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STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der Ukr
Verfasst: 09 Mai 2014, 17:42
von Berlino10
Rolle der USA in der Ukraine-Krise
Die egoistischen Staaten von Amerika
7.05.2014, 11:25 Uhr
http://mobil.stern.de/politik/ausland/r ... ml?mobil=1
Die politische Krise der Ukraine nutzt Russlands Präsident Wladimir Putin eiskalt aus. Dass es jedoch überhaupt soweit kommen konnte, ist der fahrlässigen Außenpolitik der USA zu verdanken.
Nun steht die EU, entgegen ihrer ureigenen Interessen, vor einem gefährlichen Scherbenhaufen einer ihr von den USA aufgezwungenen Russland- und Ukraine-Politik. Kluge und erfahrene Politiker aus allen politischen Lagern - mit Ausnahme der Grünen - wie Helmut Schmidt, Klaus von Dohnanyi, Armin Laschet, Matthias Platzeck, und ganz wenige unvoreingenomme Journalisten, warnen inzwischen mehr oder weniger verschlüsselt davor, den egoistischen Interessen der USA auf den Leim zu gehen. Auch weite Teile der Bevölkerung lehnen es ab, sich der pro-atlantischen Propaganda der Mainstream-Medien zu unterwerfen, während Obama, US-Kongress und Senat nicht aufhören, die EU zu massiven Sanktionen gegen Russland zu drängen. Dabei weiß jeder, dass die Hauptleidtragenden einer Zuspitzung des Ukraine-Konflikts nicht die US-Amerikaner, sondern die Europäer wären. Die Grenzen amerikanischer Zumutungen sind längst erreicht, die Europäer müssen endlich mit dem Selbstbetrug und der Hinternkriecherei aufhören und den Amerikanern dies auch offen sagen.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 09 Mai 2014, 18:01
von Gunnar
Rudolf März hat es gestern klar bei Anne Will auf den Punkt gebracht. Wenn die Europäer sich von den USA emanzipieren wollen müssen sie entsprechend massiv ihren Verteidigungsetat aufstocken. So einfach ist das.
Der Traum davon, ohne adäquate Militärische Landesverteidigung in Europa existieren zu können, hat sich ja wohl dieser Tage spektakulär ausgeträumt. Das verkennen die altersmilde gewordenen oben genannten Protagonisten gelegentlich. Und dass Russland einen Teufel tun wird, Europa zu einer waffenfreien Zone zu machen, hat er ja gerade heute wieder mit seinem zur Schau gestellten Arsenal bewiesen.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 09 Mai 2014, 19:53
von CSB_Wolf
Gunnar hat geschrieben:Rudolf März hat es gestern klar bei Anne Will auf den Punkt gebracht. Wenn die Europäer sich von den USA emanzipieren wollen müssen sie entsprechend massiv ihren Verteidigungsetat aufstocken. So einfach ist das.
Genau das stimmt, da würde es für ganz Europa schon reichen wenn Deutschland Frankreich und England wieder den Bestand auf um ca. 1990 aufstocken würden. Ich hab vor einiger Zeit mal eine Diskussion gesehen da haben sie Russische Militärs gefragt ob und vor wem sie Angst haben, am allerwenigsten vor dem Amis, die einzigen vor denen sie auch heute noch Angst haben sind die Deutschen.
Gruss
wolf
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 14:48
von weltenbummler
Ich denke, man sollte sich Gedanken machen, wer welche Interessen in diesem Konflikt vertritt:
1. die Menschen die Ursprünglich auf dem Maidan protestiert haben:
Sie wollten einen Beitritt der Ukraine zur EU. Das Hauptziel war, die wirtschaftliche Situation in der Ukraine deutlich zu verbessern, Reisefreiheit, Rechtstaatlichkeit etc. Die Proteste waren auch gegen korrupte Oligarchen gerichtet, die Politik betreiben.
2. die Nationalistische Übergangsregierung in Kiev:
Sie wollen einen Ukrainischen Staat mit Ukrainischer Sprache, ukrainischer Kultur und möglichst ohne russische Einflüsse. Hierzu waren sie bereit mit einflussreichen Oligarchen zu kooperieren (z.B. Frau Timoschenko)
3. die Separatisten auf der Krim und im Osten der Ukraine
Die Region ist sehr stark durch Russland und Russen geprägt worden. Die Pläne der Übergangsregierung (Verbot der russischen Sprache, Abbruch der Beziehungen zu Russland etc.) Haben massiven Wiederstand hervorgerufen. Zumal die Ukraine von Russischen Unterstützungen (Kredite, vergünstigte Gaslieferungen etc.) sehr stark profitiert hätte und Russland der wichtigste Handelspartner in dieser Region ist.
