Rumble in the Jungle
- Wladimir30
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Re: Rumble in the Jungle
Sehe ich nicht so kategorisch. Es gibt ja tatsächlich die Fälle, wo jemand recht hat und der Gesprächspartner bestimmte Dinge einfach nicht weiß und/oder nicht verstanden hat. Warum soll hier ein Umstimmen verwerflich sein?
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
- Norbert
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Re: Rumble in the Jungle
Da haste Recht. Das ist letztlich auch das Grundproblem. Bei allem. Trump ist blöd, dumm und böse. Meinung gefestigt, Ende der Diskussion. Leute, die gegen Schulschließungen wegen Corona sind, wollen alle umbringen, sind blöd, dumm und böse. Meinung gefestigt. Etc.HJ52 hat geschrieben: 10 Apr 2025, 06:53 Schwarz/weiss, gut/boese. Dieser Eindruck vermittelt sich mir auch hier im Forum bei einigen Schreibern. Eine Sicht auf die Dinge, die vom eigenen Bild der Wirklichkeit abweicht, wird abgelehnt.
Man kann Trump nicht mögen, ich mag ihn auch nicht, aber ich sollte doch dennoch immer überlegen: Wo hat er vielleicht Recht?
Re: Rumble in the Jungle
Stimmt.Wladimir30 hat geschrieben: 10 Apr 2025, 08:03 Sehe ich nicht so kategorisch. Es gibt ja tatsächlich die Fälle, wo jemand recht hat und der Gesprächspartner bestimmte Dinge einfach nicht weiß und/oder nicht verstanden hat. Warum soll hier ein Umstimmen verwerflich sein?
Der Gruene ist nicht mehr gruen, der Russe aber immer noch Russe, und Waffen nicht immer schlecht.
Ab hier gibt es eine kleine Abzweigung für die nicht-themenbezogene Diskussion rund um grünes Bier: viewtopic.php?t=22418. Norbert, Admin
Je stärker die Nato, desto sicherer der Weltfrieden.
Re: Rumble in the Jungle
Genau das macht mir echt Sorgen. Und da schwingt immer die Frage im Hinterkopf mit, ob es nicht intelligentere Wege gegeben hätte um die (ja welche eigentlich?) Interessen durchzusetzen?fugen hat geschrieben: 09 Apr 2025, 23:42 Irgendwann kommt dann das erwachen und die Frage wie es soweit kommen konnte.
Sicherheit? Ich verstehe nicht, wie der Beitritt Finnlands zur Nato Russischen Sicherheitsinteressen dienen könnte. Ganz überraschend dürfte der ja nicht gekommen sein. Auch verstehe ich nicht, warum die "neuen Gebiete" auf die vier Oblaste beschränkt sind - für "Sicherheit" wären doch eher die nordöstlichen Gebiete incl. Kiew nötig, wenn ich mir die Landkarte so anschaue.
Schutz der eigenen Leute? Unbedingt. Aber auch hier passt die Verhältnismässigkeit nicht. Wieviel Investition ist wieviel Schutz wert? Hätte es da nicht andere Wege geben müssen, um die zu schützen, die geschützt werden wollen? Wenn ich mir die Zahlen anschaue, derer die noch keinen neuen Pass annehmen wollten? Auch wenn ich mir anschaue, wie viele Leute Aufnahme in Westeuropa gesucht haben.
Rohstoffe? Welche, wofür? Die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Landes wäre als Rohstofflieferant im Konsens mit dem Rest der Welt doch wahrscheinlich besser gelaufen, oder nicht?
Sicher hat sich in Russland in den letzten 25 Jahren viel getan, aber der Schwung ist raus. Am Anfang ging es rasant, die letzten Jahre gefühlt rückwärts. Das macht schon traurig, ganz besonders, wenn man sieht, wie andere Rohstoffnationen sich entwickeln.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass die benannten Kriegsziele nicht die wirklichen sind und hier was ganz anderes läuft. Und ich habe auch echte Schwierigkeiten mir ein "danach" vorzustellen. Wie sieht ein Sieg aus? Wie eine Niederlage? Was kommt nach einem "Sieg"? Was wird dann für das Volk besser? Oder geht es gar nicht darum, dass für das Volk was besser wird?
Ich würde mich freuen, wenn wir die gesittete und halbwegs ideologiefreie Diskussion noch etwas fortführen; ich denke, dass uns allen verschiedene Sichtweisen im Gesamtverständnis aller Seiten weiterhelfen. Vielleicht ergibt sich ja daraus ein Weg in eine neue und friedlichere Zeit?
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Re: Rumble in the Jungle
Hier sagst Du es selber, es geht vornehmlich um die Definition der zu erreichenden Ziele. Solange wir diese nicht oder nur vage kennen, können wir diese Frage auch nicht beantworten.AnGro hat geschrieben: 10 Apr 2025, 16:42 Und da schwingt immer die Frage im Hinterkopf mit, ob es nicht intelligentere Wege gegeben hätte um die (ja welche eigentlich?) Interessen durchzusetzen?
