chortizka wurde fertiggestellt. Nur, damals war Russland eben schon auf der Krim einmarschiert, und hatte die Halbinsel widerrechtlich besetzt. Man darf dabei auch nicht außer Acht lassen, dass Putin seinerzeits unfaßbar viel Geld auf die Halbinsel gepumpt hatte, was dort natürlich den einen oder anderen Fortschritt ermöglicht hatte.

Davon ab ist nur Russland, und eine Handvoll anderer Pariastaaten, der Meinung, dass es sich bei der Krim um russisches Territorium handelt. Die überwiegende Mehrheit der UN-Staaten ist nach wie vor der Meinung, dass die Krim ukrainisch ist. Momentan weiß natürlich keiner genau, wie die Sache ausgehen wird. Aber scheinbar ist die Ukraine auf einem guten Wege, die Besitzverhältnisse dem Völkerrecht entsprechend anzupassen.
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Norbert
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Norbert »

Keine Frage, die Ukraine hat es nicht so überzeugend geschafft, auf der Krim in die Infrastruktur zu investieren, wie später Russland.Deswegen ist der Rückhalt für die faktischen Machthaber auch weiterhin hoch, trotz sich mehrender Probleme und trotz UN-Völkerrecht. Dass die Krim je wieder von der Ukraine kontrolliert wird und das dies auf der Krim ein ausreichender Teil der Bevölkerung überhaupt will, würde ich stark anzweifeln.

Mit Poroschenko wurde viel Hoffnung verbunden, wie zuvor einst auch mit Juschtschenko oder auch Timoschenko. Die Ukrainer, mit denen ich Kontakt habe, sehen keine wesentliche Besserung. Und wenn man auf die neuesten Ermittlungen gegen Jermak schaut, ist es ja bis heute zweifelhaft, dass die Probleme der Korruption wirklich nachhaltig verbessert wurden. Immerhin darf nun offiziell ermittelt werden, aber auch erst, nachdem die USA der aktuellen Regierung klar gemacht hat, dass sie die Demonstranten in Kiew ernst nehmen sollten. (Und das ist keine Erfindung russischer Propaganda, sondern eine Einschätzung des sehr ukrainefreundlichen Paul Ronzheimers in seinem BILD-Podcast.)
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von AnuLeB »

Ja, ich weiß. Selenskyj wollte das Büro zur Aufklärung von Korruption und Selbstbereicherung auflösen, bzw. handlungsunfähig machen. Dass die Bevölkerung trotz des Kriegszustandes auf die Straße gegengen ist, um dagegen zu demonstrieren, zeigt schon, wie wichtig es den Ukrainern ist, die alten Fesseln aus der sozialistischen Zeit zu entfernen, und sich dem Westen zuzuwenden.

Gehe mal davon aus: Wenn dieser bekloppte Krieg beendet ist, dann wird in der Ukraine das große Saubermachen beginnen. Dieser genannte Jermak ist schließlich nicht die einzige korrupte Figur. Nur, man befindet sich eben im Krieg, und das ist Zusammenhalt wichtiger wie die Bekämpfung krimineller Aktivitäten. Zumindestens, sofern dieses keine Schlüsselpositionen betrifft, oder die Verdächtigten übertrieben kleptokratisch unterwegs sind.

Allerdings munkelt man, dass es in Russland ähnliche Probleme gibt.

Grundsätzlich ist natürlich eines absolut richtig: In der Vergangenheit haben sich eigentlich alle gewählten Präsidenten als reichlich korrupt und selbstbereichernd erwiesen. Dementsprechend ist auch keiner der Präsidenten ein 2. Mal gewählt worden, oder gleich per Revolte der Bevölkerung aus dem Land gejagd worden. Demokratische Strukturen muss man sich eben hart erarbeiten. Man schaue nur mal nach Frankreich oder Großbritannien, wo teilweise 2 oder 300 Jahre ins Land gegangen sind, bis sich die Demokratie durchsetzen konnte.

