Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Erlebinsse einer Wolga-Kreuzfahrt und Abenteuer-Reisen nach Kamtschatka können hier diskutiert werden. Aber natürlich auch, ob Aeroflot die wirklich günstige Flugverbindung nach Moskau ist.
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Packerowski
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Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Packerowski »

Hallo Forum,

vorgestern habe ich zu Fuß die estnisch-russische Grenze in Koidula/Kunitschina Gora überquert und bin in eine äußerst unangenehme Situation geraten, weshalb ich ausdrücklich vor dieser Route (Tartu - Koidula - Petschory - Pskow) in West-Ost-Richtung warnen möchte.

Dass Estland die tolerierte Ausfuhr von Euro-Bargeld selbst für den persönlichen Reisebedarf von EU-Bewohnern auf Null reduziert hat (weil die EU-Sanktionen ihnen wohl zu lasch waren), war noch das kleinere Übel, denn darauf war ich vorbereitet. Völlig überraschend verkündete mir der estnische Zoll dann jedoch, ich dürfe nicht mit meinem persönlichen Fotoapparat ausreisen (keine Profi-Kamera!). Es handele sich um sanktionierte Ware, und es bestehe keine Notwendigkeit, in Russland Fotos zu machen ("no need to take pictures in Russia"). Meinen Laptop hätten sie zuerst am liebsten auch einbehalten, aber dann haben sie davon irgendwie abgelassen.

Das Ganze drohte zu eskalieren. Schließlich hieß es, wenn ich mich offiziell beschweren wolle, würde man ein Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren gegen mich einleiten. Ich reise ja schon recht viel durch den Osten, aber noch in keiner Ex-Republik der Sowjetunion habe ich je eine solche Willkür wie in Estland erlebt (ein etwas unbeholfener Erpressungsversuch in der Ukraine vor vielen Jahren zählt nicht, denn der blieb erfolglos).

Ich bin dann zurück von der Grenze in das winzige Grenzdorf Koidula zurück, habe dort privat bei einem ehrlich aussehenden Mann gegen kleinen Obolus meinen Fotoapparat eingelagert und bin beim zweiten Anlauf rüber nach Russland. Offensichtlich bin ich nicht der erste, dem dies passiert ist.

Nun habe ich nur noch ein Problem: Eigentlich habe ich mir gerade geschworen, Zeit meines Lebens keinen Fuß mehr nach Estland zu setzen. Aber nun liegt ja noch meine Kamera dort. Und zum Wegschmeißen war sie dann doch zu teuer.

An dem Grenzübergang herrscht wegen der extrem schleppenden Abfertigung ( ca. 15 Pkws und eine Handvoll Busse am Tag je Richtung!!!) kaum Verkehr. Aber vielleicht kommt ja ein Forennutzer in Gegenrichtung trotzdem dort vorbei und kann das Teil gegen Aufwandsentschädigung nach D mitnehmen? Da wäre ich genauso dankbar, wie ich jetzt gerade wütend bin.
Hoffi
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Hoffi »

Guten Abend , wenn alles bei meiner Planung bleibt , werde ich Ende August über Pskow nach Estland einreisen
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Lass uns die Tage telefonieren,
BG Gerald
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Packerowski
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Packerowski »

Hoffi hat geschrieben: 29 Jul 2025, 21:16 Guten Abend , wenn alles bei meiner Planung bleibt , werde ich Ende August über Pskow nach Estland einreisen.
Dankeschön schon einmal! Die Karte Deiner Reiseroute sieht für mich aber eher nach der Trasse Pskow-Riga aus. Das wäre dann der andere Grenzübergang im Süden von Estland. Ich schicke für den Fall der Fälle trotzdem mal eine private Nachricht mit meinen Kontaktdaten hier in Russland.
surfdonegal
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von surfdonegal »

Hallo,

da hast du ja noch Glück gehabt, wir haben auf unserer Einreise mit Wohnmobil in Koidula am 04.07.2025 auf der russischen Seite einen Russen, der in Estland wohnt, getroffen, der mußte wegen fehlender Go Swift Registrierung erstmal 5 Tage an der Grenze in Koidula warten, dann haben im die Esten zwei Kisten Werkzeug abgenommen und der russische Zoll hat ihm ein normales Jagdmesser als gefährliche Waffe abgenommen und beschlagnahmt . Dann wurde das Messer nach seinen Unterlagen, die er uns gezeigt hatte, zur Erstellung einer Expertise nach Peterburg geschickt und darauf basierend hat er ein Verfahren zu erwarten .

