Deutscher Rentner in Russland

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Wladimir30
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Wladimir30 »

Diesen Wandel, wie von Norbert beschrieben, kann ich nur bestätigen, im selben Zeitraum und in derselben Intensität.

Es gibt halt in verschiedenen Gegenden noch verschiedene Vorgehensweisen, ein Verallgemeinern ist unangebracht und kann falsche Handlungsweisen provozieren.
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Bobsie
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Bobsie »

Norbert hat geschrieben: 17 Jun 2024, 12:13 Russland ändert sich, und irgendwo ist dies auch richtig so. Bei der Lehrerin übertrieben, aber in Behörden finde ich es richtig.
Und im Lokal Trinkgel geben? Wo ist da der Unterschied zur Behörde? Haben wir es hier mit zwei verschiedenen Sorten von Menschen zu tun?
Da denke mal darüber nach!
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Kolot
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Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Kolot »

Bobsie hat geschrieben:Und im Lokal Trinkgel geben? Wo ist da der Unterschied zur Behörde? Haben wir es hier mit zwei verschiedenen Sorten von Menschen zu tun?
Ja, haben wir: Das Eine sind Staats-Beamte, Kellner sind Gastronomie-Angestellte, deren Gehalt trinkgeldmäßig angepaßt ist = ein himmelweiter Unterschied. Dieser Unterschied ist das Gleiche wie "Äpfel mit Birnen" vergleichen.

Dem Polizisten, der auf der Straße eine Strafe kassiert, darf ich auch kein "Trinkgeld" geben = das wäre auch Bestechung.
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Norbert
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Norbert »

Bobsie hat geschrieben: 17 Jun 2024, 13:04Wo ist da der Unterschied zur Behörde?


Der Unterschied ist sehr groß: Ich kann mir den Staatsangestellten, der mich betreut, nicht heraussuchen. Seine Haltung gegenüber mir wie auch anderen Antragstellern sollte neutral und gesetzeskonform sein - und nicht von meinen Geschenken abhängen.

Im Gegensatz dazu kann ich mir das Restaurant, wo ich essen gehe, völlig frei heraussuchen. Zwischen mir und dem Kellner besteht keine Abhängigkeit.

Das Problem entsteht ja durch den Umkehrschluss: Kein Stempel ohne Geldscheinwedeln?! Was machst Du dann? Das ist schon eine andere Hausnummer als ein miesgelaunter Kellner, der kein Trinkgeld bekam. Weil da gehe ich halt einfach nicht mehr hin. Aber den Stempel brauche ich und darauf habe ich ja sogar einen Anspruch.

Übrigens auch bei der Lehrerin. Diese soll neutral Noten vergeben und nicht jene Kindern mit größeren Geschenken bevorzugen. Sagst Du da auch: "Ist doch normal, wie bei einem Kellner!"?
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Bobsie
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Bobsie »

Kolot hat geschrieben: 17 Jun 2024, 13:30
Dem Polizisten, der auf der Straße eine Strafe kassiert, darf ich auch kein "Trinkgeld" geben = das wäre auch Bestechung.
Na gut. Ich "besteche" dann weiter im Lokal den Kellner. Vielleicht schreibt er beim nächsten Mal etwas weniger auf die Rechnung. :cry:
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Kolot
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Kolot »

Bobsie hat geschrieben:Na gut. Ich "besteche" dann weiter im Lokal den Kellner. Vielleicht schreibt er beim nächsten Mal etwas weniger auf die Rechnung.
Dieser Satz hier von @ Bobsie zeigt, daß @ Bobsie den Beitrag von Norbert vom 17.06., 09:58 h, nicht verstanden hat.
Oftmals hilft nicht nur Lesen, man sollte das Gelesene auch verstehen können.
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bella_b33
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von bella_b33 »

Es gibt nunmal nicht umsonst das Sprichwort(hatte mir meine Frau mal so erklärt):
Wo eine Hand gibt...wird es auch immer eine Hand geben, die nimmt.

Wenn's halt keine Zuwendungen mehr geben kann, so what?
Lehrer lieben diesen Trick: schlechte Noten reinhauen und dann auf Nachfrage zu den Eltern sagen: Euer Kind soll mal zur bezahlten Nachhilfe bei mir vorbei kommen. Geht bei uns seit Jahren so in den Klassen.
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Norbert
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Norbert »

Mein Anspruch ist es hier nicht, Bobsie völlig vom Gegenteil zu überzeugen. Ich denke in einem gewissen Alter darf man ruhig eine gefestigte Meinung haben. ;) Und ich hoffe Bobsie nimmt mir diese Bewertung nicht übel.

Ich selbst bin froh, dass in Russland in den letzten 20 Jahren eine gewisse Ordnung eingezogen ist. Dass man also nicht mehr vom Polizisten abgezogen wird, Überfälle nicht mehr an der Tagesordnung sind und natürlich auch, dass man ohne Schokolade und Geldscheine in Behörden vernünftig betreut wird. So ging es mir jedenfalls, sogar in eher unbeliebten Ämtern wie der Steuerbehörde. Gut, dass Gepflogenheiten wie Geschenke gegenüber Beamten für bessere Betreuung unmodern geworden sind und sich das Land da weiterentwickelt hat. Heute gibt man eher eine gute Bewertung im Internet ab, damit der Beamte Karriere machen kann und sein Lohn offiziell steigt.
bella_b33 hat geschrieben: 18 Jun 2024, 18:31 Lehrer lieben diesen Trick: schlechte Noten reinhauen und dann auf Nachfrage zu den Eltern sagen: Euer Kind soll mal zur bezahlten Nachhilfe bei mir vorbei kommen. Geht bei uns seit Jahren so in den Klassen.
OK, zu früh gefreut. Wow, in Novosibirsk inzwischen wirklich selten geworden. Zum Glück.
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Wladimir30
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von Wladimir30 »

bella_b33 hat geschrieben: 18 Jun 2024, 18:31 Lehrer lieben diesen Trick: schlechte Noten reinhauen und dann auf Nachfrage zu den Eltern sagen: Euer Kind soll mal zur bezahlten Nachhilfe bei mir vorbei kommen. Geht bei uns seit Jahren so in den Klassen.
Hängt wohl von der Stadt oder von der einzelnen Schule (sprich vom Direktor). Ich kenne eine Schule in einem Nachbarort, wo es auch so ist, es gibt aber andere, wie in unserem Ort.
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bella_b33
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Re: Deutscher Rentner in Russland

Beitrag von bella_b33 »

Wladimir30 hat geschrieben: 18 Jun 2024, 20:01 Hängt wohl von der Stadt oder von der einzelnen Schule
Ja, wir sind schultechnisch im Süden auf einer kleinen Schule in Novorossiysk wirklich vom absoluten Gegenteil überzeugt worden, daß wir von unserer alten Schule in Saransk alle Dokumente nachgeholt haben und ab jetzt halt dort nicht mehr hingehen.
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