Sicherheit?
Die Sicherheit ist sicher eines der bedeutendsten Ziele. Wie soll der wachsenden militärischen Bedrohung anders gegenüber getreten werden, wenn nicht mit militärischen Mitteln? Verhandlungsangebote seitens Putin wurden seit über 10 Jahren schlicht ignoriert.
Warum die vier ausgewählten Gebiete eingemeindet werden sollen und nicht die anderen hat wohl historische Gründe. So erkläre ich mir es zumindest. Außerdem sollen wohl die NATO Länder nicht allzu stark gereizt werden. Aber eine durchaus berechtigte Frage.
Hier denke ich mir, dass die Politiker der obersten Etagen sich nicht um das Wohlbefinden der eigenen Leute kümmern. Es geht einzig und allein um Macht. Das ist in allen Ländern so.Schutz der eigenen Leute?
Unbedingt.
Glaube ich nur unter anderem.Rohstoffe?
Dafür ist das Land zu groß, zu heterogen unter klimatischen Aspekten, weshalb man da Russland nicht so einfach mit anderen Rohstoffnationen vergleichen kann.Sicher hat sich in Russland in den letzten 25 Jahren viel getan, aber der Schwung ist raus. Am Anfang ging es rasant, die letzten Jahre gefühlt rückwärts. Das macht schon traurig, ganz besonders, wenn man sieht, wie andere Rohstoffnationen sich entwickeln.
Ich vermute wirtschaftliche Gründe als Hauptgrund. Die EU (gemeinsam mit dem UK) wird in gewaltige wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen, wenn die USA aufhören, Dollar in die EZB zu pumpen (die Probleme sind ja jetzt schon offensichtlich), Russland nabelt sich vom Westen ab, weil es da langfristig keine Perspektiven mehr gibt. Das Bretton Woods Abkommen geht nun auch de facto kaputt, nicht nur de iure, deshalb klinkt sich Russland auch immer stärker aus dem weltweiten Dollarsystem aus. Dies nur als grobe Richtung.Ich werde das Gefühl nicht los, dass die benannten Kriegsziele nicht die wirklichen sind und hier was ganz anderes läuft.
Diese Fragen zu diskutieren wird sicher sehr interessant!Und ich habe auch echte Schwierigkeiten mir ein "danach" vorzustellen. Wie sieht ein Sieg aus? Wie eine Niederlage? Was kommt nach einem "Sieg"? Was wird dann für das Volk besser? Oder geht es gar nicht darum, dass für das Volk was besser wird?
Das hoffen wir alle!!!!Vielleicht ergibt sich ja daraus ein Weg in eine neue und friedlichere Zeit?
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Re: Rumble in the Jungle
Ja eine spannende Diskussion. Meine Gedanken dazu sind, dass ich mir vorstellen kann, dass die Operation in der Ukraine tatsächlich nicht so verlaufen ist wie geplant und für ein Scheitern sowie für ein Erfolg keine bis zu Ende gedachte Strategie vorliegt oder vorlag. Es geschehen dann Dinge - wie Finnland und die Nato - in einer Dynamik die man nicht voraussehen geschweige denn beeinflussen oder aufhalten kann.
Zu den Zielen sei gesagt, dass auch „im Westen“ kein Ziel bzw. zu erreichender Zustand formuliert wird. Hat den Vorteil, dass niemand einen darauf festnageln kann. Spannend wo beispielsweise in Deutschland/Berlin in jedem Jugendamt Ziele smart (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) formulier sein sollen - seit über 20 Jahren.
Zum bevorstehenden Ende wird es schwer aus der sunk-cost Falle rauszukommen. Und vor allem müssen die Blicke dann nach vorne gerichtet werden, da der Rückblick wann wer was wie gemacht hat sicher zu nichts führen wird.
Zu den Zielen sei gesagt, dass auch „im Westen“ kein Ziel bzw. zu erreichender Zustand formuliert wird. Hat den Vorteil, dass niemand einen darauf festnageln kann. Spannend wo beispielsweise in Deutschland/Berlin in jedem Jugendamt Ziele smart (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) formulier sein sollen - seit über 20 Jahren.
Zum bevorstehenden Ende wird es schwer aus der sunk-cost Falle rauszukommen. Und vor allem müssen die Blicke dann nach vorne gerichtet werden, da der Rückblick wann wer was wie gemacht hat sicher zu nichts führen wird.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
- Norbert
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Re: Rumble in the Jungle
Ich sehe dies anders, und insbesondere hier empfehle ich nochmals das Gespräch zwischen Vad und Ronzheimer, wo der sehr russlandfreundliche Vad explizit betont, wie oft Merkel und Macron auf Putins Forderungen eingegangen sind und nicht eskaliert haben. Sicher hätte man mehr machen können, aber "ignoriert" ist für mich nicht der richtige Ausdruck.Wladimir30 hat geschrieben: 10 Apr 2025, 17:18Wie soll der wachsenden militärischen Bedrohung anders gegenüber getreten werden, wenn nicht mit militärischen Mitteln? Verhandlungsangebote seitens Putin wurden seit über 10 Jahren schlicht ignoriert.
