Berlino10 hat geschrieben:Die Schuldfrage wäre nur im Falles einer False-Flag-Aktion wirklich relevant.
Rein strafrechtlich mag der sogenannte Tatbestandsirrtum (im Deutschen Strafrecht § 16 StGB: Also ein Irrtum über die Tatumstände) einen 300-fachen Mord ggf. ausschliessen und "nur" eine Strafbarkeit wegen 300-facher fahrlässiger Tötung begründen, allerdings auch nur, wenn die Vorstellung des Täters - also dass er gerade eine Militärmaschine abschiesst und die damit verbundene Tötung der Besatzung - erlaubt gewesen wäre. insofern mag Deine Aussage stimmen. Hundertfache fahrlässigste Tötung liegt aber in jedem Fall vor. Sind die veröffentlichen Gespräche allerdings authentisch, dann ist der Mord sehr naheliegned, denn eine Stimme bescheingt ja, dass auch eine Zivilmaschine nix im Kriegsgebiet zu suchen habe und selbst ein solcher Abschuss von den Separatisten billigend in Kauf genommen wird.
Daher ist Deine Annahme, dass die Aktion vielleicht nicht "wirklich relevant" wäre, geradezu absurd. Woher nimmst Du nur solche Sprüche?
Gleich ob Kiew oder die Separatisten MH17 versehentlich abgeschossen hätten, wäre es eine direkte Folge des Krieges,
für den alle, USA / EU / Kiew / Separatisten / RUS Verantwortung tragen, gleich wie man die Schuld% verteilt sieht.
Noch so ein unzutreffender Spruch. Dann kannst Du auch sagen, der Erfinder des Raktensystems sei an dem Abschuss schuld. Im Osten der Ukraine bekämpfen Bürger mit allerschwersten Waffen ihren Staat und ihre Regierung. Also ein Bürgerkrieg - bestenfalls. Schlimmstefalls sind sie Marionetten des russischen Staats, dann ist es ein echter Krieg. Muss ein Staat sich derartiges verteidigungslos gefallen lassen. Ist das wirklich Deine Meinung?
Waffenstillstand und politische Lösung sind die einzigen gebotenen Forderungen der Stunde,
fast so wie es Merkel heute forderte ...
Ja, aber das ist nicht nur die gebotene Forderung der Stunde sondern der letzten Wochen und Monate! Und rate mal wem das nie recht war?!