Eheschließung in Russland

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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manuchka
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von manuchka »

Ich brauchte keine Geburtsurkunde, nur
- Kopie des Reisepasses mit notariell beglaubigter Übersetzung
- Original-Meldebescheinigung (Ledigkeitsnachweis) mit Apostille, alles ebenfalls mit notariell beglaubigter Übersetzung.

Aber wie die Vorredner schon sagten, das ist von Standesamt zu Standesamt verschieden.

Antrag auf Eheschließung muss man in jedem Fall ausfüllen, dazu hatte Norbert ja schon geschrieben, wie es geht, sonst auch nochmal hier.
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Lancer2011
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Lancer2011 »

Vielen lieben dank für die hiflreichen Auskünfte!

Meine Freundin hat heute sich wieder mit ihrem ZAGS in Verbindung gesetzt und hatt eine nettere Dame am Apparat, die meinte sie solle am Vormittag nächste Woche vorbeikommen und sie wird den Fall unter die Lupe nehmen. Wir haben auch mit dem ZAGS Nr. 4 in Moskau Kontakt aufgenommen; die Kollegin dort hat kurz und allgemein erklärt welche Unterlagen man braucht und bat meine Freundin persönlich vorbeizukommen für genauere Angaben.
Auf jeden Fall werden alle Unterlagen übersetzt, beglaubigt und mit Apostille versehen benötigt. Die Apostille müsste ich bei meiner Landesregierung bekommen können. Ich glaube kaum, das der Bayerische Landtag sich mit etwaigen Angelegenheiten befasst. Reicht auch ein Stempel des Kreisverwaltungsreferat München (meine Meldestelle)?
Das mit dem Antrag: Kann ich den Antrag nicht einfach hier auf russisch ausfüllen ohne es ins deutsche zu übersetzen? Schließlich bin ich doch auch russisch Muttersprachler. Und dann diesen Antrag vom Notar beglaubigen lassen? Muss es denn mit hin- und her Übersetzen sein?
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manuchka
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von manuchka »

Lancer2011 hat geschrieben:Reicht auch ein Stempel des Kreisverwaltungsreferat München (meine Meldestelle)?
Nein, das reicht nicht, weil die Apostille ein genormter Stempel nach einer internationalen Konvention ist, der die Echtheit der behördlichen Urkunde bestätigt. Es könnte sich sonst jeder einen Stempel basteln und Urkunden stempeln - woher soll eine russische Behörde dann wissen, ob die Urkunde echt ist? Deine Meldestelle kann dir aber sagen, wer die Apostille macht. Bei mir war es die Landesregierung von Niederbayern (Gruß also nach Bayern) - du solltest bei der Ausstellung der Meldebescheinigung gleich dazu sagen, dass du eine Apostille brauchst, kannst gleich da die Gebühr bezahlen (13 Euro oder so), und die schicken die Meldebescheinigung selbst dorthin, wo die Apostille gemacht wird. Von da kommt sie per Post zu dir.

ABER: Erst in RUS erkundigen, ob du nicht doch ein Ehefähigkeitszeugnis brauchst, sonst ist der ganze Aufwand umsonst.
Lancer2011 hat geschrieben:Das mit dem Antrag: Kann ich den Antrag nicht einfach hier auf russisch ausfüllen ohne es ins deutsche zu übersetzen? Schließlich bin ich doch auch russisch Muttersprachler. Und dann diesen Antrag vom Notar beglaubigen lassen? Muss es denn mit hin- und her Übersetzen sein?
Jain. Ich bin nicht sicher, dass ein dt. Notar dir den russischsprachigen und russisch ausgefüllten Antrag beglaubigen darf. Wer es aber könnte - schon weil die sich vor Ort davon überzeugen können, dass du wirklich der russischen Sprache mächtig bist, wäre das Russ. Generalkonsulat in München - und da du dort ja wohnst, sollte es nicht so problematisch sein, dort vorbei zu schauen.

EDIT: Es geht NICHT im GenKonsulat, wenn du kein russischer Staatsangehöriger (mehr) bist... hab gerade auf deren Homepage gelesen:
Beglaubigungen und Beurkundungen für nicht russische Bürger

Folgenden Dienstleistungen sind laut dem deutsch-sowjetische Konsularvertrag vom 25. April 1958 an russischen Konsularischen Vertretungen in Deutschland nicht möglich:

- Beglaubigung von Unterschriften von nicht russischen Staatsangehörigen
- Beurkundung von einseitigen Willenserklärungen von nicht russischen Staatsangehörigen

Es besteht die Möglichkeit, eine Unterschriftsbeglaubigung durch einen deutschen Notar vornehmen zu lassen. Dieser wird eine Unterschrift aber nur unter einem deutschen Text beglaubigen. Die zu beglaubigende Erklärung müsste daher in deutscher und russischer Sprache abgefasst werden.