Wir waren eigentlich ganz gut vorbereitet, kein Werkzeug dabei, nur Dollar, viel weniger Gepäck, aber ich hatte die eigentlich gute Idee einem pensionierten Unidozenten in Moskau 6 Bücher ( alles Nachdrucke aus den Jahren 1928 - 1935 mitzunehmen ) leider hat sich das dann zum Stimmungkiller für den gesamten Urlaub von 5 Wochen gewandelt. Wir leben an der Wolga im Urlaub auf unseren 10 Quadratmetern mit 2 Erwachsenen und 1 Kind, der russische Otto Normalzöllner kann sich einfach aus Unerfahrenheit oder Dummheit nicht denken, daß man dann natürlich jeden Quadratmillmeter als Stauraum nutzen muß . Wir haben diese Bücher, jedes wiegt etwa 2 Kilo, in einem Stauraum unter dem Bett, oberhalb des Wassertanks/ Gaskastens gelagert. Da die Bücher mich vor 15 Jahren 20 Euro gekostet haben, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, diese in irgendeiner Form zu deklarieren . ( Das Papier ist beschichtet und mit der UV Lampe kann man sehen, daß Aufheller vewendet wurde )Hinteres Abteil dann geleert und alle Kisten und Taschen in den Abfertigungsraum geschleppt . Dort mußte alles durch diesen Flughafenscanner geschleust werden. Hier trafen wir dann eine besondere Zöllnerspezie ( das alles fand gegen 0830 h statt, wir waren seit 0500 h in der Kontrolle und haben leider den Schichtwechsel abgesessen ), das war die Spezies Nikotin- und Alkoholliebhaber, er roch sehr stark nach beidem, hier wurde sogar die durchsichtige Wasserkanne unseres Wohnmobil durchleuchtet und nach den Legosteinen unseres Sohnes auch noch sein Fußball . ( Jetzt weiß ich auch warum man dort nicht filmen darf ) Zwei Zöllnerinnen, ständig um ihre bunt lackierten Fingernägel besorgt, durchsuchten dann das Innere unseres Wohnmobils . Daraufhin wurde ich zum Röntgen des Fahrzeuges geschickt und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Auf die Rampe , aus dem Fahrzeug und schon fuhr der Röntgenwagen los, nach dem er seine Ausgangsposition wieder erreicht hatte, sprang der FAhrer sofort auf mich zu und wollte wissen, was unter den Matratzen , eben in diesem Stauraum liege . Ich zeigte ihm die Bücher und schon sah er mich an, als ob er im Lotto gewonnen hätte und rannte sofort zu seinem Chef . Eine Entourage von 4 Zöllnern kam auf mich zu und wollte alles genau sehen, es wurden Bilder gemacht und ich verstand, daß sie diesen NAchdrucken plötzlich einen enormen kulturhistorischen Wert beimaßen .

Ich war nun ein Schwerverbrecher ! Sie schleppten sich dann mit den Büchern zur Kontrollstation ab und es begann das Ausfüllen ( gefühlsmäßig ) von mehreren Telefonbüchern an Zollvernehmungsformularen . 5 Stunden später war der Papierkram erledigt und wir wurden in unseren Urlaub mit der Maßgabe am 04. August auf dem Hauptzollamt in Pskov zur weiteren Protokollerstellung zu erscheinen, entlassen . Die Ungewissheit , was denn dann wohl passieren würde, hat uns natürlich die gesamte Zeit begleitet und die Stimmung gedrückt . Gestern waren wir dann auf dem Hauptzollamt, wegen dem Termin dort fehlt un sjetzt ein Woche Urlaub, wir wurden von einer netten jungen Dame freundlich im Eingangsbereich empfangen und man eröffnete uns, daß die Bücher, wie erwartet, gem. erstellter Expertise, aufgrund des geringen Wertes, nicht einmal deklarationsfähig waren und sind .

