Wenn meine Eltern kriminell wären, dann würde ich mich nicht als Kämpfer gegen Kriminalität aufspielen und dabei nur meine Eltern verschonen. Gab doch mal so eine Geschichte von einem Kind in der Sowjetunion, dass seinen kriminellen Vater bei den Behörden verpetzt hatte. Aber Nawalny geht es anscheinend nicht um irgendwelche Ideale, sondern nur ums Geld.
Das mit dem Kind war der Zeitgeist in der UdSSR in den 20ern und 30ern. Es wurden Kinder rangezogen um gegen Eltern auszusagen, das machten sie oft nicht aus freien Stücken, mindestens zwei Beispiele kenne ich, da wurden Kindern der weitere Schulbesuch gestattet, wenn sie gegen den Vater aussagten. Kanns Du es ihm beweisen das er es wusste? das er eine Straftat deckte?, ausserdem gibts doch im modernen Recht die Möglichkeit für Kinder sich der Aussage zu verweigern oder?.
Was Du aber meinst ist Kollektivschuld, Kollektivschuld bedeutet, dass die Schuld für eine Tat nicht dem einzelnen Täter angelastet wird, sondern einem Kollektiv, allen Angehörigen seiner Gruppe, d. h. seiner Familie use. seines Volkes usw.
Schuld kann aber niemals einem Kollektiv gegeben werden, es gibt zbs. auch keine Kollektivschuld der Deutschen gegenüber der Juden usw. sondern nur eine KollektivHaftung des Deutschen Staates gegenüber Israel. usw.
Das mit der Kollektivschuld ist eine Sache für undemokratische Staaten, für Regime und einfache Zeitgeister, es kann für das moderne Russland nicht Gradmesser sein, ist ein gedanklicher Rückschritt in die Anfänge des 20 Jahrhunderts.