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Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 26 Mär 2025, 00:35
von Axel Henrich
https://www.whitehouse.gov/briefings-st ... black-sea/


"USA und RF vereinbaren Maßnahmen

...zur Stabilisierung der Schwarzmeer-Region und globalen Ernährungssicherheit

Sicherheit im Schwarzen Meer

Das Weiße Haus gab bekannt, dass sich die USA und Russland auf grundlegende Regelungen zur Gewährleistung der Schifffahrtssicherheit im Schwarzen Meer verständigt haben.

Die Vereinbarung umfasst:

- Den vollständigen Ausschluss von Gewaltanwendungen gegen zivile Handelsschiffe
- Die Garantie sicherer Schifffahrtsrouten für Getreide- und Düngemittelexporte
- Die Einrichtung eines Kommunikationsmechanismus zur Verhinderung militärischer Zwischenfälle

Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Exporte

In einer bemerkenswerten Entwicklung kündigten die USA an, Russland bei der Wiederherstellung seiner Position auf den globalen Agrarmärkten zu unterstützen:

- Wiederaufnahme der Exporte von Getreide und Düngemitteln

- Erweiterter Zugang zu internationalen Häfen und Zahlungssystemen

- Technische Unterstützung bei Logistik und Zertifizierung

Schutz kritischer Infrastruktur

Die USA und Ukraine vereinbarten die Entwicklung eines Schutzmechanismus für Energieanlagen:

- Verbot von Angriffen auf russische und ukrainische Energieinfrastruktur

- Technische Arbeitsgruppe zur Implementierung von Schutzmaßnahmen

Militärische Lageeinschätzung

Nach US-Geheimdienstanalysen:
- Russland verfügt aktuell über die operative Initiative im Konflikt
- Moskau strebt eine Verhandlungslösung unter günstigen Bedingungen an
- Die militärische Dynamik begünstigt derzeit russische Positionen

Hintergrund:

Die Beschlüsse folgen auf intensive Verhandlungen in Riad und spiegeln das gemeinsame Interesse an:

1) Verhinderung einer globalen Ernährungskrise
2) Stabilisierung der Energiemärkte
3) Vermeidung weiterer Eskalationen im Schwarzmeer-Raum

Die Vereinbarung der Präsidenten Russlands und der USA über die Nichteinsatz von Gewalt im Schwarzen Meer wird erst nach der Aufhebung der Sanktionen gegen die Rosselchosbank und andere Finanzinstitute, die am Handel mit Lebensmitteln und Düngemitteln beteiligt sind, in Kraft treten, erklärte der Kreml.

Ebenso erst nach der Aufhebung der Sanktionen gegen Unternehmen der Agrarproduktion, gegen Lieferungen von Landwirtschaftsgeräten nach Russland und gegen Versicherungsunternehmen für Frachtgüter.

Die Vereinbarung sieht zudem ein Verbot der Nutzung ziviler Schiffe für militärische Zwecke vor.
Kreml: Die Vereinbarung mit den USA, die "Schwarzmeer-Initiative", beinhaltet das Verbot der militärischen Nutzung von Handelsschiffen und die Einführung geeigneter Kontrollmaßnahmen durch deren Überprüfung."

Seit dem 18.3.25 gelten ja schon die Vereinbahrungen zu den Energieanlagen ...

" USA und Russland einigen sich auf eine Liste russischer und ukrainischer Energieanlagen, für die ein vorübergehendes 30-tägiges Moratorium für Angriffe gilt, – Kreml

1. Ölraffinerien;
2. Öl- und Gaspipelines und Lagereinrichtungen, einschließlich Pumpstationen;
3. Infrastruktur zur Stromerzeugung und -übertragung, einschließlich Kraftwerken, Umspannwerken, Transformatoren und Verteilern;
4. Kernkraftwerke;
5. Wasserkraftwerke.

Das vorübergehende Moratorium gilt ab dem 18. März 2025 für 30 Tage und kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden.
„Im Falle einer Verletzung des Moratoriums durch eine der Parteien hat die andere Partei das Recht, sich von der Verpflichtung zur Einhaltung des Moratoriums befreit zu betrachten“, heißt es in der Veröffentlichung.

-ah-

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 26 Mär 2025, 13:39
von Norbert
Wo beginnen und enden hier Zitate und was sind persönliche Meinungen? Fände ich zum Verstehen des Posts hilfreich.

Und noch besser: Zitate kürzen, vollen Text verlinken.

