Das Ladenschlussgesetz hat ja nicht den Zweck, die Freiheit der Käufer einzuschränken, sondern es soll bestimmte Zielgruppen schützen:Tuersteher Ivan hat geschrieben: Ladenschlussgesetz zum Beispiel...
- die kleinen Läden gegen die großen Ketten - in ersteren stehen oft die Inhaber im Laden, und die können nicht 24/7 geöffnet haben;
- die Angestellten der Handelsunternehmen - die sollen auch geregelte Arbeitszeiten und Wochenenden haben.
Ein von mir neu entdeckter kleiner Stoffladen hat Öffnungszeiten von 10-18 Uhr, und ich muss mich schon extra bemühen, damit ich es mal dahin schaffe - aber freitags kriege ich das problemlos hin. Ich könnte natürlich auch zu IKEA, Leiner, XXLutz oder Kika gehen, die alle bis 21 Uhr auf haben, aber ich möchte in DIESEN kleinen Laden, weil das Angebot dort besser ist und weil die neben den Waren auch noch andere tolle Sachen anbieten wie Kurse und Workshops (außerhalb der Ladenöffnungszeiten), die ich bei den großen Geschäften nicht bekomme - aber dieser kleine Laden und viele andere können eben bei den Öffnungszeiten der Großen nicht mithalten.
Ich fand es auch immer bequem, wenn ich meine Einkäufe in Moskau nicht zur Hauptverkehrszeit machen musste, sondern wann immer es mir passt. Wenn man aber ein paar mal die müden und gequälten Gesichter der Damen an den Kassen gesehen hat, die da ihre 12-Stunden-Schichten abarbeiten, dann kann ich zumindest gern meine Einkaufsfreiheit etwas einschränken, damit diese Leute ein bisschen mehr Freizeit und Lebensqualität haben.


