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Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 13:50
von Kamtschatkakarl
06.09.15: Grossbrief an mich abgeschickt aus Hamburg, nie angekommen.
18.09.15: Normalbriefe 155 Stueck nach Deutschland, Oesterreich, Schweiz abgeschickt.
Telefonisch nachgefasst, nichts kam an. Ich denke nicht daran, bei erstmaliger Kontakt-
aufnahme mit potentiellen Haendlern EINSCHREIBEN zu nehmen, sieht ja voll daneben
aus!
Weiss jemand, ob die Russische Post noch Post ins Ausland befoerdert?
lg, Josef
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 13:59
von bella_b33
Moin Josef,
Ich hab zuletzt im Juni und werde heut wieder einen größeren A4 Dokumentbrief per EMS auf den Weg schicken. Kostet recht viel(meist so 1200rub) aber kommt innerhalb von 3-4 Tagen in DE beim Emfpänger an. Mit der normalen Schneckenpost hab ich keinerlei Erfahrung ausser vielleicht mal ein paar Weihnachtspäckchen, die Frauchen jedes Jahr an Geschäftspartner und Familie verschickt. Das kam bisher(8 Jahre) auch alles IRGENDWANN an
Gruß
Silvio
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 14:03
von Kamtschatkakarl
@silvio
Klar nehme ich bei wichtigen Einzelsendungen ebenfalls EMS / DHL,
trotz sehr hoher Preise.
Diesmal habe ich es mit ganz normaler Post probiert. Ergebnis.......
![frust [frust]](./images/smilies/frust.gif)
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 14:29
von Ostexperte.de
Hallo Josef,
ja, sie befördert noch Post ins Ausland. Ich habe es erst kürzlich mit zwei Paketen probiert: Moskau-Düsseldorf. Die haben allerdings etwas über einen Monat gebraucht. Auf Nachfrage bei der Potschta Rossii habe ich als Antwort bekommen: das liegt bestimmt an der Deutschen Post.

Ja, genau...
Angekommen sind sie bis jetzt immer, obwohl es gedauert hat.
Ich habe dazu auch erst kürzlich einen Artikel für unseren Russland-Blog Ostexperte.de zur russischen Post geschrieben:
http://www.ostexperte.de/2015/10/12/5-t ... sche-post/
Das deckt sich offenbar auch mit euren Erfahrungen.

Leider...
LG Simon
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 14:43
von Kamtschatkakarl
@simon
Aus Deinem Link: <..> Dass das auch für das private Umfeld gilt, verdeutlicht folgendes Beispiel: Das Weihnachtsgeschenk, dass mir meine Mutter bereits Ende November geschickt hatte, kam erst Ende Januar in Moskau an. Sogar zu spät für die russischen Weihnachten am 7. Januar. Allerdings spielen dabei sicher auch die russischen Neujahrsfeiertage eine Rolle, die bis zum 11. Januar dauerten.
Die Sendungen, ob Paket oder Brief, kommen meist an. Wenn sie aber zu einem bestimmten Termin dort sein müssen, sollte lieber ein internationaler Kurierdienst verwendet werden. Für Privatleute ist das allerdings nicht immer eine Option.
Ein solcher Dienst kostet bei Paketen schon einmal so viel wie ein günstiger Flug. Für den gleichen Preis könnte man die Post also persönlich vorbeibringen (Beispiel: Ein 5kg-Paket per UPS von Düsseldorf nach Moskau kostet teilweise über 200 Euro).<...>
Bloed ist halt, wenn wir wie jetzt 155 ganz normale Geschaeftsbriefe mit paar netten Flyern drin an Unternehmen in Deutschland usw. verschickt haben - Einschreiben sieht ganz schlecht aus bei einem Erstkontakt; Kurier kostet das Zwanzigfache etwa. Bei 155 Briefen haette ich etwa 200.000 Rubel zahlen muessen, Wahnsinn!
lg, Josef
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 14:56
von Ostexperte.de
@Josef
Ja, das ist natürlich krass.
Die Alternative habe ich ja auch kurz in dem Artikel beschrieben. Man könnte die Briefe jemandem mitgeben, der nach Deutschland fliegt, um sie dort in den Briefkasten einzuwerfen. Bis Österreich und in die Schweiz dauert es dann auch nicht mehr so lange.
Machen viele so. Auch Unternehmen, wie ich erlebt habe.
Ich hoffe, das hilft!
LG Simon
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 15:22
von Magdeburg-Moskva
Hmm, Simon, ich kenne deinen Blogbeitrag und, naja, ich fand ihn wenig substanziiert.
Ich finde, du tust m. E. den Postangestellten besonders mit Kundenkontakt Unrecht. Die müssen richtig arbeiten, wenn im Schalterraum angesichts der vielen Kunden der Sauerstoff knapp wird und dies mit teils vorsintflutlicher Technik.
Wenn mir Kamtschatkakarl mit 155 Briefen nebst Flyer "ankäme" und mich bitten würde, die mitzunehmen, würde ich ihn mitleidig angucken und ihm weiterhin alles Gute wünschen.
Vielleicht ist es sinnvoll nach einem Dienstleister wie Lettershop zu suchen, die die Briefe nebst Anlagen zumindest in der EU konfektionieren, konsolidieren und abschicken.
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 15:35
von Norbert
In St. Petersburg gab es früher einen Service, welcher solche Briefe einfach fix nach Finnland gefahren hat, ab da mit der gewöhnlichen Post. Wenn ich google, finde ich solche Angebote noch immer - da bekommt man sicher einen guten Rabatt für 155 Briefe. Im Zweifelsfall kann man ja auch fix selber fahren, wenn es so wichtig ist und man seine Nerven sparen will.
Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 15:37
von Ostexperte.de
@Magdeburg-Moskva
Danke für das Feedback und für das Lesen des Artikels. Was hättest du dir denn noch gewünscht?
Bezüglich der Postangestellten hast du sicher recht. Es sind bestimmt nicht die besten Arbeitsbedingungen, die in vielen Filialen herrschen. Das ändert nur leider nichts am Service für die Kunden. Die müssen meist lange warten.
Natürlich heißt das nicht, dass Josef alle Briefe und Flyer einer Person mitgeben soll. Das ist, wie du ja schon schreibst, eher unrealistisch. Aber einige vielleicht schon.
Danke für den Hinweis auf Dienstleister wie Lettershop!

Re: Russische Post lebt noch?
Verfasst: 27 Okt 2015, 16:26
von zimdriver
Auf die Idee muss man erstmal kommen, aus RUS nach D ein Mailing mit der Russischen Post zu machen. Entweder es ist wichtig- was ich annehme, sonst kann man es sich sparen- dann entweder EMS oder gleich aus D, oder es ist unwichtig -wie Weihnachtskarten- und dann kann der Empfänger auch warten.