Damit die von einem deutschen Notar beglaubigte Urkunde in Russland verwendet werden kann, muss auf der Urkunde - vor der Übersetzung ins Russische - eine Apostille angebracht werden.

Wer weder die russische noch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, kann seine Unterschrift in der Auslandsvertretung des Heimatstaates beglaubigen lassen.

Sollten die Beglaubigung durch einen Konsularbeamten oder einen deutschen Notar nicht den erforderlichen russischen Formvorschriften entsprechen, besteht nur die Möglichkeit, dass der ausländische Staatsangehörige zur Beglaubigung oder Beurkundung nach Russland reist.
Also entweder nach Russland reisen und dort gemeinsam (auf russisch) den Antrag ausfüllen oder eben leider den etwas steinigeren Weg:
russ. Antragsformular --> von einem offiziellen Übersetzer ins Deutsche übersetzen lassen --> in deutsch ausfüllen --> von dt. Notar beglaubigen lassen --> von der übergeordneten Behörde (weiß der Notar) die Apostille drauf machen lassen --> nach Russland schicken --> von einem dortigen Übersetzer übersetzen und beim Notar beglaubigen lassen. (Von den Kosten her dürfte ein Flug nach Moskau eigentlich gar nicht viel teurer werden...)

PS: Habe dieses Thema mal in die "Ehe und Partnerschaft"-Rubrik verschoben. Mod.
Zuletzt geändert von manuchka am 03 Nov 2011, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thema verschoben
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Lancer2011 »

Ich habe gerade der Freundin vorgeschlagen sie solle die Standesbeamtin darum bitten den ausgefüllten antrag anzunehmen mit heutigem Datum, den ich dann kurz vor der Hochzeit, wenn ich in Russland ankomme, unterschreibe, auch wenn sie eine Gebühr dafür bezahlen muss. Vielleicht wird es ja klappen, denn das mit dem hin- und her übersetzen ist schon eine Sache für sich.

Ehefähigkeitszeugnis...wissen die russischen Beamten überhaupt was es ist? habe über multitran eine Übersetzung dafür gefunden:
справка о брачной правоспособности
Jedenfalls habe ich die Freundin gebeten zu fragen, was benötigt wird. Sollte die Beamtin sagen, sie benötige eine Leidgkeitsbescheinigung, dann wird meine Freundin einfach fragen ob eine Meldebescheinigung (справка о регистрации) mit dem Ledigkeitsvermerk ausreicht. Wenn die Beamting dies bestätigt, dann hat sich das mit dem Ehefähigkeitszeugnis hoffentlich erledigt, oder?
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manuchka
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von manuchka »

Siehe alle vorigen Einträge zum Ehefähigkeitszeugnis - manche Standesämter in RUS kennen es nicht, manche kennen es und verlangen es nicht, manche wollen es unbedingt haben.

Ich bin gespannt, ob ihr mit dem "einseitig" ausgefüllten Eheschließungsantrag Erfolg haben werdet, ich kann's mir nicht vorstellen, weil bei der Antragstellung beide ihren Willen bekunden sollen, die Ehe einzugehen.
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Lancer2011 »

das wollen wir ja auch tun; nur dieses hin- und her übersetzen hört sich sehr sehr aufwendig und z.T. auch unnötig an. Sie wird vielleicht versuchen einen Termin anzumelden, dann werde ich ihr die nötigen Unterlagen meinerseits zuschicken und lediglich der Antrag wird ca. 1-2 Wochen davor unterschrieben. Wenn dies möglich wäre.. wenn nicht, dann würde ich entweder kurzfristig hinfliegen oder die ganze Masche mit den Übersetzungen doch auf mich nehmen, man macht sowas ja schließlich einmal im Leben. Im Endeffekt ist es einfacher als mit dem Eheschließungsvisum für Deutschland. Viele meiner Bekannten haben auch in Dänemark geheiratet, was aber mit einer erneuten Ausreise verbunden ist, daher wollen wir es vermeiden.
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von herlit »

