Hilfe, meine Freundin trinkt
Verfasst: 23 Jun 2010, 00:51
Ich komme beruflich häufig nach Krasnojarsk, habe dort vor 8 Monaten meine Freundin kennengelernt und mich verliebt und plane auch ernsthaft eine gemeinsame Zukunft. In ihrer vorherigen, 13jährigen Beziehung, aus der ein Sohn, der beim Vater lebt, stammt, ist sie regelmässig verprügelt worden, der letzte von mehreren daraus resultierenden Krankenhausbesuchen hat sie dann veranlasst, diesen Mann aus lebenserhaltenden Gründen zu verlassen. Die daraus resultierenden vielfachen Angstneurosen ( Menschen/Bahnhöfe/Flughäfen und-zeuge/Strassen etc.) hat sie versucht, mit Alkohol "in Griff" zu bekommen.
Die Schwere ihrer Sucht ist mir seit ungefähr 6 Wochen bekannt, im gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub war sie die ersten 4 Tage praktisch ununterbrochen durch Raki betrunken, nachdem ich bereits die Koffer gepackt und mit Abreise gedroht hatte, "besserte" sich dies und der weitgehend erträgliche Pegel wurde mit bereits morgendlichem und über den Tag verteilten Bier und Rotwein erreicht. Sie kann ohne Alkohol nicht leben und auch jetzt, bei meinen häufigen Besuchen in Krasnojarsk, trinkt sie immer heimlich aus versteckten Wodkaflaschen, heute geschätzt wieder eine ganze über den Tag verteilt. Die gesundheitlichen Probleme sind meines Erachtens bereits jetzt, sie ist 31, wie lange sie trinkt verrät sie mir nicht, erheblich, vor einer Woche habe ich es geschafft, sie für etwa 22 Stunden trocken zu legen, der Entzug war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte, weshalb ich das versteckte Notbier nicht einsetzen musste, danach war sie für einige Tage mit normalem Alkoholkonsum zufrieden, langfristig ist das aber keine Lösung, zumal sie heute wieder abgestürzt ist. Besonders die Telefonate mit ihrem Ex-Peiniger setzen ihr zu, welcher droht, ihr den Sohn komplett zu entziehen, wenn sie die Beziehung mit mir (in Deutschland) weiterführt, danach kann ich eigentlich mit einem Totalausfall über mehrere Tage rechnen. Wenn sie soweit nüchtern ist, ist ihr die Tragweite des Problems und der Weg ins Verderben, den sie geht bekannt, ich versuche, ihr eine Therapie nahezulegen, habe damit jedoch weder in Russland, noch bei uns Erfahrung. Inwieweit kann ich dortigen ärztlichen Institutionen, auch unter Einsatz von Bakschisch, vertrauen, wie gut sind die Suchtkliniken dort? Ist es besser, dies in Deutschland zu versuchen? Sie war bereits bei einem Psychologen, der ihr, nach Offenlegung aller Fakten, eröffnete, sie hätte kein Alkoholproblem, dieser sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen, insofern zweifle ich, mit deutscher Arroganz, die Kompetenz solcher Leute erheblich an. Ich weiss, dass ich an zwei Fronten kämpfe, vielleicht vorher ihre Ängste bekämpfen muss. Doch wir hatten heute einen wundervollen Tag und dennoch brauchte sie den Schnaps, ihr Körper kann wohl ohne nicht mehr. Danke für jeden helfenden Hinweis.
Die Schwere ihrer Sucht ist mir seit ungefähr 6 Wochen bekannt, im gemeinsamen zweiwöchigen Urlaub war sie die ersten 4 Tage praktisch ununterbrochen durch Raki betrunken, nachdem ich bereits die Koffer gepackt und mit Abreise gedroht hatte, "besserte" sich dies und der weitgehend erträgliche Pegel wurde mit bereits morgendlichem und über den Tag verteilten Bier und Rotwein erreicht. Sie kann ohne Alkohol nicht leben und auch jetzt, bei meinen häufigen Besuchen in Krasnojarsk, trinkt sie immer heimlich aus versteckten Wodkaflaschen, heute geschätzt wieder eine ganze über den Tag verteilt. Die gesundheitlichen Probleme sind meines Erachtens bereits jetzt, sie ist 31, wie lange sie trinkt verrät sie mir nicht, erheblich, vor einer Woche habe ich es geschafft, sie für etwa 22 Stunden trocken zu legen, der Entzug war nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte, weshalb ich das versteckte Notbier nicht einsetzen musste, danach war sie für einige Tage mit normalem Alkoholkonsum zufrieden, langfristig ist das aber keine Lösung, zumal sie heute wieder abgestürzt ist. Besonders die Telefonate mit ihrem Ex-Peiniger setzen ihr zu, welcher droht, ihr den Sohn komplett zu entziehen, wenn sie die Beziehung mit mir (in Deutschland) weiterführt, danach kann ich eigentlich mit einem Totalausfall über mehrere Tage rechnen. Wenn sie soweit nüchtern ist, ist ihr die Tragweite des Problems und der Weg ins Verderben, den sie geht bekannt, ich versuche, ihr eine Therapie nahezulegen, habe damit jedoch weder in Russland, noch bei uns Erfahrung. Inwieweit kann ich dortigen ärztlichen Institutionen, auch unter Einsatz von Bakschisch, vertrauen, wie gut sind die Suchtkliniken dort? Ist es besser, dies in Deutschland zu versuchen? Sie war bereits bei einem Psychologen, der ihr, nach Offenlegung aller Fakten, eröffnete, sie hätte kein Alkoholproblem, dieser sollte sich sein Lehrgeld wiedergeben lassen, insofern zweifle ich, mit deutscher Arroganz, die Kompetenz solcher Leute erheblich an. Ich weiss, dass ich an zwei Fronten kämpfe, vielleicht vorher ihre Ängste bekämpfen muss. Doch wir hatten heute einen wundervollen Tag und dennoch brauchte sie den Schnaps, ihr Körper kann wohl ohne nicht mehr. Danke für jeden helfenden Hinweis.