Gunnar hat geschrieben:Das Referendum über den Anschluss der Krim an Russland soll nach einem Bericht des Menschenrechtsrats des Russischen Präsidenten massiv gefälscht gewesen sein.
Mindestens fragt man sich, wie diese Zahlen im Verhältnis zu den bisher von offizieller Seite angegebenen Zahlen zu lesen sein sollen ....
Wenn man nicht immer mit einem Finger in der Nase bohrt, dann konnte man es sich doch an 10 Fingern abzählen, dass diese Ergebnisse überhaupt nicht stimmen konnten. Das war auch verblüffend schnell verfügbar, kaum hatten die Wahllokale geschlossen, wurde schon das Ergebnis präsentiert.
Egal, vermutlich hätte auch eine "echte" Auswahl bei der vorgegebenen Fragestellung eine deutliche Mehrheit gegeben.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum der ohnehin kritisch beurteilte Menschenrechtsrat das in der Öffentlichkeit verbreiten konnte. Hat da die "freiwillige Selbstkontrolle" versagt? Oder ist es vielleicht Taktik?
Moskau/Putin hat ja immer laut behauptet, dass es keinerlei Einfluss genommen hat, hat nur mit großen Ohren auf den Hilferuf der Krim gewartet.
Nehmen wir es mal im Moment so hin!
Dann sind natürlich die Veranstalter des Referendums, also die Krim-Mafia-Regierung für die Zahlen voll verantwortlich, ja, sie haben sogar den gutgläubigen Putin böse getäuscht und sich den Zutritt zur RF erschlichen. Ja, das ist doch SUPER!
Falls es nun Probleme auf der Krim gibt -- und die wird es garantiert geben -- hat man doch schnell den Bösewicht gefunden, der Moskau, Putin und die Welt so schändlich verarscht hat. Das in diesen Fall Moskau die Verantwortung von sich weist und die fatalen Folgen den Krim-Mafia-Betrügern in die Schuhe schiebt, ist doch mehr als verständlich -- oder???
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.