Am deutschen Wesen soll die Welt genesen
Verfasst: 15 Dez 2014, 14:18
Lesenswerter artikel aus der WELT: http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Reich.html
"Der Groll über das "weichgespülte Deutsche Reich" - Deutschland nervt fast alle: Nach sieben Jahren ohne Wachstum glaubt kaum noch jemand in Europa an die Sparrezepte von Merkel & Co. Linke wie Rechtspopulisten schimpfen auf deutsche Besserwisserei. [...]
Gravierender noch als die Neigung zu Exklusivmeinungen wirkt sich dabei die Art und Weise aus, wie die Deutschen ihre Überzeugungen in Europa politisch durchdrücken. Insbesondere der deutsche Ministerialbeamte, der aus Berlin morgens mit dem ersten Flieger in Brüssel einfällt, tagsüber betont selbstbewusst mit den Kollegen verhandelt und abends wieder zu Hause sein will, gilt inzwischen als Feindbild. "Besserwisserisch", "selbstgefällig" und "rechthaberisch" sind noch einige der freundlicheren Adjektive, die man in Brüssel über die Deutschen hört. Die hätten "oft provinzielle Vorstellungen". Man müsse ihnen ständig sagen, "dass sie nicht überall das deutsche Modell überstülpen können", klagt eine EU-Diplomatin.
Vor allem der deutsche Hang zu "Grundsatzpositionen" und die Unfähigkeit, anders als "juristisch" zu argumentieren, lässt die übrigen Europäer verzweifeln. "Es kann nur so und nicht anders sein. Sie wollen oder können sich nicht bewegen", klagt ein Generaldirektor aus der EU-Kommission. [...]"
"Der Groll über das "weichgespülte Deutsche Reich" - Deutschland nervt fast alle: Nach sieben Jahren ohne Wachstum glaubt kaum noch jemand in Europa an die Sparrezepte von Merkel & Co. Linke wie Rechtspopulisten schimpfen auf deutsche Besserwisserei. [...]
Gravierender noch als die Neigung zu Exklusivmeinungen wirkt sich dabei die Art und Weise aus, wie die Deutschen ihre Überzeugungen in Europa politisch durchdrücken. Insbesondere der deutsche Ministerialbeamte, der aus Berlin morgens mit dem ersten Flieger in Brüssel einfällt, tagsüber betont selbstbewusst mit den Kollegen verhandelt und abends wieder zu Hause sein will, gilt inzwischen als Feindbild. "Besserwisserisch", "selbstgefällig" und "rechthaberisch" sind noch einige der freundlicheren Adjektive, die man in Brüssel über die Deutschen hört. Die hätten "oft provinzielle Vorstellungen". Man müsse ihnen ständig sagen, "dass sie nicht überall das deutsche Modell überstülpen können", klagt eine EU-Diplomatin.
Vor allem der deutsche Hang zu "Grundsatzpositionen" und die Unfähigkeit, anders als "juristisch" zu argumentieren, lässt die übrigen Europäer verzweifeln. "Es kann nur so und nicht anders sein. Sie wollen oder können sich nicht bewegen", klagt ein Generaldirektor aus der EU-Kommission. [...]"