Berlino10 hat geschrieben: 19 Aug 2019, 09:16
z.B. wenn ich in einem rostigen, klapprigen Bus auf eine Schaffnerin treffe ...
so lange ... bis sie mir den Fahrpreis von 30 Cent von meinem iPhone abholt - Apple Mobile Payment :-)
Da gehöre ich noch zu den wenigen in RU, die bar bezahlen im Bus. In Murmansk (keine Metropole) bekam ich den Fahrschein im Anschluss von ihr dann so ausgedruckt:
Wladimir30 hat geschrieben: 19 Aug 2019, 21:28 Was für mich aus meiner Sozialisierung in (West-) Deutschland absolut wichtig erschien...
1989 reiste ich das erste Mal in die BRD und bewunderte dort die Sauberkeit in den Städten . Es war mir teilweise unangenehm, kurze Zeit später, Besucher aus dem Nachbarland bei uns zu begrüßen. Um einige Viertel habe ich mit ihnen absichtlich einen Bogen gemacht.
In Jekaterinburg erhielt ich vor ein paar Jahren eine Einladung nach Hause. Weit vor dem Ziel wurde ich an einer Haltestelle vom Gastgeber empfangen. Zu Fuß ging es gemeinsam durch mit Pfützen übersäte Hinterhöfe. Im Treppenhaus des Wohnblocks fehlten die ersten Stufen, irgendwie herausgebrochen. Der Fahrstuhl machte merkwürdige Geräusche. Außerdem brannte das Licht nicht. Alles war gut, als sich die beiden! Wohnungseingangstüren öffneten.
Russen sind neugierig. Wer im Ausland die für sich wichtigen Sehenswürdigkeiten erkundet hat, fragt nach dem gewöhnlichen Leben, oft bis ins Detail. Und dabei sind sie recht offen für Neuerungen, die zur Verbesserung ihres Daseins beitragen könnten. Den Zeigefinger mögen sie allerdings nicht Und dass von womöglich Fremden ihnen Vorschriften gemacht wird, wie sie zu leben haben. Ich kann das vollkommen nachvollziehen.
Das Zitat von Berlino mit dem Kloster gefällt mir sehr gut. Holen wir doch noch mal den Puschkin raus. Das kennst Du garantiert: "Я конечно, презираю Отечество мое с головы до ног - но мне досадно, если иностранец разделяет со мной это чувство."