Eheschließung in Russland

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
Lancer2011
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Lancer2011 »

So Leute, war jetzt ein paar Tage nicht da!

Also meine Freundin hat alles erfragt und ich habe mit dem Sammeln der Unterlagen schon begonnen. Ehefähigkeitszeugnis wird nicht verlangt; es reicht eine Bescheinigung mit dem Ledigkeitsvermerk (bereits beim Kreisverwaltungsreferat München besorgt, die Apostille kann aber nur die Regierung von Oberbayern machen).

Folgendes wurde ihr mitgeteilt:

1. Reisepass, übersetzt ins Deutsche, von einem russischen Notar beim Konsulat beglaubigt
2. Meldebescheinigung, mit Apostille, übersetzt ins Russische und von einem russischen Notar beim Konsulat beglaubigt
3. Antrag auf Eheschließung (Forma Nomer 7, beretis ausgedruckt und ausgefüllt), ausgefüllt und von mir unterschrieben, vom russischen Notar beglaubigt, ins Deutsche übersetzt, mit Apostille versehen, zurückübersetzt und wieder vom russischen Notar beglaubigt.

Jetzt stelle ich mir aber folgende Fragen: Wenn ich den Antrag beim Konsulat beglaubigen lasse, wozu brauche ich eigentlich die Übersetzung ins Deutsche und auch noch eine Apostille darauf (ich glaube gar nicht, dass die Regierung von Oberbayern das macht, das ist ja kein in Oberbayern ausgestelltes Dokument)? Wenn das Konsulat mit der Beglaubigung die Willenserklärung und Richtigkeit bestätigt, brauche ich es dann tatsächlich ins Deutsche zu übersetzen? Was haben denn die Bayer überhaupt damit zu tun?
Und reicht es nicht, wenn der Übersetzer die Dokumente beglaubigt? Muss es denn ein Notar beim Konsulat sein?
Werde ich morgen nochmal erfragen, denn das sinnsole hin- und her Übersetzen des Antrags würde ich mir gerne ersparen. Außerdem habe ich meine Zweifel, dass das Konsulat sie mir beglaubigt, denn ich bin ja kein russisches Staatsbürger.
:)
pippie

Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von pippie »

Lancer2011 hat geschrieben:... denn ich bin ja kein russisches Staatsbürger.
:)
Das können wir uns denken, sonst würdest du auch nicht nach dem Sinn bestimmter Vorgehensweisen fragen!
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Norbert
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Norbert »

Lancer2011 hat geschrieben:Jetzt stelle ich mir aber folgende Fragen: Wenn ich den Antrag beim Konsulat beglaubigen lasse, wozu brauche ich eigentlich die Übersetzung ins Deutsche und auch noch eine Apostille darauf (ich glaube gar nicht, dass die Regierung von Oberbayern das macht, das ist ja kein in Oberbayern ausgestelltes Dokument)? Wenn das Konsulat mit der Beglaubigung die Willenserklärung und Richtigkeit bestätigt, brauche ich es dann tatsächlich ins Deutsche zu übersetzen? Was haben denn die Bayer überhaupt damit zu tun?
Das Konsulat bestätigt Dir doch nur die Rückübersetzung ins Russische und nicht Deine deutsche Unterschrift. Diese bestätigt nur das deutsche Amt. Die können es wiederum nur bestätigen, wenn Sie auch sehen, was Du da schreibst. Deswegen wollen sie es auf Deutsch.

Wenn Du meinst, dass Du es umgehen kannst ... viel Glück! Bitte nachher schildern, wie es geklappt hat.

(Es ist übrigens egal, ob die Beglaubigung der Übersetzung im Konsulat oder von einem Notar in Russland gemacht wird ... ich würde zweiteres vorziehen, weil es einfacher ist. Jeder Notar hat einen Übersetzer, den er empfiehlt bzw. umgekehrt. Also Original nach Russland schicken, dort übersetzen ... fertig. Im Konsulat würde ich mich freiwillig nicht anstellen!)
Lancer2011
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von Lancer2011 »

So liebe Forummitglieder,

Habe heute das alles über mich ergehen lassen. Hier mein Bericht:

1, Die Meldebescheinigung bei der Regierung von Oberbayern unkompliziert binnen 2 Minuten mit Apostille versehen. Daraufhin fragte ich ob es mit dem Antrag auf Eheschließung inkl. Rückübersetzung usw auch machbar wäre. Der Beamte erklärte ich solle diesen Antrag vor einem deutschen Notar beglaubigen lassen und dann ohne Übersetzung einfach mit Apostille beim Landgericht versehen lassen und dass das Standesamt in RU einfach keine Ahnung hat was es erzählt.

Daraufhin fuhr ich 2 Kilometer weiter zum russischen Konsulat München; dort ging es auch relativ unkompliziert. Der Sachbearbeiter erklärte mir das Gleiche wie der Kollege bei der Regierung und dass er mir diesen Antrag als nichtrussischen Staatsbürger nicht bescheinigen kann.

Daraufhin brachte ich meinen Reisepass und die mit Apostille versehene Meldebescheinigung zum Übersetzer. Eine Beglaubigung der Übersetzung erfolgt dann beim Konsulat, da eine deutsche Beglaubigung in RU nicht anerkannt werden muss.
Am Mittwoch spreche ich beim Notar vor und werde am gleichen Tag auch noch die Apostille beim Landgericht für den Antrag auf Eheschließung holen.
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manuchka
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von manuchka »

Brav... ist schon schade, dass es keine Möglichkeit gibt, diesen Hickhack mit der Übersetzerei zu umgehen, aber so ist das nun mal leider im internationalen Rechtsverkehr... dir noch viel Geduld und viel Erfolg bei den restlichen Vorbereitungen.
Du erntest, was du säst.
ohlibaer
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Re: Eheschließung in Russland

Beitrag von ohlibaer »

Na ja,

es sind weniger die Gepflogenheiten des internationalen Rechtsverkehrs, die für den Stress sorgen als vielmehr die Unzulänglichkeiten, von russischer Seite eine qualifizierte, verläßliche Aussage zu erhalten. Meine Frau und ich haben im November in Petersburg geheiratet, und wir haben im Vorfeld in den zwei Standesämtern, in denen Ausländer getraut werden, drei unterschiedliche Aussagen erhalten, d.h. der Erfolg oder Nichterfolg hängt oftmals von persönlichen Befindlichkeiten ab. Und das kann schon von Kleinigkeiten beeinflußt werden. So bin ich es gewohnt, die Zahl 0 durch einen Schrägstrich vom Buchstaben O unterscheidbar zu machen. Deshalb durfte ich verschiedene Formulare erneut ausfüllen.
Im Zweifelsfall würde ich also lieber zu viele Dokumente beibringen als eine Hochzeit verschieben zu müssen, weil plötzlich doch noch ein Dokument fehlt.
Cheers,

Oliver
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