Jenenser hat geschrieben: 13 Apr 2025, 13:41
Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 12:37wie oft Merkel und Macron auf Putins Forderungen eingegangen sind und nicht eskaliert haben
Gretchenfrage:Ging oder geht es nun um imperialistische Züge Putins als Forderung
Deine Bemerkung würde ich mit sowohl, als auch bezeichnen! Übernahme der Krim war einzig strategisch initiiert ... Nichtverlängerung der Pachtverträge der Schwarzmeerflotte, Verlust der Flanke Schwarzmeer und UA. Damit einhergehend, die Landverbindung (Putin erwähnte mal den strategischen Fehler, damals nicht weiter gegangen zu sein) und d in diesem Zusammenhang Odessa etc. ...
Norberts Bemerkung ist für mich einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen! Wenn ich mit leeren Händen und ohne Auftrag der Amis nach Russland reise und Russland vom Einzug in die UA abhalten möchte, ohne auf die Sicherheitsinteressen Russlands einzugehen (da ist wieder der Begriff), ohne auf die Hauptforderung Russlands einzugehen (u.a. Verzicht UA auf Natobeitritt), dann ist das kein Eingehen auf Russland, sondern ignorieren und auf Zeit spielen! Also die übliche westliche, "auf Werte" basierte Taktik!
Schau dir an, wie mit Ungarn umgegangen wird, wie mit Serbien, mit der Wahl in Rumänien, Moldawien, wie mit der Wahl in Georgien ... Es ist immer wieder das selbe alte kollonial denkende Vorgehen des Westens, insbesondere Deutschlands! Weit weg von Demokratie und Meinungsfreiheit! Schau dir die Reaktionen auf Vance an und Trump, Deutschland, bis vor kurzem noch ohne Wenn und Aber, Transanlantiker, nun plötzlich spinnefeind mit einem absolut unakzeptablen diplomatischen Wording.
Man kann das Muster ohne Probleme erkennen! So auch mit Russland. Ein Russland unter Jelzin war absolut ok! Russland politisch, militärisch finanziell schwach, ein vermeintlich schwaches Opfer, dass man ausplünder konnte ... Als Putin diesen Praktiken immer mehr einen Riegel Vorschub, änderte sich plötzlich das Verhalten ..., s.o. Die Beispiele mit den anderen Ländern, einschließlich Amis!
Ungarn und Serbien kämpfen, mit den entsprechenden Reaktionen des Westens, ob das nun der Entzug von finanziellen Mitteln, die ihnen rechtlich zustehen, oder mit dem Einsatz von Sanktionen und Entzug der Reisefreiheit einhergeht. In Rumänien und Moldawien Wahlbeeinflussung, also ein Punkt, den der Westen sich (bei sich) verbietet ...
Schau nach Syrien ... Ein Typ, auf den bis vor kurzem eine 2stellige Millionensumme ausgesetzt war, wird plötzlich hofiert, seine Regierungsmitglieder werden von der Sanktionsliste gestrichen, damit Sie Europa besuchen dürfen, Sanktionen schrittweise zurück genommen ... Sanktionen, die es Assad u.a. verhindert hatten, Syrien auf vernünftige Beine zu stellen.
Nimm UA ... Wer will mir denn erzählen, dass im Westen Niemand über den inneren Zustand UAs Bescheid wüsste, über den politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Zustand. Wie viele Länder warten, mit besseren Voraussetzungen seit Jahren auf ihren Beitritt?! UA gewährt man die Kurzversion, bis vor gar nicht all zu langer Zeit, sogar den Natobeitritt. Will sich denn wirklich heute, bei all diesen Beispielen, noch Jemand ernsthaft hinstellen und dem Westen hier keine spezielle Agenda gegen Russland unterstellen?!
Apropos Georgien - als ob Kobachidse hier mitliest, äusserte er sich just gestern zum Thema:
Georgischer Premierminister:
Der Krieg von 2008 ist das Hauptverbrechen des Saakaschwili-Regimes
Der georgische Regierungschef Kobachidse warf dem ehemaligen Präsidenten vor, den Konflikt in Südossetien entfesselt zu haben.
„Ich erinnere mich noch gut an die Nacht vom 7. auf den 8. August, als uns das damalige Regime feierlich verkündete, wie es Dorf für Dorf einnahm, in Zchinwali einmarschierte und auf den Roki-Tunnel vorrückte.
Es ging also nicht um Verteidigung, sondern nur um Angriff“, sagte der Politiker gegenüber Journalisten.
Kobachidse erinnerte daran, dass die damaligen Regierungsvertreter einige Zeit später selbst eine Resolution des Europarats unterzeichnet hatten, in der es hieß, die Militäraktionen seien von Saakaschwilis Seite aus begonnen worden und die russischen Aktionen seien eine Reaktion darauf gewesen.
„Obwohl das Saakaschwili-Regime zahlreiche Verbrechen begangen hat, ist dies immer noch das größte Verbrechen, das es gegen sein eigenes Land und sein eigenes Volk begangen hat . Und natürlich darf dies nicht unbeachtet bleiben“, betonte er.
Dem Premierminister zufolge habe man in den vergangenen drei Jahren versucht, Georgien in einen neuen Konflikt mit Russland zu ziehen, doch die georgische Gesellschaft habe es nicht zugelassen, dass „eine zweite Front eröffnet“ werde.
-ah-