domizil hat geschrieben:... Fakt ist, das Putin mit seinem Kommando mehr als nur zwei Amtsperioden braucht um Russland aus dem Status des Jahres 2000 zu führen.
Richtiger waere (IMHO!): Fakt ist, dass Russland mehr als nur zwei Amtsperioden
eines Praesidenten braucht um ... разница есть?! Das muss nicht zwangslaeufig (nur) Putin sein!
Ihn, eine solche Person, an diese Position zu setzen war ueberraschend, aber auch noetig ... zu dieser Zeit! Wahrscheinlich eine der letzten guten Aktionen Jezins. Aber die Entwicklung geht weiter und Putin ist "ein Kind seiner Zeit" und kann offensichtlich nicht aus seiner Haut, das ist aber inzwischen noetig um weiter zu kommen. Beim Thema Korruption kann er unter seinem selbst aufgebautem System scheinbar nix machen, er muesste wohl Leuten auf die Fuesse treten, die ihn fallen lassen (koennen!), zumindest kann ich mir diese "Letargie" bei diesem Thema anders nicht erklaeren.
Hast du uebrigens den neuen Wahlclip von Schirinowski zum Thema Bestechung gesehen?
Aber auch politisch muss es weiter gehen ... Man hoert zwar bei seinen aktuellen Reden zwischen den Zeilen immer mal wieder durch, dass nach der Wahl irgendwelche großen politischen Veraenderungen anstehen, aber warum diese Geheimnisskraemerei ... Wenn Sie fuer das Land noetig sind, warum dann diese scheinbare Wahlabhaengigkeit?
Lassen wir uns ueberraschen ... Ich mag Putin als Typ, als Mensch, seine Art, seinen Humor nach, wie vor, aber ...
Natuerlich sollte er, aber nur noch in zweiter/dritter Reihe, darauf achten, dass dieser einmal eingeschlagene Weg beibehalten wird, also Medwedjew in zweiter Amtszeit und Sie ziehen sich im Hintergrund einen/mehrere wuerdige Nachfolger ran. Vlt. wird es ja noch so, Zeit ist genug um aktuell auf die Stimmung im Volk zu reagieren und auch die relative Unabhaengigkeit des Praesidenten von Parteien kaeme dem entgegen. Im Moment wirkt das fuer mich so ein bischen wie Schroeder, der auch nicht wirklich wahr haben wollte, dass seine Zeit abgelaufen war ...
domizil hat geschrieben:Eine absolute Parlamentsmehrheit würde das Leben für ER einfacher machen, aber birgt auch die Gefahr politischer Ideenlosigkeit.
- ER muß sich anstrengen verlorenes Territorium aufzuholen
- die Opposition sieht das ER auch Schwachstellen hat ...
und somit gehts doch vorwärts - oder?
Wie soll das gehen? Die wirkliche Opposition hat sich selber vom Platz gestellt, die gemaessigten, die auch kritisieren, wie z.B. Jawlinski, kommen - und das schon seit dem Wegbruch des Hauptsponsors Jukos (vlt. auch gerade deswegen) - mit um die 3 % kaum in die Position sich effektiv einzubringen und der Rest der zugelassenen Parteien, auch gestern wieder Mironow, hat Putin schonmal uneingeschraenkte Unterstuetzung zugesagt ...
domizil hat geschrieben:... aber diese "Rochade" stellte doch wirklich für NIEMANDEN eine Überraschung dar. Das war doch schon vor vier Jahren klar, als Putin sich freiwillig "degradieren" ließ. Da sind die jetzigen "Empörungen" doch nur künstlich ...
Kann Enttaeuschung darueber, dass es nun scheinbar doch wie befuerchtet laeuft, kuenstlich sein? Ich sehe es zwar nicht so extrem wie Dietrich, die Motivation war sicher nicht sich ueber die Leute lustig zu machen, sondern wie du schon sagtest alle politischen Moeglichkeiten ausgeschoepft, aber am Ende kommt es ja aufs selbe raus ...
So, mein Kaffee und die 40g Johnnie Walker (green Label) sind alle, Gutes Naechtle allen!
-ah-