Auf keinen Fall benötigst Du in Russland ein so genanntes Ehefähigkeitszeugnis. Solch eine Wodka-Idee und andere Ideen gibt es nur in Deutschland. Es gibt EU-Staaten, die diesen Unsinn leider übernommen haben. Leider informiert auch die Deutsche Botschaft in Moskau bereits seit einigen Jahren falsch. Die Freunde dort haben wohl alle in Deutschland geheiratet und meinen, Russland hätte diesen Quatsch übernommen.
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manuchka
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von manuchka »

herlit hat geschrieben:Auf keinen Fall benötigst Du in Russland ein so genanntes Ehefähigkeitszeugnis.
Dieser Satz ist falsch und unqualifiziert, weil hier Leute aus eigener Erfahrung schon das Gegenteil geschrieben haben. Aber mit solchen Sätzen bist du, herlit, ja immer schnell bei der Hand. Nochmal:
manuchka hat geschrieben:Siehe alle vorigen Einträge zum Ehefähigkeitszeugnis - manche Standesämter in RUS kennen es nicht, manche kennen es und verlangen es nicht, manche wollen es unbedingt haben.
Wenn sie es haben wollen, kann man sich noch so sehr auf den Standpunkt stellen, es sei eine "Wodka-Idee", drumherum kommen wird man vermutlich nicht. Auch die Umständlichkeit der Hin-und Herübersetzerei ist natürlich nervig, aber womöglich unausweichlich, was auch schon mehrere Menschen hier im Forum bestätigen mussten. Dänemark halte ich nicht für eine Alternative zur Umgehung, da gibt es andere Stolperfallen.
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Ramenia »

Hi Hi
Ich habe zum Beispiel auch NICHT in Moskau geheiratet. Wir wohnen in Khimki , damals hatte ich zwar noch eine Moskauer Registrierung , und haben im Khimki'er Sags geheiratet. Und ja sie wollten von mir solch eine Ehefähigkeitsbescheinigung. Aber ich habe denen irgendwie erklären können , das mir in DE keiner sowas für Russland ausstellt. Ich konnte sie mit dieser Meldebescheinigung mit Vermerk Ledig "überzeugen".Damit sich die Standesbeamte aber ganz sicher fühlte , ....schickte sie mich in RU zu einem Notar vor diesem musste ich notariell beglaubigt selbst niederschreiben das ich Gesund,...alle Sinne bei mir habe...., ...versichere NICHT in DE verheiratet zu sein und die volle Absicht habe in Ru meine zukünftige Frau zu heiraten.Damit war sie dann zufrieden und alles nahm seinen Lauf. Womit sie allerdings sehr penibel waren , waren die Übersetzungen.Wenn auch nur ein Buchstabe "falsch" war,....haben sie es nicht akzeptiert.Also immer die Übersetzungen sehr genau kontrollieren :-) Es kostet halt unnötig viel mehr an Zeit , Geld und vor allem Nerven wenn man nicht aufpasst.

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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Norbert »

herlit hat geschrieben:Auf keinen Fall benötigst Du in Russland ein so genanntes Ehefähigkeitszeugnis.
Falsch! Das Standesamt Novosibirsk hat beispielsweise dämlicherweise im deutschen Generalkonsulat angefragt, wie sie die Ledigkeit eines Deutschen prüfen können. Und irgendein Depp hat denen gesteckt, dass es in Deutschland Ehefähigkeitszeugnisse gibt und seitdem verlangen sie es. Punkt, aus, Ende der Diskussion. Wenn man es nicht bringen will, könne man ja in Deutschland heiraten, wenn es einem besser gefalle ... nix da mit Wodka, lieber herlit! Auch in Tomsk wird es definitiv verlangt!

Es ist wirklich von Standesamt zu Standesamt unterschiedlich!
Lancer2011 hat geschrieben:Jedenfalls habe ich die Freundin gebeten zu fragen, was benötigt wird. Sollte die Beamtin sagen, sie benötige eine Leidgkeitsbescheinigung, dann wird meine Freundin einfach fragen ob eine Meldebescheinigung (справка о регистрации) mit dem Ledigkeitsvermerk ausreicht. Wenn die Beamting dies bestätigt, dann hat sich das mit dem Ehefähigkeitszeugnis hoffentlich erledigt, oder?
Ja, aber erwähnt in der Frage nicht, dass es auch noch die kompliziertere Variante gibt ... man muss es ja nicht provozieren!
Lancer2011 hat geschrieben:Ich habe gerade der Freundin vorgeschlagen sie solle die Standesbeamtin darum bitten den ausgefüllten antrag anzunehmen mit heutigem Datum, den ich dann kurz vor der Hochzeit, wenn ich in Russland ankomme, unterschreibe, auch wenn sie eine Gebühr dafür bezahlen muss. Vielleicht wird es ja klappen, denn das mit dem hin- und her übersetzen ist schon eine Sache fü
Probiert mal, manchmal sind sie ja wirklich kulant! In Berdsk, einem Vorort von Novosibirsk, hat das bei einem Forumsteilnehmer geklappt!
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