4. Die USA
Sie wollen Ihren geopolitischen Macht und Einflussbereich weiter ausbauen (Raketenstellungen in Osteuropa, feste Truppenkontingente dort, Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato oder zumindest enge Zusammenarbeit...) Da macht es natürlich Sinn, die Nationalisten in der Ukraine in Ihrem Kampf gegen Russland zu unterstützen. Die Ukrainer provozieren Russland. Die USA und die Nato kommen und Helfen der armen Ukraine...
5. Russland
Ziel war, die Ukraine in die Eurasische Wirtschaftsunion aufzunehmen. Das verträgt sich natürlich nicht mit dem Beitritt der Ukraine zur EU. Durch eine Mitgliedschaft der Ukraine in beiden Unionen, wäre ja defakto ein freier, unkontrollierter Warenverkehr von Gibralta bis nach Tadjikistan (also bis zur Chinesischen Grenze) möglich.
Außerdem fühlt sich Russland durch das Näherrücken der Nato bedroht. Das Russland den Separatisten im Osten der Ukraine nahesteht ist naheliegend, zumal Russland permanent durch die Übergangsregierung provoziert wird. Das Ziel bei der Annektion der Krim war wohl in erster Linie die dort lebenden Russen und vor allem auch die Militärbasen vor den Übergriffen der Übergangsregierung zu schützen (wenn man das vorgehen der Ukrainischen "Spezialeinheiten" im Osten der Ukraine sieht, weiß man warum).
Ich denke nicht, dass das Ziel Russlands in einer Erweiterung seines Territoriums besteht.
6. Deutschland/die EU
Unsere erste Pflicht ist, den Amerikanern zu dienen. Daher unterstützt unsere Politik und auch weite Teile der Medien die Amerikaner nach Kräften (Sanktionen, wüste Beschimpfungen Putins, politische Unterstützung für die Übergangsregierung, "Militärbeobachter", ...).
Grundsätzlich will man aber die EU und auch die Nato nicht erweitern (Das sagen zumindest die Spitzenkanditaten bei der Europawahl, und die sollten es ja wissen...). Man will aber auch die Eurasische Wirtschaftsunion nicht, da diese die EU wirtschaftlich und politisch unter Druck setzen könnte. Also hat man die Demonstranten auf dem Maidan erst mal in dem Glauben gelassen, sie könnten der EU beitreten, wenn sie nur entschlossen genug Protestieren, sich von Russland distanzieren, Frau Timoschenko freilassen und Herrn Janukovisch "entsorgen" ....
Und nun....
Herrscht erst mal Bürgerkrieg zwischen Seperatisten und Nationalisten. Beide stützen sich auf die Bevölkerung in einem Teil des Landes, beide werden wohl von Teilen der sich auflösenden Armee unterstützt. Russland steht zu den Seperatisten, die USA und die EU unterstüzt die Nationalisten.
Wie kann man aus der Sache rauskommen?
Nachdem alle Seiten ein halbes Jahr lang Öl ins Feuer gegossen haben, wird es immer schwieriger. Zunächst sollten die unsinnigen Sanktionen und Provokationen gegen Russland eingestellt werden. Dann sollte man mit Russland sprechen. Die Russen sollten die Separatisten unter Druck setzen, der Westen die Übergangsregierung. So lange, bis die Separatisten und die Übergangsregierung sich an einen Tisch setzen, einen Waffenstillstand vereinbaren und sich auf eine zivilisierte Durchführung zur Wahl einer ukrainischen Regierung durchringen.
Man sollte die Übergangsregierung auf jeden fall darauf hinweisen, dass sie vor den Internationalen Gerichtshof kommen, wenn sie ihre "Spezialeinheiten" auf wehrlosen Zivilisten schießen lassen.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 15:14
von Berlino10
Ja, es hätte von Februar an, spätestens eine gemeinsame Lösung auf Basis der Internationalen Friedensvereinbarungen geben müssen, die beide Seiten berücksichtigt.
Der Maidan hat diese gebrochen und eine Einseitigkeits-Regierung mit Faschisten gewaltsam und antidemokratisch und verfassungswidrig installiert.
RUS hat sich völkerrechtswidrig die Krim gesichert, um diese wenigstens von westlichen Einfluss zu sichern.