Hier müßte die Geschichte eigentlich enden, dem ist aber nicht so, hatte man uns zunächst den Vorwurf gemacht, daß wir extrem wertvolles literarisches Kulturgut einschmuggeln wollten, wurde wegen Wegfall des Wortes wertvoll, nun das Protokoll dahingehend geändert, daß man uns vorwirft, eben diese nicht deklarierungfähigen Bücher, vor dem Zoll verbergen zu wollen, sie hätten gem. Internet einen Maximalwert von 200 Euro ermittelt und ein Gericht wird in etwa 2 Monaten entscheiden, ob die Bücher mit/ ohne Strafe beschlagnahmt bleiben . Ich konnte dann noch in handschriftlicher Form an das Gericht und den Chef des Zolls meine Anmerkungen dazu niederlegen, was ich auch dann auf insgesamt 15 Seiten getan habe . Der Hinweis, daß wir diese Schreiben auch an die russische Botschaft in Berlin schicken werden, damit auch bestimmt nichts verloren geht und diese auch an die deutsche Botschaft in Moskau parallel versenden werden, löste dann im Hauptzollamt doch betretene Gesichter aus. Man ist halt in diesen Behörden nicht auf renitente Reisende eingerichtet und sich der Haltung sicher, daß Reisende sich immer klein machen, um nicht zu riskieren, daß es noch schlimmer kommt .

Dann wurde der Familienrat einberufen, einhellige Meinung, wir wollen nach Hause . Also ab zur Grenze . Noch mal schön volltanken und schon haben wir uns in die Schlange von 3 weiteren Fahrzeugen in Pechory / Koidula eingereiht . Als ob man uns noch so einen Nackenschlag verpassen wollte, hatte ausgerechnet die Schicht Dienst, die uns auf der Hinfahrt so genervt hatte, lediglich die Zöllner in der Kontrollbude waren andere und sehr freundlich . Nachdem das Innere unseres Fahrzeuges einmal vom Zoll und dann, wie immer auch vom FSB, kontrolliert wurde, durfte ich wieder zum Röntgen fahren. Dort saßen dann, wie erwartet, Kling und Klang von der Hinreise. Also geröntgt und natürlich nichts gefunden, dann mußte ich zum Röntgenwagen und wurde gefragt, was denn unter dem Wagen dieses runde Ding mit Metall in der Mitte sei. An dieser Stelle bin ich dann explodiert und richtig laut geworden . Habe den beiden Spezies mit meinem schlechten russisch und einer Mixtur aus Wutanfall und Worten, die sie offensichtlich nicht verstanden haben, klar gemacht, daß jetzt Schluß ist und ich ihre Namen haben wollte . Der ältere rief sofort seinen Chef an und ich verstand etwas von agressivem Reisenden. Ich soll doch zu dem Chef gehen, ich erwiderte , daß der Chef doch hierher komme solle. Erneutes Telefonat, dann wurden still meine Papiere abgestempelt und ich konnte zum Kontrollpunkt zurückfahren . Unser Fahrzeug war nun schon dreimal kontrolliert worden. Durch den Tumult beim Röntgen, kamen dann unser Freund Alkoholix von der Herfahrt und der Schichtleiter, zitternde Hände, schwitzen und rot unterlaufene Augen, zu unserem Fahrzeug und wollten erneut alles durchsehen. Dann ist meine Frau, die sonst sehr zurückhaltend ist, der Kragen geplatzt . Ich bin dann auf den Schichtleiter zugegangen und wir wollten von denen die Namen. EIn herrliches Schauspiel für die anderen Wartenden, die haben dann den Rückzug angetreten, weil es mittlerweile wegen der Lautstärke schon einen kleinen Auflauf gab. Ein FSB Mensch winkte uns dann zur Paßkontrolle und damit war der Spuk beendet .

Das klingt alles nicht so schlimm, aber das war für uns das schlimmste Erlebnis an irgendeiner Grenze. Ich bin nur erstaunt, was das dort für dumme Menschen sind und wie sie sich anderen Mitmenschen gegenüber verhalten, vor allen Dingen wissen sie doch nie , wer denn dann so kommt und wie sich ihr Verhalten später für sie selbst auswirkt . In jedem Fall werde ich mir die Zeit nehmen und der Sache mit allen Mitteln nachgehen . Was man aber auch gelernt hat , ist, daß man sich normal verhalten sollte, aber nicht vor diesen dümmlichen Schikanen beugen sollte, worauf diese einfachen Typen ja so sehr setzen . Bei Gegendruck werden die sofort selbst klein . Das Schlimmste ist ja,mit etwas Sachverstand und Kommunikation von Seiten des Zolls hätte die Sache schon auf der Hinfahrt komplett geklärt werden können. Wir wurden dann noch auf der estnischen Seite nach der Kontrolle in Russland gefragt und haben darüber kurz berichtet, die kleinen Kieselsteine, die mein Sohn an der Wolga gesammelt hatte, mußten wir dann zum Glück auf estnischer Seite nicht als Diamanten deklarieren . Aber ehrlich gesagt koche ich immer noch .....

