Ol. Spiele in Sotschi – Belastungsprobe für Mensch und Natur
Verfasst: 29 Aug 2011, 22:25
bekam ich als Mail vom deutsch-russischen Austauch e.V http://austausch.org/
„Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als
Belastungsprobe für Mensch und Natur“
Achtung: Anmeldung schon bis einschließlich 1.9. notwendig!
Am Mittwoch, den 7.9., 18.45-22 Uhr, veranstalten die Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Grüne und der Deutsch-Russische Austausch ein öffentliches
Fachgespräch im Deutschen Bundestag zum Thema
„Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als
Belastungsprobe für Mensch und Natur“
Ort: Paul-Löbe-Haus, Raum E.800, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin.
Prof. Martin Nolte (Universität Kiel) spricht einleitend über „Die
Vergabekriterien des IOC und den staatlichen Einfluss auf sportliche
Großereignisse“. Anschließend berichten die russischen Umweltexperten
Suren Gazaryan (NGO „Ökologische Wacht am Nordkaukasus“, Krasnodar) und
Michail Kreindlin (Greenpeace Russland, Moskau) sowie die sportpolitische
Sprecherin der Grünen-Fraktion, Viola von Cramon, über Umweltrisiken und
bereits eingetretene Schäden durch Olympiabauten rund um die Küstenstadt
Sotschi und im Westkaukasus, den Russland als Weltnaturerbe registrieren
lassen will.
Zugeleich diskutieren sie mögliche Reaktionen, alternative
Entwicklungspotentiale der Region sowie die Verantwortung des IOC für die
Berücksichtigung ökologischer Maßstäbe bei den Auswahlentscheidungen für
kommende Olympische Spiele.
Moderation: Stefan Melle (Deutsch-Russischer Austausch)
Begrüßung: Josef Winkler (MdB, B90/Grüne)
Fazit: Daniela Wagner (MdB, B90/Grüne).
Im Anschluss (ca. 21.15 Uhr) laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.
Wichtiger Hinweis: Anmeldung bis 1.9.
Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie Ihren Personalausweis,
Pass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument. Eine namentliche Anmeldung
mit Angabe des Geburtsdatums ist aufgrund der Sicherheitsbestimmungen im
Bundestag bis zum 01.09.2011 erforderlich. Sie ist möglich per Internet
unter:
http://www.gruene-bundestag.de/cms/term ... in_sp.html
Kontakt für Nachfragen:
Fraktion B90/Grüne, AK 3 Koordinationsbüro, Tel. 030-227-72050, Fax -76050
Hintergrund
Die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Sotschi im Jahr 2014 stellt
die Region im Nordkaukasus vor große ökologische und
gesellschaftspolitische Herausforderungen. Zuletzt hatten Münchens
Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Winterspiele für das Jahr
2018 und die Wahl Pyoengchangs Fragen nach Vergabekriterien und
-konsequenzen für Olympische Spiele aufgeworfen.
Schon seit der Bekanntgabe der Bewerbung Sotschis haben sich verschiedene
Interessengruppen formiert, die auf die Umweltbelastungen für die Region
hingewiesen haben. So sollte ein großer Teil der völlig neu zu
errichtenden Wettkampfstätten in dem Nationalpark Grushevny Mountain Ridge
Platz finden. Die Verwirklichung dieser fundamentalen Fehlplanung wurde
von Greenpeace Russland zwar verhindert, trotzdem wurde im Jahre 2009 ein
Gesetz erlassen, das eine großflächige Abholzung des örtlichen
Waldbestandes und die Umsiedlung von Bewohnern der Region ermöglicht.
Offenbar wird dort vehement versucht, eine aus ökologischen,
infrastrukturellen und bevölkerungspolitischen Gründen ungeeignete Region
zum Austragungsort eines sportlichen Großereignisses zu machen. Diese
Praxis muss in mehrerlei Hinsicht kritisch hinterfragt werden:
Mit welchen konkreten Belastungen muss der Nordkaukasus noch rechnen? Wer
ist eigentlich Profiteur und wer Verlierer der Entscheidung für Sotschi?
Wonach richten sich die Vergabekriterien seitens des IOC und wie viel
Spielraum besitzen staatliche Akteure nach der Entscheidung für einen
bestimmten Austragungsort? Welche Konsequenzen erwachsen aus der
Vergabepraxis des IOC für andere Bewerberstädte? Wie können ökologisch und
gesellschaftspolitisch nachhaltige Konzepte für Sportgroßereignisse auch
von deutscher Seite unterstützt werden? Welche Aufgabe kann und soll die
Bundesregierung dabei übernehmen?
Abgeordnete des Bundestages, Vertreter von Umweltorganisationen aus
Russland und Experten aus Wissenschaft werden diese und weitere Fragen
diskutieren.
„Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als
Belastungsprobe für Mensch und Natur“
Achtung: Anmeldung schon bis einschließlich 1.9. notwendig!
Am Mittwoch, den 7.9., 18.45-22 Uhr, veranstalten die Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Grüne und der Deutsch-Russische Austausch ein öffentliches
Fachgespräch im Deutschen Bundestag zum Thema
„Olympische Spiele in Sotschi 2014 – ein Sportgroßereignis als
Belastungsprobe für Mensch und Natur“
Ort: Paul-Löbe-Haus, Raum E.800, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin.
Prof. Martin Nolte (Universität Kiel) spricht einleitend über „Die
Vergabekriterien des IOC und den staatlichen Einfluss auf sportliche
Großereignisse“. Anschließend berichten die russischen Umweltexperten
Suren Gazaryan (NGO „Ökologische Wacht am Nordkaukasus“, Krasnodar) und
Michail Kreindlin (Greenpeace Russland, Moskau) sowie die sportpolitische
Sprecherin der Grünen-Fraktion, Viola von Cramon, über Umweltrisiken und
bereits eingetretene Schäden durch Olympiabauten rund um die Küstenstadt
Sotschi und im Westkaukasus, den Russland als Weltnaturerbe registrieren
lassen will.
Zugeleich diskutieren sie mögliche Reaktionen, alternative
Entwicklungspotentiale der Region sowie die Verantwortung des IOC für die
Berücksichtigung ökologischer Maßstäbe bei den Auswahlentscheidungen für
kommende Olympische Spiele.
Moderation: Stefan Melle (Deutsch-Russischer Austausch)
Begrüßung: Josef Winkler (MdB, B90/Grüne)
Fazit: Daniela Wagner (MdB, B90/Grüne).
Im Anschluss (ca. 21.15 Uhr) laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang.
Wichtiger Hinweis: Anmeldung bis 1.9.
Um in das Paul-Löbe-Haus zu gelangen, benötigen Sie Ihren Personalausweis,
Pass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument. Eine namentliche Anmeldung
mit Angabe des Geburtsdatums ist aufgrund der Sicherheitsbestimmungen im
Bundestag bis zum 01.09.2011 erforderlich. Sie ist möglich per Internet
unter:
http://www.gruene-bundestag.de/cms/term ... in_sp.html
Kontakt für Nachfragen:
Fraktion B90/Grüne, AK 3 Koordinationsbüro, Tel. 030-227-72050, Fax -76050
Hintergrund
Die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Sotschi im Jahr 2014 stellt
die Region im Nordkaukasus vor große ökologische und
gesellschaftspolitische Herausforderungen. Zuletzt hatten Münchens
Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Winterspiele für das Jahr
2018 und die Wahl Pyoengchangs Fragen nach Vergabekriterien und
-konsequenzen für Olympische Spiele aufgeworfen.
Schon seit der Bekanntgabe der Bewerbung Sotschis haben sich verschiedene
Interessengruppen formiert, die auf die Umweltbelastungen für die Region
hingewiesen haben. So sollte ein großer Teil der völlig neu zu
errichtenden Wettkampfstätten in dem Nationalpark Grushevny Mountain Ridge
Platz finden. Die Verwirklichung dieser fundamentalen Fehlplanung wurde
von Greenpeace Russland zwar verhindert, trotzdem wurde im Jahre 2009 ein
Gesetz erlassen, das eine großflächige Abholzung des örtlichen
Waldbestandes und die Umsiedlung von Bewohnern der Region ermöglicht.
Offenbar wird dort vehement versucht, eine aus ökologischen,
infrastrukturellen und bevölkerungspolitischen Gründen ungeeignete Region
zum Austragungsort eines sportlichen Großereignisses zu machen. Diese
Praxis muss in mehrerlei Hinsicht kritisch hinterfragt werden:
Mit welchen konkreten Belastungen muss der Nordkaukasus noch rechnen? Wer
ist eigentlich Profiteur und wer Verlierer der Entscheidung für Sotschi?
Wonach richten sich die Vergabekriterien seitens des IOC und wie viel
Spielraum besitzen staatliche Akteure nach der Entscheidung für einen
bestimmten Austragungsort? Welche Konsequenzen erwachsen aus der
Vergabepraxis des IOC für andere Bewerberstädte? Wie können ökologisch und
gesellschaftspolitisch nachhaltige Konzepte für Sportgroßereignisse auch
von deutscher Seite unterstützt werden? Welche Aufgabe kann und soll die
Bundesregierung dabei übernehmen?
Abgeordnete des Bundestages, Vertreter von Umweltorganisationen aus
Russland und Experten aus Wissenschaft werden diese und weitere Fragen
diskutieren.