Der Westen sah diesen einseitigen Sieg der Maidaner als Ziel und unterstützt seitdem jedes Verbrechen und jede Unterdrückung der anderen Hälfte des Landes,
die uns für dumm verkauft werden sollen, als rein von Moskau gesteuert ...
Lösung? ja, sow ei beschrieben: Runder Tisch, politische Einigung über Verfassung, dann Wahlen.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 15:52
von kamensky
"Wie kann man aus der Sache rauskommen?
Nachdem alle Seiten ein halbes Jahr lang Öl ins Feuer gegossen haben, wird es immer schwieriger. Zunächst sollten die unsinnigen Sanktionen und Provokationen gegen Russland eingestellt werden. Dann sollte man mit Russland sprechen. Die Russen sollten die Separatisten unter Druck setzen, der Westen die Übergangsregierung. So lange, bis die Separatisten und die Übergangsregierung sich an einen Tisch setzen, einen Waffenstillstand vereinbaren und sich auf eine zivilisierte Durchführung zur Wahl einer ukrainischen Regierung durchringen.
Man sollte die Übergangsregierung auf jeden fall darauf hinweisen, dass sie vor den Internationalen Gerichtshof kommen, wenn sie ihre "Spezialeinheiten" auf wehrlosen Zivilisten schießen lassen."
Wäre sicherlich einen vernünftigen Lösungsansatz, doch leider stehe ich diesem äusserst skeptisch gegenüber und gehe leider von einer Teilung der UA aus.
Begründung: Putin wird auf biegen und brechen KEINE westlich orientierte Regierung anerkennen. Bei einer allfälligen Aufteilung, wäre es zumindest demokratisch gesehen so, dass sich der westlich orientierte Teil per Referendum (völkerrechtliche Selbstbestimmung auf welche sich auch Putin berufen hat betreffend Krim Annexion) über einen allfälligen NATO-Beitritt äussern könnte, doch ein jeder hier kennt wohl das Resultat einer Anerkennung Seitens RU, auch wenn dieses im Verhältnis 90 zu 10 für einen Beitritt lauten würde. Und schon wäre wieder ein erneutes Feuer zwischen YankeeschEU und RU enfacht. Putin hingegen hätte jenen Teil in seinem Einflussbereich, aus welchem er auch wirtschaftlichen Nutzen (Human Ressources ukrainische Ingenieure der Kriegstechnologie
http://de.ria.ru/politics/20140428/268375501.html ) profitieren könnte. Doch wie heisst es so schön und ich beziehe dies auf beide Seiten "Wen man jemanden den kleinen Finger gibt, dann will er letztendlich die ganze Hand"!
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 16:12
von weltenbummler
kamensky hat geschrieben:"Wie kann man aus der Sache rauskommen?
Nachdem alle Seiten ein halbes Jahr lang Öl ins Feuer gegossen haben, wird es immer schwieriger. Zunächst sollten die unsinnigen Sanktionen und Provokationen gegen Russland eingestellt werden. Dann sollte man mit Russland sprechen. Die Russen sollten die Separatisten unter Druck setzen, der Westen die Übergangsregierung. So lange, bis die Separatisten und die Übergangsregierung sich an einen Tisch setzen, einen Waffenstillstand vereinbaren und sich auf eine zivilisierte Durchführung zur Wahl einer ukrainischen Regierung durchringen.
Man sollte die Übergangsregierung auf jeden fall darauf hinweisen, dass sie vor den Internationalen Gerichtshof kommen, wenn sie ihre "Spezialeinheiten" auf wehrlosen Zivilisten schießen lassen."
Wäre sicherlich einen vernünftigen Lösungsansatz, doch leider stehe ich diesem äusserst skeptisch gegenüber und gehe leider von einer Teilung der UA aus.
Begründung: Putin wird auf biegen und brechen KEINE westlich orientierte Regierung anerkennen. Bei einer allfälligen Aufteilung, wäre es zumindest demokratisch gesehen so, dass sich der westlich orientierte Teil per Referendum (völkerrechtliche Selbstbestimmung auf welche sich auch Putin berufen hat betreffend Krim Annexion) über einen allfälligen NATO-Beitritt äussern könnte, doch ein jeder hier kennt wohl das Resultat einer Anerkennung Seitens RU, auch wenn dieses im Verhältnis 90 zu 10 für einen Beitritt lauten würde. Und schon wäre wieder ein erneutes Feuer zwischen YankeeschEU und RU enfacht. Putin hingegen hätte jenen Teil in seinem Einflussbereich, aus welchem er auch wirtschaftlichen Nutzen (Human Ressources ukrainische Ingenieure der Kriegstechnologie
http://de.ria.ru/politics/20140428/268375501.html ) profitieren könnte. Doch wie heisst es so schön und ich beziehe dies auf beide Seiten "Wen man jemanden den kleinen Finger gibt, dann will er letztendlich die ganze Hand"!