Danke Dir.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 26 Mär 2025, 14:03
von saransk
Wenn das Ganze erst nach Aufhebung von Sanktionen gegen Russland in Kraft treten soll, darf man wohl nicht zu optimistisch sein.
Denn noch gilt in der EU ja die Einstimmigkeit. Und mir fallen da spontan mehrere Mitgliedsstaaten ein, welche dies wohl nicht mittragen werden, oder nur mit erheblichen Bedenken.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 26 Mär 2025, 14:18
von bella_b33
Danke für die Zusammenfassung, Axel! Sehr informativ. Hoffen wir, daß langsam mal Ruhe einkehrt.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 27 Mär 2025, 00:00
von willi
saransk hat geschrieben: 26 Mär 2025, 14:03 Wenn das Ganze erst nach Aufhebung von Sanktionen gegen Russland in Kraft treten soll, darf man wohl nicht zu optimistisch sein.
Denn noch gilt in der EU ja die Einstimmigkeit. Und mir fallen da spontan mehrere Mitgliedsstaaten ein, welche dies wohl nicht mittragen werden, oder nur mit erheblichen Bedenken.
Wie ich es verstanden habe...
Bei den Sanktionen handelt es sich um den SWIFT Zugang verschiedener russischer Banken, - da ist die EU mal komplett aussen vor und die Amerikaner werden sich sicherlich nicht von den Polen und Balten da was aufzwingenlassen. Wenn Lebensmittel und Dünger leichter auf den Weltmarkt gelangen soll, haben die Schnappatmer auch wenig Einfluss.
Ansonsten ist die Rede von Landwirtschaftlichen Maschinen. Da kommt auch viel aus den USA und Claasen oder wer auch sonst bereits Produktion in Russland betreibt wird die Chance nutzen.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 27 Mär 2025, 08:52
von HJ52
willi hat geschrieben: 27 Mär 2025, 00:00
Ansonsten ist die Rede von Landwirtschaftlichen Maschinen. Da kommt auch viel aus den USA und Claasen oder wer auch sonst bereits Produktion in Russland betreibt wird die Chance nutzen.
John Deer war ueberaus beliebt und verbreitet, wobei EkoNiva sicher auch einen nicht unerheblichen Beitrag am Erfolg der Marke im Kernland hatte. Diese Luecke koennen die Weissrussen und Chinesen kaum schliessen, besonders im Bereich der Stallwirtschaft. Amazone, Claas, Lemke usw. haben ihre Aktivitäten nie wirklich eingestellt, jedoch sieht man laengst nicht mehr so viele Neugeraete auf den Trassen, wie vor '22.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 27 Mär 2025, 12:01
von HJ52
Übrigens hatten wir heute morgen Luftalarm. So irgendwie scheint es mit der neuen Abmachung nicht zu klappen.

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 27 Mär 2025, 12:40
von Axel Henrich
willi hat geschrieben: 27 Mär 2025, 00:00Bei den Sanktionen handelt es sich um den SWIFT Zugang verschiedener russischer Banken, - da ist die EU mal komplett aussen vor
Najaaa ..., der Sitz ist in Belgien und die Amis sind zwar nur eine Stimme von vielen, aber ebend auch eine gewaltige. Ist halt auch ne interessante Entwicklung ... Die Amis waren der Grund/Initiator/Antreiber überhaupt für diesen Konflikt, jetzt sind Sie es wieder, aber ebend zur Lösung ... Und Europa zeigt einmal mehr seine völlige Inkompetenz und Abhängigkeit, Probleme und zwar Weltweit zu verhindern, abzumildern und schon gar nicht zu lösen!
willi hat geschrieben: 27 Mär 2025, 00:00Wenn Lebensmittel und Dünger leichter auf den Weltmarkt gelangen soll, haben die Schnappatmer auch wenig Einfluss.
Aber er hat gereicht, um Russland beim Absatz seiner Düngemittel erheblich einzuschränken, am Ende sogar zu sanktionieren, obwohl die Absprachen damals, ganz andere waren. Auch hier haben die Amis die Chance genutzt und sich mit Dünger von den Russen eingedeckt ... ;)

-ah-

Re: Erste Ergebnisse bei den Verhandlungen

Verfasst: 29 Mär 2025, 15:58
von Axel Henrich
https://www.bloomberg.com/news/articles ... -sanctions
Die Aufhebung der Sanktionen gegen russische Agrarexporte ist Putins Test für Trump schreibt Bloomberg. Der Kreml verfolgt eine gut durchdachte Strategie, um zu testen, wie weit Trump bereit ist zu gehen, um Europa zu einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland zu bewegen. Russland verlangt als Bedingung für die Akzeptanz eines Waffenstillstands im Schwarzen Meer den Anschluss seiner größten staatlichen Agrar-Bank, der "RosSelchozBank", an das internationale Bankennachrichtensystem SWIFT.
Die Aufhebung der anti-russischen Sanktionen im Bezug auf SWIFT liegt in der Zuständigkeit Europas.
-ah-