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Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 29 Aug 2024, 00:52
von Packerowski
Hallo Forum,

kein echter Sommerurlaub bei uns dieses Jahr, dafür eine kleine Odyssee. Die Realitäten des neuen Kalten Krieges zwangen uns auf der Fahrt nach Russland erneut manch grotesken Umweg auf - dieses Mal kamen wir zu Fuß über ein kaum genutztes Hintertürchen aus der EU heraus, und auf der Heimreise dann über Afrika wieder zurück. Ein Bericht entlang der Route Kiel - Klaipeda - Palanga - Kaliningrad - Moskau - Nischni Nowgorod - Wladimir - Moskau - Kairo - Athen - Frankfurt bei mir im Blog:

"... bis an die Memel"
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Königsberger Dom und Synagoge
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Basiuliuskathedrale kurz vor dem Unwetter
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An der Wolga
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Ein Weltwunder und seine Hinterhöfe
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Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 29 Aug 2024, 01:08
von Axel Henrich
Wie immer, Thx! ;)

-ah-

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 29 Aug 2024, 07:34
von kamensky
Absolut "superbebilderter Bericht" inklusive einer innovativer Reiseroute. Es sei dir besten Verdankt fuer deine Veroeffentlichung! :D

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 30 Aug 2024, 12:36
von Jenenser
Danke fürs Mitnehmen! Da ist Palanga so ein Ort, den ich noch nicht bereiste.
Gefreut habe ich mich dann über ein Wiedersehen mit anderen mir bekannten Gegenden.
Für das nächste Jahr bin ich schon am Basteln...

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 02 Sep 2024, 15:35
von Okonjima
interessanter Bericht...wie immer :D Danke!

@Packerowski
Darf ich mal ein oder zwei Fragen stellen? Ich mach einfach... ;)


Ich bin ja auch immer am "abwägen" der 2 aktuellen Wege nach Russland, also entweder über Kaliningrad oder per Flug tief über den Süden rein.
Bei meinen Überlegungen gewinnt meistens der Zeitfaktor gegen den Finanzfaktor. Was denkst Du spart man bei eine Anreise per Fähre und Einreise
über Kaliningrad gegenüber z.B. einem Flug über Istanbul? Kommt natürlich auf den Flugpreis an, ist klar.
Ich muss nach St.Petersburg und bin am planen für den Jahreswechsel. Aktuell gibts noch ganz akzeptable Angebote für um die 660 € mit Turkish,
wenn man etwas flexibel ist. Irgendwie denke ich das der Weg über Kaliningrad für mich da nicht so viel Erparnis bringt.

Und noch ne Frage...bei Deinen 2 Flügen über Kairo musstest Du doch bestimmt in Athen nochmal einreisen und neu einchecken, oder?
(2 unterschiedliche Airlines bzw. Tickets)
Wieviel Zeit muss man dafür in Athen einplanen? Wenn man jetzt den umgekehrten Weg wählt, also Athen-Kairo-Moskau, dann kann das einreisen
und neu einchecken am Flughafen in Kairo doch zum Eigentor werden?!

Gruß Oki

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 02 Sep 2024, 17:14
von Norbert
Danke für den Bericht, wie immer!
Okonjima hat geschrieben: 02 Sep 2024, 15:35... kann ... neu einchecken am Flughafen in Kairo doch zum Eigentor werden?!
Ich finde dies ist der größte Vorteil von Antalya ... verpasst man einen Flug, so gibt es in beide Länder viele weitere Flüge, auf welchen man im Notfall noch einen Platz bekommt. Auch wenn dies dann vielleicht nach Leipzig oder Berlin statt Dresden ist. Oder via Moskau oder nach Omsk statt nach Novosibirsk. Aber man steht nicht eine halbe Woche rum, bis sich ein freier Platz findet, wie bei anderen Transitländern wie Dubai, Georgien, Usbekistan oder Azerbaidschan.

Will man aber eh vor Ort etwas anschauen, dann ist sicher Kairo ein wirklich reizvoller Stopp.

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 02 Sep 2024, 22:15
von Packerowski
Danke für die freundlichen Rückmeldungen!

