Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

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lausi
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von lausi »

Jenenser hat geschrieben: 12 Jul 2024, 18:42 Auf meine Gedanken, wann denn genau die Osteuropäer sich von den Russen bedroht fühlten und aus welchen Beweggründen, habe ich noch keine Antwort gefunden. 1968, wie Norbert vermutet, scheint mir zu weit weg.
Ein Kommentar von Rainer Rupp
Bevor man ein Problem lösen kann, muss man Ursache und Wirkung verstehen. Um dies zu tun, wollen wir jetzt in die Anfänge der 1990er-Jahre der USA zurückgehen. Denn damals wurde die neoliberale “Neue Weltordnung” (NWO), die der Kern dieses aktuellen Übels ist, offiziell in Washington konzipiert und in den nachfolgenden Jahren im gesamten kollektiven Westen erfolgreich umgesetzt.
Falls sich jemand an der Quelle stößt, ich weiß: „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.“
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von ascombie »

Jenenser hat geschrieben: 12 Jul 2024, 18:42
Auf meine Gedanken, wann denn genau die Osteuropäer sich von den Russen bedroht fühlten und aus welchen Beweggründen, habe ich noch keine Antwort gefunden. 1968, wie Norbert vermutet, scheint mir zu weit weg.
Hier mal ein link: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... g-100.html

Ich meine, man muss dies auch historisch betrachten. Die baltischen Länder, aber auch z.B. die Polen als Mittelosteuropäer fühlen sich sicherlich schon lange von Russland bzw. der Sowjetunion bedroht. Dies ist sicherlich schon seit vielen Jahrzehnten bzw. auch schon vor dem 2. Weltkrieg so gewesen.
Nach dem Krieg entwickelte sich die Sowjetunion zu einer Atommacht und herrschte mit dem Warschauer Pakt und dem Comecon über zahlreiche Länder im östlichen Mitteleuropa.
Verschiedene Volksaufstände wurden brutal durch Panzer niedergeschlagen. Demokratie oder ein freies Selbstbestimmungsrecht der anderen nichtrussischen Völker - Fehlanzige.
Es ist doch eigentlich klar, dass die Russen bei den meisten Ostmitteleuropäern und Balten nicht beliebt bzw. sogar gefürchtet sind. Die derzeitige autokratische Regierung unter W.W.Putin verschärft natürlich das Mißtrauen und die Ängste der Nachbarländer.
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Axel Henrich
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Axel Henrich »

lausi hat geschrieben: 12 Jul 2024, 19:06Bevor man ein Problem lösen kann, muss man Ursache und Wirkung verstehen.
Also im Prinzip das Vortragsprogramm mit dem GKS auf Tour ist: Verstehen, ohne Verständniss" ...
lausi hat geschrieben: 12 Jul 2024, 19:06ich weiß: „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.
Hast du das Interview mit Thilo Jung und Habeck zum Thema Assange gesehen, wie er Habeck eine demokratische und gerechte Antwort praktisch abzwingen musste? Unglaublich ... :roll:

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Axel Henrich
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Axel Henrich »

ascombie hat geschrieben: 12 Jul 2024, 23:40Ich meine, man muss dies auch historisch betrachten. Die baltischen Länder, aber auch z.B. die Polen als Mittelosteuropäer fühlen sich sicherlich schon lange von Russland bzw. der Sowjetunion bedroht.
Genau auf das Thema geht GKS in ihrem Vortrag (btw wiederholt) auch ein ...
Die nahtlose Übertragung der historischen Verantwortung aus Sowjetzeiten auf Russland z.B. und auch z.T. die Bestimmung der aktuellen Politik des Westens, durch Länder mit ihrem stellenweise auch berechtigten Ressentiments gegen das "alte Regime" ...

Dazu kommt die Unterstützung des Westens der aus der Sowjetunion ausgeschiedenen Länder, welche Russland selber nie erfahren hat ...

Wie gesagt, bei Interesse an der Historie, gerne mal bei GKS reinhören und im Hinterkopf das Zitat von Hegel behalten, welches Kujat auch im hier von mir verlinktem Interview gerne bemüht: " Das ganze ist die Wahrheit!" ...

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Axel Henrich
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von Axel Henrich »

Jenenser hat geschrieben: 12 Jul 2024, 18:42Warum der sich, in seinem Alter, mit seinen kritischen Beiträgen so ins Zeug legt [...]
Naja, er kommt aus dem "inner Circle", saß im Russlandausschus mit Gerassimow zusammen, weiß, was damals politisch "nur" möglich war und heute auch im Nachgang, was nötig gewesen wäre, um die Situation heuer gar nicht erst entstehen zu lassen ... Wie z.B. die Beachtung der Sicherheitsinteressen Russlands, die Einbindung Russlands in die westlichen Entscheidungen, so wie es Gorbatschow versprochen wurde (Konsultationen mit Ru bei Natosterweiterung)

