Die Diktatur einer radikalen Minderheit bestimmt nun, was für über 2 Millionen Menschen gelten soll.
Stimmt, nur halt andersherum!
...Schon zuvor hatte die Rada für einen Eklat gesorgt, als sie die komplette Fraktion der Kommunistischen Partei (KPU) von einer Debatte über den Militäreinsatz im Osten des Landes ausschloß. Der Abgeordnete Oleg Ljaschko von der Radikalen Partei, der den Ausschluß der Kommunisten beantragt hatte, lobte anschließend das »historische Ereignis« und erklärte: »Ich hoffe, daß wir diese Verbrecherpartei bald verbieten.« Auslöser für den Rauswurf der Fraktion war offenbar ein Antrag von KPU-Chef Petro Simonenko gewesen, in öffentlicher Sitzung über die Morde an Zivilisten in Donezk, Luhansk und Odessa zu diskutieren.
In einer Erklärung warnte die KPU anschließend, nicht die »Separatisten«, sondern die »Neonazijunta« in Kiew treibe die Ukraine in einen Bürgerkrieg und zerstöre die territoriale Integrität des Landes. An ihren Händen klebe das Blut Hunderter unschuldiger Zivilisten, die durch die von ihr illegal gebildeten paramilitärischen Gruppen ermordet worden seien. Die Parlamentsmehrheit beschloß hingegen am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax, allen Teilnehmern der »Antiterroroperation« im Osten des Landes den Status regulärer Kombattanten zuzuerkennen. So bekommen auch die Todesschwadronen des »Rechten Sektors«, die unter anderem für das Massaker von Odessa am vergangenen Freitag verantwortlich gemacht werden, einen quasi-legalen Status.
In der Schwarzmeerstadt mehren sich inzwischen Hinweise darauf, daß die Zahl der am 2. Mai im Gewerkschaftshaus ermordeten Menschen weit höher liegt als bislang angenommen. Offiziell ist die Rede von 46 Todesopfern. Nach Angaben des Kommunalabgeordneten Wadim Sawenko starben in dem brennenden Gebäude jedoch 116 Personen. Einige von diesen seien erschossen worden, das Feuer sollte dann anschließend die Spuren der Mörder vernichten. Der ukrainische Fernsehsender TSN meldete am Montag, seit dem Massaker würden noch 48 Menschen vermißt.
http://www.jungewelt.de/2014/05-07/001.php
Und was die Menschen in ukrainischen Foren so seit tagen zu Hauf schreiben scheint nun auch den Weg an die Öffentlichkeit zu
finden:
Quelle in Kiew: Russische Armeeuniformen für Inszenierung von Angriff nach Donezk gebracht
http://de.ria.ru/politics/20140506/268433045.html
Ach wie demokratisch- da werden gewählte Abgeordnete einfach mal so aus dem Parlament ausgeschlossen? Na da bin ich doch mal auf die (noch) anstehenden Wahlen gespannt. Lässt ja tief blicken was uns da noch erwarten könnte.
Die derzeitigen Machthaber haben doch überhaupt nicht die Absicht eine Deeskalation zu führen - die Bereitstellung der Gelder seitens der USA und des IWF scheinen das zu verhindern, natürlich auch gewisse Besuche von CIA und Vertretern der US Administration. Wenn nun Russland seinen Aufgaben laut der Genfer Vereinbarung nachkommen sollte dann hieße das ganz klar in die Ukraine einmarschieren und einen neutralen Korridor bilden - da möchte ich doch mal sehen wie der Westen darauf reagieren würde...