@Okonjima Die Klaipeda-Fähre ist ganz gewiss nicht schneller als der Transit durch Polen. Zur Frage, wie es am schnellsten geht, kann ich wenig sagen, denn danach schaue ich momentan tatsächlich gar nicht. Bei meiner Reiseplanung geht es neben einem möglichst bezahlbaren Preis auch immer um Stress-Vermeidung. Was ich gar nicht mag in diesen ohnehin nicht so einfachen Zeiten, ist, auf heißen Kohlen an Grenzen oder in verspäteten Fliegern um Anschlüsse zu bangen. Ich plane immer massig Zeit ein, bei Flügen über interessante ferne Länder sowieso auch einen Zwischenstopp mit Übernachtung(en). Die einschlägigen Social-Media-Gruppen sind voll von Postings panischer Menschen, die in Mamonovo oder Narva feststecken und ihre Flieger verpassen, weil sie irgendetwas zu knapp geplant haben.

Bei der Kairo-Route hatten wir ein Egypt-Air-Ticket von Moskau nach Ägypten und ein Aegean-Ticket für einen Egypt-Air-Flug nach Athen und den Agean-Flug weiter nach Deutschland. Dazwischen lagen 2,5 Tage Aufenthalt. Am letzten Tag wurde das Gepäck von Kairo nach Nürnberg durchgereicht, ohne dass wir in Athena erneut einchecken mussten. Eine Passkontrolle gab es sowieso nach der Landung in Athen für alle an Bord, bei der Rückkehr aus der Innenstadt mussten wir nur noch einmal durch die Sicherheitskontrolle, das ging aber Ratzfatz. Egypt Air fliegt aber natürlich auch direkt von Kairo mindestens nach Frankfurt und München.

Im vergangenen Winter habe ich für die Tickets auf der Strecke Moskau - Schleswig-Holstein gerade einmal etwas über 100 Euro in eine Richtung ausgegeben. (Aeroflot SVO-KGD mit Gepäck 60 Euro, Bus nach Danzig 40 Euro, Sparticket der polnischen Bahn bis Stettin 15 Euro, danach weiter "umsonst" mit Deutschland-Ticket durch McPomm). Aber in der Ferienzeit ist das nicht realistisch.

@Jenenser Wie erwähnt, fand ich Palanga etwas speziell. Aber zum Baden natürlich top.

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 02 Sep 2024, 22:17
von Packerowski
Norbert hat geschrieben: 02 Sep 2024, 17:14 Ich finde dies ist der größte Vorteil von Antalya ... verpasst man einen Flug, so gibt es in beide Länder viele weitere Flüge, auf welchen man im Notfall noch einen Platz bekommt.
Antalya ist als Zwischenstopp wirklich eine gute Wahl. Und man ist, wenn man nur ein paar Stunden totschlagen muss, auch recht schnell mit der neuen Straßenbahn im Zentrum.

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 03 Sep 2024, 12:15
von Norbert
Noch eine Frage: In Deinem Blog schreibst Du etwas desillusioniert:
Nach einer Woche an der Ostseeküste steht uns nun die unangenehmste Etappe der Reise bevor: Der Grenzübertritt von der EU nach Russland. [...] Wer einen kleinen Fußmarsch nicht scheut, so ist in den einschlägigen Social-Media-Kanälen nachzulesen, könne hier relativ einfach und ohne stunden- oder gar tagelange Wartezeiten die Grenze passieren. [...] Die Hoffnung, dass alles jetzt sehr schnell gehen würde, trügt.
Final verstehe ich es so, dass alles etwa eine Stunde dauerte. Ist das nicht im Vergleich zu allen anderen Landgrenzen immer noch ein traumhafter Wert?

Würdest Du die Grenze noch immer als Geheimtipp bezeichnen oder übersehe ich da etwas?

Re: Reisebericht: Sommerodyssee

Verfasst: 03 Sep 2024, 14:09
von Packerowski
Norbert hat geschrieben: 03 Sep 2024, 12:15 Final verstehe ich es so, dass alles etwa eine Stunde dauerte. Ist das nicht im Vergleich zu allen anderen Landgrenzen immer noch ein traumhafter Wert?

Würdest Du die Grenze noch immer als Geheimtipp bezeichnen oder übersehe ich da etwas?
Natürlich ist das "traumhaft" im Vergleich zu dem Alptraum, der sich im Sommer z.B. in Narva/Iwangorod abspielte. Es sind definitiv nur sehr wenige Menschen dort unterwegs, was sich so schnell vermutlich auch nicht ändern wird. Aber es ist eben sehr, sehr weit entfernt von einer normalen Grenze.