Rumble in the Jungle

Debatte zu den Konflikten in der Ukraine. Wir bitten insbesondere hier um eine zivilisierte Kommunikation. Aus schlechter Erfahrung beschränken wir jedoch auch bei diesem Thema die Zugriffe auf jene Benutzer, die explizit an der Diskussion teilnehmen möchten, wie bereits im "Politischen Forum".
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Jenenser
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Jenenser »

Saboteur hat geschrieben: 10 Apr 2025, 23:07 Zum bevorstehenden Ende wird es schwer aus der sunk-cost Falle rauszukommen. Und vor allem müssen die Blicke dann nach vorne gerichtet werden, da der Rückblick wann wer was wie gemacht hat sicher zu nichts führen wird.
Im Kalten Krieg zum Beispiel wurde die Konfliktlösung ständig verschoben. An eine nächste Generation von Politikern, die in diesen Konflikt zwar hinein gewachsen ist, jedoch keine Verantwortung für die Ursachen trug.

Am Ende gab es aber keine zwei Sieger, sondern den Spielstand: einer gewinnt und einer stirbt. :cry:
Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 12:37 der sehr russlandfreundliche Vad
Seit wann ist Dir das aufgefallen? Wenn das raus kommt… ist schon kein Spaß mehr! :lol:

Als Merkel-Berater im Bereich Militär untersuchte er (mal ganz naiv), was uns in DE blühen könnte und was im Gegenzug machbar ist.

In seinen aktuellen Ausführungen höre ich oft die Empfehlung, militärische Aktionen doch mit politischen, diplomatischen Offensiven zu verbinden. Ansonsten war er im Dienst ein treuer Soldat, der zwar Befehle vergeben konnte, jedoch auch zahlreiche selbst ausführen musste.

Erfahrungen halt, die einigen im Forum sicher nicht unbekannt sind… ;)
Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 12:37
Wladimir30 hat geschrieben: 10 Apr 2025, 17:18Wie soll der wachsenden militärischen Bedrohung anders gegenüber getreten werden, wenn nicht mit militärischen Mitteln? Verhandlungsangebote seitens Putin wurden seit über 10 Jahren schlicht ignoriert.
Ich sehe dies anders, und insbesondere hier empfehle ich nochmals das Gespräch zwischen Vad und Ronzheimer, wo der sehr russlandfreundliche Vad explizit betont, wie oft Merkel und Macron auf Putins Forderungen eingegangen sind und nicht eskaliert haben...
Da ist sie wieder - die Gretchenfrage:
Ging oder geht es nun um imperialistische Züge Putins als Forderung oder um Sicherheitsinteressen Russlands, die durch die Ausdehnung der NATO bedroht scheinen?

Merkel und ihr einstiger Militärberater sind heute nur noch Zuschauer.
Vor allem der Kriegsreporter ist jedoch mit seinen Ansichten aktiv unterwegs…

Mal sehen, wer den neuen Bundeskanzler in Sachen Militär berät…

Einen schönen Sonntag noch! ;)
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HJ52
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von HJ52 »

Ich las neulich, der Spar -Kanzler hätte satte 27 Prozent Zustimmung durch die Bevölkerung?
Je stärker die Nato, desto sicherer der Weltfrieden.
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Axel Henrich
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Axel Henrich »

HJ52 hat geschrieben: 13 Apr 2025, 14:04 Ich las neulich, der Spar -Kanzler hätte satte 27 Prozent Zustimmung durch die Bevölkerung?
Du meinst nicht zufällig den Kanzler, der, bevor er überhaupt Kanzler ist, die Wahlversprechen schon gebrochen hat?!

-ah-
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Wladimir30
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Wladimir30 »

Tja, frei nach dem Motto Was schert mich mein Geschwätz von gestern?!
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
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Axel Henrich
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Axel Henrich »

Jenenser hat geschrieben: 13 Apr 2025, 13:41
Norbert hat geschrieben: 11 Apr 2025, 12:37wie oft Merkel und Macron auf Putins Forderungen eingegangen sind und nicht eskaliert haben
Gretchenfrage:Ging oder geht es nun um imperialistische Züge Putins als Forderung
Deine Bemerkung würde ich mit sowohl, als auch bezeichnen! Übernahme der Krim war einzig strategisch initiiert ... Nichtverlängerung der Pachtverträge der Schwarzmeerflotte, Verlust der Flanke Schwarzmeer und UA. Damit einhergehend, die Landverbindung (Putin erwähnte mal den strategischen Fehler, damals nicht weiter gegangen zu sein) und d in diesem Zusammenhang Odessa etc. ...