- Axel Henrich
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Re: Rumble in the Jungle
Was ist mit "eingegangen" gemeint?Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 12:37[...] Gespräch zwischen Vad und Ronzheimer, wo der sehr russlandfreundliche Vad explizit betont, wie oft Merkel und Macron auf Putins Forderungen eingegangen sind und nicht eskaliert haben. Sicher hätte man mehr machen können, aber "ignoriert" ist für mich nicht der richtige Ausdruck.
Unter Merkel, natürlich auch unter dem Einfluss Obamas, wurde die Beziehung zu Russland zunehmend schlechter, das begann schon beim Wording auch in der Presse. Visaerleichterung, Nordstream, Minsk (ihr Outing diesbezüglich spricht doch, politisch, Bände), Einbindung der Sicherheitsinteressen Russlands in die europäische Sicherheitsstruktur, Natobeitritt UA?!
Frankreich, fällt mir adhoc der geplatzte Hubschrauberdeal ein ...
Mit "eingehen" würde ich verstehen, wenn sich irgendeine Idee, Meinung, oder Beratung, Vads, oder z.B. auch Kujats in der Politk wieder gefunden hätte ...
Auch ergebnisslose Gespräche würde ich anders definieren! Wenn also Macron und Merkel auf jemanden eingegangen sind, dann sind es die Amis, bzw. deren Agenda und Außenpolitik in Bezug auf Russland. Erinnere dich mal an Macron und Scholz bei Putin an dem langen Tisch ... Sie kamen mit leeren Händen ..., auch das kann man wohl kaum als "eingehen" bezeichnen.
-ah-
- Norbert
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Re: Rumble in the Jungle
Gegenfrage: Wo ist denn Russland nach 1998 noch auf die Wünsche Europas eingegangen? Ich sehe da nur konkrete Angriffe auf Nachbarländer, die natürlich alle in die Arme der NATO treiben.
So etwas ist immer zweiseitig.
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- Axel Henrich
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Re: Rumble in the Jungle
Sorry Norbert, но эт не честно ...
Gar keine Frage! Aber ich habe mich ja wenigstens bemüht, ein paar (Problem-)Punkte aufzuzählen. Du darfst gerne mit ein paar positiven Errungenschaften dagegen argumentieren, oder diese aufwiegen. Mir sind leider keine erinnerlich ..., nach Schröder ging es einfach nur bergab, politisch und verbal in der Politik und auch medial!
Wo dieser Hass gegen Russland her kommt, ist logisch nicht erklärbar. Politisch mit der entsprechenden Agenda schon. Nimm bloß mal jetzt das Ausladen der Russen von wegen Hausrecht, bzw. möglicher ungewünschter Propaganda, im Zusammenhang mit dem 9.5. An Schande, auch gegen BY, kaum noch zu überbieten ...
Wenn man die selben Maßstäbe bei den Amis ansetzen würde, dürften wir seit Irak und Lybien etc. mit den Amis kein Wort mehr reden und Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport wären maximal sanktioniert bis zum Sankt Nimmerleinstag. Das selbe beim Thema Israel ... Aber nein, bis Trump 2.0 waren "wir" voll die Transatlantiker ... und jetzt auf einmal... Wie schnell doch die Stimmung kippte...
Die da wären?Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 18:54Wo ist denn Russland nach 1998 noch auf die Wünsche Europas eingegangen?
Ja genau ...Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 18:54Ich sehe da nur konkrete Angriffe auf Nachbarländer, die natürlich alle in die Arme der NATO treiben.
Auch bei UA sind wir mit der Ursachenforschung schon recht weit fortgeschritten. Die Amis, aber auch die europäischen Politiker gehen mit ihrem maßgeblichen Anteil inzwischen ziemlich offen und unverfrohren um. Natürlich hat hier auch Russland seinen Anteil ...
Zu Tschechenien muss ich mich mangels Wissen raushalten. GKS hatte dazu mal was anvisiert, was aber leider wohl im Sande verlaufen ist ...
Und ich sage es erneut und immer wieder in diesem Zusammenhang ...
Nimm die Beziehung Deutschland und Russland bis Ende Schröder ... Bei allem was wir Deutschen den Russen an Perversem angetan haben ...
von der Hand zu weisen. Parallel dazu bitte aber gerne auch die Rohstoffe Russlands weiterhin zum Freundschaftspreis ...
-ah-