AstraZeneca ist mittlerweile in 121 Ländern zugelassen. In diesen soll verkauft werden. Du schriebst ja selbst, dass die russische AstraZeneca-Produktion anfangs nicht für's Inland ist.Nikolaus hat geschrieben: 18 Sep 2021, 20:20Hm, ich meinte, AstraSeneca sei nicht in Russland zugelassen und Sputnik V bzw. Sputnik Light mehrheitlich nicht im Westen.paramecium hat geschrieben: 18 Sep 2021, 15:29 Der Impfstoff von AstraZeneca ist bereits zugelassen, so dass nur noch die Produktion unter GMP-Bedingungen durchgeführt werden muss.
Ich habe in diesem Thread bereits ausgeführt, dass es keine unbedeutenden Produktionsmängel sind, sondern dass durch die Lücken im GMP-System aktuell keine Zulassung von der WHO erteilt werden kann. Es fehlen grundlegende Dinge wie eine funktionierende Chargenrückverfolgbarkeit. Und da kann man sich schon fragen, wo die Spezialisten sind. Die WHO gilt im allgemeinen übrigens als eher generös bei Zulassungen, verglichen mit der FDA, der EMA oder gar den extrem fordernden koreanischen und japanischen Behörden.Nikolaus hat geschrieben: 18 Sep 2021, 20:20 Es bleibt eben hoechst scheinheilig, unter dem Vorwand unbedeutender Produktionsmaengel in EINEM russischen Werk von wohl vier die Zulassung fuer alle zu verschieben. An einem prinzipiellen Fehlen von Spezialisten in Ru scheint es ja wohl doch nicht zu liegen...
Da das russische Werk die Fehler bisher nicht beheben konnte, hat die WHO den Zulassungsprozess vor ein paar Tagen sogar pausiert (https://www.svoboda.org/a/voz-priostano ... 63026.html). Natürlich kann man das Problem umgehen indem man das besagte Werk nicht mehr als Produktionsstandort in der Zulassung vorsieht. Allerdings scheinen die Sputnik-Produzenten dies nicht zu wollen.
Der Zulassungsprozess in der EU ist von diesem Problemen aktuell übrigens (noch) nicht betroffen, da man hier immer noch auf angeforderte Daten zu den klinischen Studien wartet.