Norberts Bemerkung ist für mich einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen! Wenn ich mit leeren Händen und ohne Auftrag der Amis nach Russland reise und Russland vom Einzug in die UA abhalten möchte, ohne auf die Sicherheitsinteressen Russlands einzugehen (da ist wieder der Begriff), ohne auf die Hauptforderung Russlands einzugehen (u.a. Verzicht UA auf Natobeitritt), dann ist das kein Eingehen auf Russland, sondern ignorieren und auf Zeit spielen! Also die übliche westliche, "auf Werte" basierte Taktik!

Schau dir an, wie mit Ungarn umgegangen wird, wie mit Serbien, mit der Wahl in Rumänien, Moldawien, wie mit der Wahl in Georgien ... Es ist immer wieder das selbe alte kollonial denkende Vorgehen des Westens, insbesondere Deutschlands! Weit weg von Demokratie und Meinungsfreiheit! Schau dir die Reaktionen auf Vance an und Trump, Deutschland, bis vor kurzem noch ohne Wenn und Aber, Transanlantiker, nun plötzlich spinnefeind mit einem absolut unakzeptablen diplomatischen Wording.
Man kann das Muster ohne Probleme erkennen! So auch mit Russland. Ein Russland unter Jelzin war absolut ok! Russland politisch, militärisch finanziell schwach, ein vermeintlich schwaches Opfer, dass man ausplünder konnte ... Als Putin diesen Praktiken immer mehr einen Riegel Vorschub, änderte sich plötzlich das Verhalten ..., s.o. Die Beispiele mit den anderen Ländern, einschließlich Amis!

Ungarn und Serbien kämpfen, mit den entsprechenden Reaktionen des Westens, ob das nun der Entzug von finanziellen Mitteln, die ihnen rechtlich zustehen, oder mit dem Einsatz von Sanktionen und Entzug der Reisefreiheit einhergeht. In Rumänien und Moldawien Wahlbeeinflussung, also ein Punkt, den der Westen sich (bei sich) verbietet ... :roll:

Schau nach Syrien ... Ein Typ, auf den bis vor kurzem eine 2stellige Millionensumme ausgesetzt war, wird plötzlich hofiert, seine Regierungsmitglieder werden von der Sanktionsliste gestrichen, damit Sie Europa besuchen dürfen, Sanktionen schrittweise zurück genommen ... Sanktionen, die es Assad u.a. verhindert hatten, Syrien auf vernünftige Beine zu stellen.

Nimm UA ... Wer will mir denn erzählen, dass im Westen Niemand über den inneren Zustand UAs Bescheid wüsste, über den politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Zustand. Wie viele Länder warten, mit besseren Voraussetzungen seit Jahren auf ihren Beitritt?! UA gewährt man die Kurzversion, bis vor gar nicht all zu langer Zeit, sogar den Natobeitritt. Will sich denn wirklich heute, bei all diesen Beispielen, noch Jemand ernsthaft hinstellen und dem Westen hier keine spezielle Agenda gegen Russland unterstellen?!

Apropos Georgien - als ob Kobachidse hier mitliest, äusserte er sich just gestern zum Thema:
Georgischer Premierminister:
Der Krieg von 2008 ist das Hauptverbrechen des Saakaschwili-Regimes
Der georgische Regierungschef Kobachidse warf dem ehemaligen Präsidenten vor, den Konflikt in Südossetien entfesselt zu haben.
„Ich erinnere mich noch gut an die Nacht vom 7. auf den 8. August, als uns das damalige Regime feierlich verkündete, wie es Dorf für Dorf einnahm, in Zchinwali einmarschierte und auf den Roki-Tunnel vorrückte.

Es ging also nicht um Verteidigung, sondern nur um Angriff“, sagte der Politiker gegenüber Journalisten.