Absätze ergänzt zur besseren Lesbarkeit , Norbert, Admin
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Norbert »

Grundsätzlich habe ich auch diese Erfahrung gemacht, dass man freundlich bestimmt durchaus auf seiner Position beharren kann. Wenn man sich sicher ist, dass man korrekt handelt.

Mir wurde vor vielen Jahren angehängt, ich hätte mich zu spät registriert. Zuvor hatte mir das FMS zweimal ein falsches Dokument (вид на жительство) ausgestellt. Beim dritten Versuch war mein "Vermieter" (Schwiegervater) im Urlaub und wir konnten erst am 12. Tag im FMS auftauchen, woraufhin die Chefin sofort ein Verfahren einleitete. Ihre Mitarbeiterin fragte noch nett: "Wirklich, müssen wir das machen?" "Na klar!" Ich habe das hingenommen, die Strafe bezahlt, aber direkt danach sah ich: Im Protokoll waren schon wieder Fehler, sie hatten wieder einmal Quark reingeschrieben, Usbeke vom letzten Protokoll nicht durch Deutscher ersetzt. Da platzte mir der Kragen und ich habe Einspruch eingelegt. Und zwar basierend darauf, dass ich die 12 Tage nicht durchgängig in Novosibirsk war, was ich mit Zugtickets nachweisen konnte. Und damit begann die Frist von 10 Tagen neu.

Als ich den in der übergeordneten Behörde abgab, versuchte man mich mit allen Mitteln abzubringen, erst mit lächerlich machen, dann mit "bringt doch eh nichts", dann stellte man den Widerspruch als inhaltlich falsch dar. War mir egal, ich ließ mir bestätigen, dass ich ihn abgegeben hatte - auf dem Formular gab es ein Feld dafür. Danach rief mich die Chefin an, ob ich nicht vorbeikommen könne. Sie erzählte mir auch erst, mein Widerspruch wäre falsch, aber ich erzählte ihr: "Mir zweimal falsche Dokumente ausstellen, mich x-mal antanzen lassen, und dann bei einem kleinen Vergehen, was meiner Meinung nicht einmal eins ist, mich sofort bestrafen und dabei schon wieder ein falsches Protokoll ausstellen - irgendwann ist genug. Soll die übergeordnete Behörde doch entscheiden, ob ich die Regeln gebrochen habe oder nicht." Ganz kleinlaut antwortete sie: "OK, ich verstehe."

Nach drei Monaten wurde mir bestätigt, dass ich keinerlei Verstoss gemacht hatte, wurde freundlich gebeten, meine Darstellung nochmals mit einem anderen Briefkopf zu schicken, damit man es korrekt abheften könne und eine Kopie der Zugtickets beizulegen. Freundlich gemacht. Die bezahlte Strafe habe ich nie zurück gefordert, aber die Bestätigung, dass ich alles korrekt gemacht hatte, habe ich noch heute.

Die Chefin, die von ihren Mitarbeiterinnen offensichtlich gefürchtet wurde (ich war oft in diesem Amt), war kurz später nicht mehr im Dienst. Keine Ahnung, ob deswegen.
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von fugen »

Gib dem Menschen Macht und du erkennst seinen Charakter ;-)


Das ist auf jedem Flecken der Erde gleich, egal wo ich bis jetzt war.

@ Norbert: das ist auch meine Erfahrung hier. Freundlich bestimmend bekommt man hier mehr Recht als bei uns in D
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Packerowski »

surfdonegal hat geschrieben: 06 Aug 2025, 09:09 Hallo,

da hast du ja noch Glück gehabt, wir haben auf unserer Einreise mit Wohnmobil in Koidula am 04.07.2025 auf der russischen Seite einen Russen, der in Estland wohnt, getroffen, der mußte wegen fehlender Go Swift Registrierung erstmal 5 Tage an der Grenze in Koidula warten, dann haben im die Esten zwei Kisten Werkzeug abgenommen und der russische Zoll hat ihm ein normales Jagdmesser als gefährliche Waffe abgenommen und beschlagnahmt . Dann wurde das Messer nach seinen Unterlagen, die er uns gezeigt hatte, zur Erstellung einer Expertise nach Peterburg geschickt und darauf basierend hat er ein Verfahren zu erwarten . ...
:shock: Oh je, das klingt wirklich krass. Dass ich als Fußgänger noch die freundlichere Seite dieses Grenzübergangs kennengelernt habe, hatte ich bereits geahnt. Dass historische Bücher bei der Einfuhr nach RU ein Problem darstellen können, höre ich hingegen zum ersten Mal.
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von willi »