Deutschland fehlt dieser harte Weg, und dementsprechend wird hier auch gerne mit der Demokratie und den etablierten Parteien gehadert. Aber, dass ist eben eine gänzlich andere Baustelle.
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Norbert
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Norbert »

AnuLeB hat geschrieben: 11 Jun 2026, 18:26Gehe mal davon aus: Wenn dieser bekloppte Krieg beendet ist, dann wird in der Ukraine das große Saubermachen beginnen. Dieser genannte Jermak ist schließlich nicht die einzige korrupte Figur. Nur, man befindet sich eben im Krieg, und das ist Zusammenhalt wichtiger wie die Bekämpfung krimineller Aktivitäten. Zumindestens, sofern dieses keine Schlüsselpositionen betrifft, oder die Verdächtigten übertrieben kleptokratisch unterwegs sind.
Ich habe mich 2015 beim Urlaub in Georgien mit Ukrainern unterhalten, welche auch damals sagten: "Jetzt unter Poroschenko wird endlich das große Saubermachen beginnen."

Ich denke das ist die große Schwäche der ukrainischen Politik der vergangenen 40 Jahre. Es wurde versäumt, etwas für die Menschen zu machen. Natürlich geht auch in Russland vieles schief. Aber wenn ich 2010 den Lebensstandard in Russland mit dem Lebensstandard in der Ukraine verglich (ich war in beiden Ländern unterwegs), so hatte sich Russland im Gegensatz zur Ukraine ab 2003 weiterentwickelt. Der Wohlstand war gestiegen: Viele Dinge wurden wieder möglich, ob nun ein neues Auto, eine neue Einkommenswohnung oder ab und zu ein Urlaub in der Türkei oder gar in Europa. Und zwar wirklich für die breite Masse. Die größeren Städte wurden lebenswerter. Die Alltagskorruption war spürbar gesunken, man zahlte Strafen nun häufiger per Überweisung an statt "vor Ort". Und vor allem wurden die Oligarchen in Grenzen gewiesen. Es gab und gibt sie bis heute, aber es wurde der Politik hoch angerechnet, dass sie mit ihrem Reichtum nicht mehr offen für die Beeinflussung der Politik/Gesellschaft einsetzen durften.

Die Ukraine hat diese Entwicklung verpasst. Juschtschenko, Poroschenko, Timoschenko, Selensky haben es alle nicht vermocht, daran etwas zu ändern. Ein Krieg könnte eine Chance sein, dass sich daran etwas ändert - weil es besonders wichtig ist, dass das Geld dort ankommt, wo es für die Verteidigung gebraucht wird. Er sollte kein Argument sein, warum man sich nicht darum kümmern kann - das ist ja absurd.

Und so kommt es, dass der Rückhalt für die russische Besatzung vor Ort so hoch ist. Es ist der simple Traum von einem einfachen Wohlstand. Wenn man 40 Jahre darauf warten musste, und sieht beim Nachbarn klappt es zwar nicht ideal, aber besser - dann entscheidet man sich halt für die grünen Männlein. Ja, man hat sich gegen Meinungsfreiheit, aber für Wohlstand entschieden. Keine Frage. Aber man lebt nur einmal, und im Stillen den Wohlstand genießen, das findet die Mehrheit attraktiver.
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Re: Wassermangel auf der Krim

Beitrag von Jenenser »

Norbert hat geschrieben: 08 Jun 2026, 18:16...in den russisch-kontrollierten Bereichen der Ukraine
Norbert hat geschrieben: 10 Jun 2026, 23:31 die faktischen Machthaber
Norbert hat geschrieben: 10 Jun 2026, 23:31 trotz UN-Völkerrecht.
Schon nicht so einfach, die passenden Worte zu finden.
Aus meiner Schulzeit habe ich noch in Erinnerung: „Du hast wohl zu viel Westfernsehen gesehen?“ :lol:

Schaue ich mir zum Beispiel russische Internetforen an, wird in den Regeln hingewiesen, dass die Gesetzte der Russischen Föderation einzuhalten sind. Halte ich mich auf dem Staatsgebiet Russlands auf, ist die russische Verfassung auch für mich bindend. Die Grenzen des Staates sind darin eindeutig festgelegt.