Kobachidse erinnerte daran, dass die damaligen Regierungsvertreter einige Zeit später selbst eine Resolution des Europarats unterzeichnet hatten, in der es hieß, die Militäraktionen seien von Saakaschwilis Seite aus begonnen worden und die russischen Aktionen seien eine Reaktion darauf gewesen.

„Obwohl das Saakaschwili-Regime zahlreiche Verbrechen begangen hat, ist dies immer noch das größte Verbrechen, das es gegen sein eigenes Land und sein eigenes Volk begangen hat . Und natürlich darf dies nicht unbeachtet bleiben“, betonte er.
Dem Premierminister zufolge habe man in den vergangenen drei Jahren versucht, Georgien in einen neuen Konflikt mit Russland zu ziehen, doch die georgische Gesellschaft habe es nicht zugelassen, dass „eine zweite Front eröffnet“ werde.
-ah-
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von willi »

Danke, Axel, eine gute Zusammenfassung!
Aber die Version für den Mainstream trägt den Titel "Putins Landhunger", als wenn Russland nicht schon gross genug wäre.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Norbert
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Norbert »

Axel Henrich hat geschrieben: 13 Apr 2025, 16:55Norberts Bemerkung ist für mich einfach nur eine Verdrehung der Tatsachen!

[...]

Schau dir an, wie mit Ungarn umgegangen wird, wie mit Serbien, mit der Wahl in Rumänien, Moldawien, wie mit der Wahl in Georgien ... Es ist immer wieder das selbe alte kollonial denkende Vorgehen des Westens, insbesondere Deutschlands!
OK, die inhaltliche Stellungnahme zu Wahlen, über Propaganda, über Fördergelder, über Gerichte, etc. (gibt es alles, stimme ich Dir zu) ist also altes koloniales Vorgehen des Westens.

Wie bezeichnest Du in diesem Fall die Überschreitung der ukrainischen Landesgrenze mit russischem Militärgerät? Ich wäre sehr interessiert, was das im Vergleich zu Deiner Formulierung "altes koloniales Vorgehen des Westens" ist?
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HJ52
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von HJ52 »

Norbert hat geschrieben: 15 Apr 2025, 11:44

Wie bezeichnest Du in diesem Fall die Überschreitung der ukrainischen Landesgrenze mit russischem Militärgerät?
Angriff mit defensiver Zielstellung?
Je stärker die Nato, desto sicherer der Weltfrieden.
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Wladimir30
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Wladimir30 »

HJ52 hat geschrieben: 15 Apr 2025, 12:13 Angriff mit defensiver Zielstellung?
Ich würde den Begriff "Angriff" ersetzen durch "Präventivschlag".
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Norbert
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Re: Rumble in the Jungle

Beitrag von Norbert »

All die anderen Aktionen sind auch präventiv. Die Frage ist doch: Wieso wird die Einflussnahme als kolonial dargestellt, aber das Überschreiten der Grenze eines historisch untergeordneten Landes als (offensichtlich) legitimer defensiver Präventivschlag?!

Und ja, nur um es klarzustellen: Auch Amerika hat in diesem Sinne kolonial gehandelt, im Irak, in Afghanistan, Syrien und vielen anderen Ländern.

Aber bei den oben genannten Ländern von Kolonialismus zu sprechen und damit den militärischen Eingriff in einem anderen Land kleinzuschreiben, das bleibt für mich unverständlich. Worte kann man ignorieren, kann auch Rumänien ignorieren. Und auch wenn Gelder gestrichen werden, Ausschluss aus der EU angedroht wird, was auch immer - es ist alles Pillepalle gegenüber der "Spezialoperation" Russlands in der Ukraine. Wenn irgendetwas Kolonialismus, dann doch die Meinung, es stehe Russland zu, mit Militär zu bestimmen, was das Nachbarland zu machen habe. Nicht etwa mit Geld, wie es die Amerikaner zuvor offensichtlich wesentlich erfolgreicher mit dem restlichen Ostblock gemacht haben. Da musste kein einziger Panzer angedroht werden, man hat die Amerikaner gern ins Land gelassen.

Das ist der feine Unterschied. Freunde kann man sich erkaufen, leider funktioniert das. Aber wenn ich sie erschieße, werden sie nie meine Freunde. So sehr Russland das denkt und sich das hier scheinbar einige im Forum wünschen.
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