@surfdonegal,
Sieh es doch mal anders...
Heutzutage kannst du im Reisebüro schon im Fass die Niragarafälle runter buchen, während du an russischen Grenzen noch das wahre Abenteuer erleben kannst! :lol:
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von Kolot »

Norbert hat geschrieben: . . . und wir konnten erst am 12. Tag im FMS auftauchen, woraufhin die Chefin sofort ein Verfahren einleitete . . . Und damit begann die Frist von 10 Tagen neu.
Frage am Rande: Ab wieviel Tagen Aufenthalt nach der Einreise muß der Ausländer sich registrieren lassen ?
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Re: Warnung vor dem Grenzübergang Koidula - Kunitschina Gora

Beitrag von surfdonegal »

Packerowski hat geschrieben: 06 Aug 2025, 13:23
surfdonegal hat geschrieben: 06 Aug 2025, 09:09 Hallo,

da hast du ja noch Glück gehabt, wir haben auf unserer Einreise mit Wohnmobil in Koidula am 04.07.2025 auf der russischen Seite einen Russen, der in Estland wohnt, getroffen, der mußte wegen fehlender Go Swift Registrierung erstmal 5 Tage an der Grenze in Koidula warten, dann haben im die Esten zwei Kisten Werkzeug abgenommen und der russische Zoll hat ihm ein normales Jagdmesser als gefährliche Waffe abgenommen und beschlagnahmt . Dann wurde das Messer nach seinen Unterlagen, die er uns gezeigt hatte, zur Erstellung einer Expertise nach Peterburg geschickt und darauf basierend hat er ein Verfahren zu erwarten . ...
:shock: Oh je, das klingt wirklich krass. Dass ich als Fußgänger noch die freundlichere Seite dieses Grenzübergangs kennengelernt habe, hatte ich bereits geahnt. Dass historische Bücher bei der Einfuhr nach RU ein Problem darstellen können, höre ich hingegen zum ersten Mal.
Die Hauptsache ist , daß es sich um Nachdrucke handelt, das wäre so , ich nehme eine Serviette und schreibe einen Text aus der Oktoberrevolution drauf, unterschreibe mit Lenin oder sonstwem und setzte das Datum 07.N0vember 1917 drauf. Die Zöllner sind so unbedarft, daß die dich bei so einer Sache gleich für 25 Jahre einsperren, bis denen jemand erzählt , daß es dieses Papier zu dieser Zeit noch nicht gab. Was dort an der Grenze in den ABfertigungsbuden herumsitzt , bis zum Schichtleiter rauf ( das bezieht sich auf Shumilkino/ Luhamaa und Pechory/ Koidula) ( Narva war so, daß die sich über die Kollegen in den beiden anderen Standorten beklagt haben, weil die bei den Papieren immer so viele Fehler machen ) ist real nicht für den Kontakt mit anderen Menschen geeignet, geschweige denn intellektuell in der Lage einfachste Zusammenhänge zu durchdenken .

Bei unserer Rückfahrt war zwei Autos vor uns eine alleinreisende Frau mit einem Baby und zwei weiteren kleinen Kindern aus Lettland, die anderen Reisenden aus Estland haben da nur blöde geglotzt und nicht einen Finger gerührt. Die Zöllner sind bei der Hitze dort an dem Tag nicht für eine Millisekunden auf die Idee gekommen, die Frau vorzulassen oder anderweitig zu helfen. Dann mußte sie mit dem Baby auf dem Arm das Auto ganz allein ausladen und alles, sogar den Kinderwagen, zum Flughafenscanner im Gebäude schleppen. Da haben meine Frau und ich ihr beim Tragen geholfen, weil das nicht nur ihr , sondern natürlich auch uns geholfen hat, um schneller vorwärts zu kommen .

Man merkt dort sofort, was für ungebildete Leute die " Arbeitsbeamten " sind, auf dem HAuptzollamt in Pskov haben wir ganz andere Leute kennengelernt, mit den wir ganz freundlich alles abhandeln konnten und die uns sogar Tips gegeben haben , um einige Sachen zu vereinfachen . So ein Inspektor verdient ungefähr 40 - 50 RUb. und das ist heute nicht so besonders viel . Wer will dann schon den Job machen .
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