Dazu kommt, er ist aus den Zwängen des Berufsalltages raus, keine Karriereleiter, keine Sorgen um die Wiederwahl und damit das "freie Wort" nutzend... Lafontaine hat es mal, nach einer entsprechenden Frage, so ähnlich ausgedrückt. ;)
Auf meine Gedanken, wann denn genau die Osteuropäer sich von den Russen bedroht fühlten und aus welchen Beweggründen, habe ich noch keine Antwort gefunden. 1968, wie Norbert vermutet, scheint mir zu weit weg.
Da wirst du wohl auch nur für dich (bzw. jeder für sich) auf Grund deiner Erfahrung, Sichtweise und Information, eine Antwort finden ... ;)
Klar, wenn man sucht, findet man ..., auch die Polen haben Russland schon mal besiegt ;)
Aber ich meine auch, '57, '68 etc. liegt zu weit zurück, als dass man da in der jetzigen Zeit noch irgendwelche Ängste begründen sollte. Deutschland würde ja dazu im Vergleich auch heuer noch tüchtig zu kämpfen haben, wenn man es ständig nur auf die Nazizeit reduzieren würde.

Gerade bei den baltischen Ländern, Polen etc. scheint mir dieser russophobe Haß teilweise auch vorgeschoben/aufgesetzt und künstlich geschürt zu sein. Nicht ausschließlich, aber man sieht eben auch, dass die Falken in diesen Ländern nicht ganz uneigennützig agieren ...

Und zu was das führt, sehen wir auch im Konflikt Israel/Palästina ... Man hat Israel einfach zu lange gewähren lassen.

Und nicht zuletzt führt das definieren von bösen Staaten (China/Iran z.B. ) und das geblubber vom Wertebasierten Westen (selbsternannte und einzig gültige Werte) zu weiteren Problemen, das würde jetzt aber zu weit führen ... ;)

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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von lausi »

Axel Henrich hat geschrieben: 13 Jul 2024, 12:20 Gerade bei den baltischen Ländern, Polen etc. scheint mir dieser russophobe Haß teilweise auch vorgeschoben/aufgesetzt und künstlich geschürt zu sein. Nicht ausschließlich, aber man sieht eben auch, dass die Falken in diesen Ländern nicht ganz uneigennützig agieren ...
Upps…
Das schrieb Soros 1993 über die neue Weltordnung und die Zukunft der NATO: „Im Übrigen würde die Kombination von Manpower aus Osteuropa mit den technischen Fähigkeiten der NATO das militärische Potenzial der Partnerschaft erheblich steigern, da sie das Risiko von Leichensäcken für die NATO-Staaten verringern würde, das das Haupthindernis für ihre Handlungsbereitschaft darstellt. Dies ist eine praktikable Alternative zur drohenden Weltunordnung.“
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Re: Milliardenschweres Waffenpaket für die Ukraine

Beitrag von arghmage »

Axel Henrich hat geschrieben: 13 Jul 2024, 12:20 Gerade bei den baltischen Ländern, Polen etc. scheint mir dieser russophobe Haß teilweise auch vorgeschoben/aufgesetzt und künstlich geschürt zu sein. Nicht ausschließlich, aber man sieht eben auch, dass die Falken in diesen Ländern nicht ganz uneigennützig agieren ...
Wir waren die letzten Jahre oft im Baltikum im Urlaub und wirklich viele sind auf die Russen nicht gut zu sprechen. Und aufgesetzt/vorgeschoben ist da nix, das sind alles normale Leute. Künstlich geschürt evtl. schon, wobei das im Gespräch mit vielen Leuten nicht so rüberkommt. Das Baltikum wurde halt annektiert und damit waren viele Bürger dort nicht einverstanden. Deswegen sind die ja auch kurz nach dem Kollaps der UdSSR nach Westen gestrebt (ob das die beste Lösung war, will ich nicht beurteilen).Wobei da jetzt, wie auch in D und Rus, schon die Nachfolgegenerationen am Drücker sind. Wenn ich mir da manche Politiker und Politikerinnen anschaue, dann passen die zu 100% in die EU-von der Leyen-Schublade und diese Schublade finde ich besch...eiden (wenn ich schon die Kallas sehe ... ja ist Estland).
Ich habe in Vilnius studiert, die DDR hat mir sogar pro Jahr zwei Flüge spendiert ... und schon damals waren die Litauer den Russen nicht grad angetan. Aus meiner Sicht war das immer mehr eine Hassliebe, Litauen konnte nicht weg, deswegen hat man sich arrangiert. Jahrzehnte später werden die Diskrepanzen nur besser sichtbar.
Aber das war auch in Kiew nicht anders ... man hatte in der Schule russisch gelernt und keine Sau wollte es hören ... dann haben wir englisch gesprochen und alles war gut. Aber das ist freilich nur eine Anekdote, allgemeingültig ist das nicht.
(aber Kiew eine der schönsten Städte, die ich besucht habe).
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