Ich denke es wäre auch wichtig, dass die EU sich klar zu ihren Zielen in der Ukraine bekennt und die Situation relaistisch darstellt.
Ich glaube nicht, dass die Ukraine eine realistische Chance hat in die EU aufgenommen zu werden.
Gleiches gilt für die Nato. Solange das Land so instabil ist, und zudem die Sache mit der Krim nicht geklärt ist, kommt die Ukraine nicht in die Nato. Egal ob sie will oder nicht. Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es in Europa eine Mehrheit dafür gibt, die Ukraine militärisch gegen Russland zu verteidigen. Und das ist die Voraussetzung für einen Nato Beitritt.
Die einzige Unterstüzung die die Ukraine vom Westen erwarten kann ist der IWF. Und der hilft nur, wenn drastische Sparmaßnahmen in der Ukraine durchgesetzt werden.
Dies sollte man den Menschen in der Ukraine so sagen und anstatt falsche Hoffnungen zu wecken.
Ob dann wirklich eine westlich orientierte Regierung gewählt wird, wage ich zu bezweifeln. Zumal die Leute vom Maidan, denke ich, auch in der Ukraine viele Sypathien verspielt haben.
Natürlich muss Teil der Vereinbarungen mit Russland sein, dass das Ergenis der Wahl von beiden Seiten anerkannt wird, egal wie es ausgeht.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 16:51
von Berlino10
"Blindheit und Taubheit" gegenüber Russland bringen Europa nicht weiter
Hermann Winkler (CDU), Sprecher der ostdeutschen Abgeordneten im Europaparlament, warnt eindringlich vor weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Im Gespräch mit unserem Portal verdeutlicht Winkler, warum sich Europa dringend aus dem Schatten der USA lösen und ein Grundverständnis für Russland entwickeln muss.
http://web.de/magazine/nachrichten/ausl ... uropa.html
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 17:26
von kamensky
weltenbummler hat geschrieben:kamensky hat geschrieben:"Wie kann man aus der Sache rauskommen?
Nachdem alle Seiten ein halbes Jahr lang Öl ins Feuer gegossen haben, wird es immer schwieriger. Zunächst sollten die unsinnigen Sanktionen und Provokationen gegen Russland eingestellt werden. Dann sollte man mit Russland sprechen. Die Russen sollten die Separatisten unter Druck setzen, der Westen die Übergangsregierung. So lange, bis die Separatisten und die Übergangsregierung sich an einen Tisch setzen, einen Waffenstillstand vereinbaren und sich auf eine zivilisierte Durchführung zur Wahl einer ukrainischen Regierung durchringen.
Man sollte die Übergangsregierung auf jeden fall darauf hinweisen, dass sie vor den Internationalen Gerichtshof kommen, wenn sie ihre "Spezialeinheiten" auf wehrlosen Zivilisten schießen lassen."
Wäre sicherlich einen vernünftigen Lösungsansatz, doch leider stehe ich diesem äusserst skeptisch gegenüber und gehe leider von einer Teilung der UA aus.
Begründung: Putin wird auf biegen und brechen KEINE westlich orientierte Regierung anerkennen. Bei einer allfälligen Aufteilung, wäre es zumindest demokratisch gesehen so, dass sich der westlich orientierte Teil per Referendum (völkerrechtliche Selbstbestimmung auf welche sich auch Putin berufen hat betreffend Krim Annexion) über einen allfälligen NATO-Beitritt äussern könnte, doch ein jeder hier kennt wohl das Resultat einer Anerkennung Seitens RU, auch wenn dieses im Verhältnis 90 zu 10 für einen Beitritt lauten würde. Und schon wäre wieder ein erneutes Feuer zwischen YankeeschEU und RU enfacht. Putin hingegen hätte jenen Teil in seinem Einflussbereich, aus welchem er auch wirtschaftlichen Nutzen (Human Ressources ukrainische Ingenieure der Kriegstechnologie
http://de.ria.ru/politics/20140428/268375501.html ) profitieren könnte. Doch wie heisst es so schön und ich beziehe dies auf beide Seiten "Wen man jemanden den kleinen Finger gibt, dann will er letztendlich die ganze Hand"!