Wo fängt also Meinungsfreiheit an und wo hört sie auf? Eine ernste Frage.
Norbert hat geschrieben: 08 Jun 2026, 18:16
Ich war zwischen 2003 und 2006 zweimal in Jalta und lebte in dieser Zeit in Russland. Während sich Russland in dieser Zeit weiterentwickelt hatte, stagnierte es in der Ukraine. In Russland fuhren neue Busse im öffentlichen Nahverkehr, in der Ukraine fuhren die Busse von 1970.
In Jalta war ich auch 2003 das erste Mal, noch mit einem Ukraine-Visum im Pass. Später folgten dann noch die Ost-Krim mit Sudak und Feodossia und die West-Krim mit Jewpatorija. Was nach dem Jahr 2014 in diesen Orten so vor sich ging, kenne ich halt nur aus den Berichten von Medien und Krim-Bloggern.

In der Ukraine dieser Jahre gehörte zum festen Bestand der Sowjet-Nostalgie immer der öffentliche Nahverkehr. Geschwärmt wurde u.a. von den tschechoslowakischen Straßenbahnen und O-Bussen, die doch regelmäßig bis zum bitteren Ende der Sojus ausgetauscht und erneuert wurden. Und das blieb dann ab dem Jahr 1991 eben aus.

Schaue ich mal in den heutigen Bestand in Kiew, Charkow, Odessa... scheint die Möglichkeit immer noch recht groß, eine Straßenbahn, Baujahr 1983, zu entern…
Im Jahr 2009 bin ich übrigens die längste Trolleybus-Strecke der Welt von Simferopol nach Jalta abgefahren, natürlich noch in einem betagten Skoda-Bus.

15 Jahre UNO-Mitgliedschaft war im September 1988 so eine Nachricht, an die ich mich erinnere. Beide deutsche Staaten gehörten dieser Organisation seit dieser Zeit gleichberechtigt an. Die Bundesrepublik Deutschland sah jedoch keinen Grund, die DDR darauf hin diplomatisch anzuerkennen und Botschafter auszutauschen. Dabei ging es auch um völkerrechtlich anerkannte Grenzen, DDR-Sprachgebrauch: Staatsgrenze, BRD-Jargon: Innerdeutsche Grenze. Im bayerischen Fernsehen zeigte man um diese Zeit sogar noch hemmungslos eine Wetterkarte von 1937.

Wassermangel auf der Krim höre ich kaum, dafür aber Benzinknappheit. Der durch Russland neu erbaute Flughafen in Simferopol kann seit 2022 nicht mehr zivil genutzt werden. Aus dem Ural scheint keiner bereit zu sein, dorthin mit dem Auto in den Urlaub zu fahren oder mit dem Zug. Berichte über die Zerstörung von Kulturdenkmälern auf der Krim machen Russen fassungslos. Die meisten Krim-Bewohner haben seit dem Jahr 2014 einen russischen Pass. Eine ganze Schülergeneration hat bereits das gesamte russische Schulsystem dort durchlaufen. Die meisten stehen immer noch zu ihrer damals gemachten Wahlentscheidung.
Norbert hat geschrieben: 08 Jun 2026, 18:16 Ja, wo ich Dir absolut Recht gebe: Ein Festival wie KaZantip, Hippies am Strand, etc. - das wird es wohl in dieser Form nicht mehr oder wieder geben.
Denke mal an das ZB-Fest in Balaklawa im Jahr 2017 und den Auftritt von Scooter!
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