Estefania hat geschrieben:Im Falle von Klaupe glaube ich das nicht, er hätte kaum sein Foto hier eingestellt (es sei denn, es wäre falsch).
Zur Beruhigung, es ist echt und richtig. Es wurde vor dem Kloster Swjatohirsk/Svjatogorsk (grünste Stadt der Ukraine) aufgenommen, ca. 30 km von Slowjansk/Slawjansk entfernt.
Im Moment ist da nicht so nett, friedlich und gemütlich, wie damals
Estefania hat geschrieben:... Diese gesamte Propaganda-Terminologie ist aber im Sprachgebrauch der Menschen in Deutschland nur wenig präsent. Das ist eigentlich ein klarer Kampfbegriff aus Ostdeutschland.
Klar, das ist der typische Sprachgebrauch und die damals anerzogene Denkweise.
Agitprop (Agitation und Propaganda) war quasi Lehr- und Studienfach in Schulen, Universitäten, Junge Pioniere, FDJ, FDGB, SED und wird nun von einigen Gruppierungen aus Gewohnheit oder übernommenen Motiven mit großem Eifer in Foren Blogs etc. weitergeführt. Meistens sind sich die Parolen und Argumente so ähnlich, dass es vermutlich organisiert eingesetzt wird.
Wenn sich auch die Politik in Russland etwas geändert hat, haben sich bestimmte Denk- und Verhaltensweisen erhalten und werden seit Putin intensiver gepflegt.
Hierzulande macht man sich damit so lächerlich, dass es nicht einmal mehr im politischen Kabarett ankommt.
Estefania hat geschrieben:Na ja, ich würde auch nicht unbedingt sagen, dass der Kampf mit offenem Visier eine typische Kampfart des angloamerikanischen Systems ist, jedenfalls nicht dort, wo es darauf ankommt, bei Black Rock & Co.
Die haben andere Methoden, etwas subtiler, intelligenter und damit vermutlich wirkungsvoller. Schon allein durch das marktwirtschaftliche System kann man auf jahrzehntelange Erfahrung mit erfolgreicher Werbung zurückblicken.
Im Falle der Ukraine allerdings kommen solche Dinge gar nicht zum Tragen, weil sich die Amis keinen Deut für die Ukraine interessieren, auch nicht für die Russen. Von daher ist das Dauergezeter über die bösen Amis in diesem Zusammenhang wirklich "verdächtig", weil es eher dem propagandistischen Impuls der Stalinisten ähnelt; überall Amis, überall CIA, Russland immer lieb (selbst wenn Diktatur).
Korrekt beobachtet! Obwohl in USA/Canada jede Menge ausgewanderte Ukrainer gibt, ist das Interesse an der Heimat der Ahnen nur oberflächlich, so lange dort nicht noch Verwandtschaft zurückgeblieben ist. Ansonsten wurde ja mal nach Amerika ausgewandert, um den alten Zopf hinter sich zu lassen. Allenfalls bei den Juden gibt es noch eine gewisse Solidarität, die über Familienbande hinausreicht.
Manchmal muss man im Leben zwischen gutem Ruf und dem Vergnügen wählen und stellt fest, das der gute Ruf kein Vergnügen ist.