Ich denke es wäre auch wichtig, dass die EU sich klar zu ihren Zielen in der Ukraine bekennt und die Situation relaistisch darstellt.
Ich glaube nicht, dass die Ukraine eine realistische Chance hat in die EU aufgenommen zu werden.
Gleiches gilt für die Nato. Solange das Land so instabil ist, und zudem die Sache mit der Krim nicht geklärt ist, kommt die Ukraine nicht in die Nato. Egal ob sie will oder nicht. Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es in Europa eine Mehrheit dafür gibt, die Ukraine militärisch gegen Russland zu verteidigen. Und das ist die Voraussetzung für einen Nato Beitritt.
Die einzige Unterstüzung die die Ukraine vom Westen erwarten kann ist der IWF. Und der hilft nur, wenn drastische Sparmaßnahmen in der Ukraine durchgesetzt werden.
Dies sollte man den Menschen in der Ukraine so sagen und anstatt falsche Hoffnungen zu wecken.
Ob dann wirklich eine westlich orientierte Regierung gewählt wird, wage ich zu bezweifeln. Zumal die Leute vom Maidan, denke ich, auch in der Ukraine viele Sypathien verspielt haben.
Natürlich muss Teil der Vereinbarungen mit Russland sein, dass das Ergenis der Wahl von beiden Seiten anerkannt wird, egal wie es ausgeht.
Vollkommen Ihrer Meinung. Der grundlegende Fehler, welcher nicht mehr wiederholt werden sollte, machte doch der egoistische und sich praktisch permanent in Bittstellerposition befindenden Janukovic. Hätte er monate zuvor betreffend Unterzeichnung des Assoziations Abkommen ehrliche Aufklärungsarbeit geleistet und danach eine Volksabstimmung einberufen, haätte man das jetzige Dilema verhindern können. Doch da zeigt sich einmal mehr, wie "Sche...e" diktatorisch gelagerte Regierungsysteme sind. Der gehörte m. E. als erster öffentlich aufg.....t! Januko hat jedoch bewusst und aus eigenem Egoismus das Schicksal und die Zukunft der ganzen UA Bevölkerung aufs Spiel gesetzt und sich in Sicherheit begeben, wenn wahrlich auch unfreiwillig. Die Leidtragenden jedoch sollen für seine putintreue Marionettenspielchen büssen und leiden und der lupenreine Demokrat behändigt sich weiterer nützlicher Informationen.
Auch ich glaube nicht, dass die Mehrheit der EU die Ukrainer mit offenen Armen empfangen würden, doch zumindest einen Teil der Wünsche Modernisierung, Stabilität, möglicherweise mehr Rechtsstaatlichkeit könnten unterstützt werden.
Was RU und YaankschEU anbelangt, ist es ein reiner Poker um Macht und der Gewinner wird jener sein, welcher länger die Geduld wahren kann egal in welcher eigenen Situation. RU bspw. hofft möglicherweise auf seinen grössten Verbündeten China, aber die werden sich die Finger weder pro russisch noch pro westlich verbrennen, denn diese noch heilen Finger benötigen sie danach um " nicht unbedingt nur physikalisch Demoliertes und Zerbrochenes " zu den eigenen Gunsten einzusammeln.
Re: STERN: Die egoistischen Staaten von Amerika - USA in der
Verfasst: 10 Mai 2014, 17:48
von kamensky
Berlino10 hat geschrieben:"Blindheit und Taubheit" gegenüber Russland bringen Europa nicht weiter
Hermann Winkler (CDU), Sprecher der ostdeutschen Abgeordneten im Europaparlament, warnt eindringlich vor weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Im Gespräch mit unserem Portal verdeutlicht Winkler, warum sich Europa dringend aus dem Schatten der USA lösen und ein Grundverständnis für Russland entwickeln muss.
http://web.de/magazine/nachrichten/ausl ... uropa.html
Ähnliche Berichte kursierten schon Wochen zuvor im Internet und stets wird auf die ca. 6`200 deutsche Firmen in RU mit 20 Mia. Investitionskapital hingewiesen. Ich stimme dieser Theorie nur verdünnt zu, denn die EU sollte sich beidseitig NICHT zu stark in Abhängigkeit bringen, sondern ihr eigenes Potenzial noch intensiver ausreizen und spezifizierter ausbauen, was nicht heisst, dass man auf Handel verzichten muss. Momentan steht ja immer noch das FH-Abkommen mit den USA im Raume und deshalb lässt ma sich so quasi beide Türen offen.