Norbert hat geschrieben: 17 Sep 2024, 10:50
Was ich noch spannend fand: Vor fünf Jahren war im Dresdner Hauptbahnhof eine Ausstellung zum "Zug in die Freiheit" - jenen Transitzügen aus der Botschaft Prag in die Bundesrepublik, mit welchem die innerdeutschen Flüchtlinge aus Prag in "den Westen" ausreisen durften...
Ein Hauch des Triumphs bei der Bezeichnung dieser Züge. Wer sich das damals auch ausdachte, es ging doch letztlich um die unterschiedliche Auslegung des Völkerrechts in beiden deutschen Staaten, Konfliktparteien am Ende des Kalten Krieges. Als Stift war ich einige Wochen später in Dresden. Die Folgen der massiven Zerstörungen im Empfangsgebäude konnte man noch deutlich erkennen. Dresden, die ganze DDR hielt damals den Atem an.
Selbst wer 1989 nicht mitfahren wollte, saß ein Jahr später unfreiwillig, symbolisch gesehen, in diesen Zügen. Eine „Aufbruchstimmung war greifbar“ (Zitat von Bluewolf), die bei einigen in bittere Enttäuschung überging. Die Unzufriedenheit mit den einstigen Bonzen – Kleinkram!
Wahlen in Brandenburg!
Norbert hat geschrieben: 17 Sep 2024, 15:04
Also ich gehöre dieser angeblich versifften Fraktion durchaus an...
Solche Schimpfwörter, wie links-grün-versifft benutze ich nicht.
Mein Opa wurde einst von den Nazis kriegstüchtig gemacht, um Russen tot zu schießen.
Er hat das Kriegsdrama überlebt. Die Hälfte seiner Klassenkameraden, so hat er das mir erzählt, nicht.
Heute posaunen nun deutsche Sozialdemokraten in die Welt hinaus: „Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein!“. Beifall bekommt er von seinen Ampelkollegen von gelb bis grün. Auch Christdemokraten sehen da nichts verwerfliches dran. Der Feind ist übrigens der gleiche geblieben, wie bei meinem Opa.
Aktuell gibt es keine Wehrpflicht. Davor war es recht einfach, den Kriegsdienst zu verweigern, um einen Zivildienst zu leisten. Aus meiner einstigen Schulklasse hatten einige Atteste von Ärzten und mussten nirgendwo mitmachen. Die doch beim „Bund“ waren haben mit besorgten Blicken folgende Schlagzeilen im MDR gelesen: „Bundeswehr-Reservisten sollen auf mögliche Einsetzbarkeit geprüft werden!“.
Was fällt Dir dazu ein? Wer solls denn heute und wie machen?
In Thüringen und Sachsen wollten mir bekannte Leute ein Zeichen gegen Kriegstreiberei setzen, auch wenn:
Norbert hat geschrieben: 17 Sep 2024, 12:10
Aber bei den Wahlen ist Russland ein großes Thema (selbst wenn Landespolitik eigentlich gar keinen formalen Einfluss auf die Außenpolitik hat).
Und so schauen wir zu den Wahlen in Brandenburg!
Mit meinen russischen Freunden/Bekannten unterhalte ich mich recht lustig zu den Themen Reisen, Familie, Essen, ja auch Politik. Ernst wird es bei der Vorstellung, dass wir möglicherweise uns bald im Schützengraben gegenüber stehen...